
Bereits Ende Februar sollen "verbindliche Vereinbarungen erarbeitet" werden, wie die Provider bei den Filtermaßnahmen vorzugehen haben. Auch entsprechende Änderungen des Telemediengesetzes sind bereits geplant und sollen zügig umgesetzt werden. Die konkrete Planung wird in den Händen einer Arbeitsgruppe liegen, in der laut einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie und Jugend "das Bundesinnenministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, die sieben größten Zugangs-Provider in Deutschland, die 95 Prozent des Marktes abdecken sowie die drei Dachverbände der Branche" vertreten sein werden.
Bei der Sperrung der betreffenden Seiten plant man offensichtlich mit Blacklists zu arbeiten. "In Zukunft wird das Bundeskriminalamt nach kinderpornografischen Internetseiten suchen und diese in eine ständig aktualisierte Liste aufnehmen, die den Internet-Anbietern zugeleitet wird. Diese sperren dann die entsprechenden Seiten. In Deutschland können so bis zu 300.000 Zugänge am Tag verhindert werden", beschreiben die Verantwortlichen den Vorgang in ihrer Pressemitteilung.
Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner Online-Ausgabe berichtet, kam es auf der Pressekonferenz zum Thema sogar zu einem höchst fragwürdigen Anschauungsunterricht: "Irgendwann im Laufe der Pressekonferenz im Familienministerium werden die Fernsehteams gebeten, ihre Kameras abzuschalten. Man werde nun, erklärt Pressesprecherin Iris Bethge, Material zeigen, das man nicht weiterverbreiten dürfe. Dann ruft Bjørn-Erik Ludvigsen von der norwegischen Kriminalpolizei einen Internet-Browser auf und zeigt ein paar Webseiten - live."
Die Norweger gelten, ebenso wie die Schweden, als Vorbild für die deutschen Bemühungen im Kampf gegen die Kinderpornografie: "Vorbild sind die skandinavischen Länder. Experten aus Norwegen und Dänemark haben am 15. Januar im Bundesfamilienministerium von den Erfolgen in ihren Ländern beim Kampf gegen Kinderpornografie im Internet berichtet. Die notwendige Technik kann von den norwegischen Behörden übernommen werden", vermeldet das Familienministerium. Wie allerdings kritische Stimmen, darunter das Blog netzpolitik.org, bemerken, taugen die Schweden allerdings nur bedingt zum Vorbild: Die schwedischen Filterlisten, die im Netz kursieren, sollen nur zu einem geringen Teil wirklich kinderpornografisches Material enthalten. Der Rest besteht angeblich aus harmlosen Erotikangeboten und vollkommen anders gearteten Seiten.
Kritiker bemängeln, dass gerade die Existenz derartiger Filterlisten das Interesse entsprechend veranlagter Menschen auf derartige Seiten lenken könnte. Die implementierten Filter wären dann mit etwas technischem Sachverstand und krimineller Energie bei weitem kein unüberwindliches Hindernis, was die verantwortlichen Minister indirekt auch zugeben. Für besonders heftige Kritik sorgt außerdem die Tatsache, dass ausgerechnet das BKA, das viele Deutsche ohnehin schon in einer zu deutlichen Machtposition sehen, für die Führung der Filterlisten zuständig sein soll. (Annika Kremer)
(via netzpolitik, thx)
News Redaktion am Freitag, 16.01.2009 01:39 Uhr
Unter den Gesichtspunkten ist das Gesetz tatsächlich gravierender als ich gedacht hatte, wenngleich "blank ziehen" doch noch nicht dazu zu zählen scheint: Zitat von BMJ Ein schlichtes Nacktfoto fällt daher nicht unter den Begriff der Pornografie. hier ...
Genau das ist der Punkt, momentan kann man nur Spekulieren.......da diese "Gesetze" einfach noch zu jung sind. Das stimmt schon. Direkte "Skandale" wird es auch nicht so schnell so öffentlich geben, aber allein die Vorstellung, dass praktisch die komplette Kommunikation (un ...
Mir hat man vor 5 Jahren teilweise noch totale Paranoia unterstellt, als ich diese Entwicklung vorausgesagt habe, aber die gleichen Leute sind heute sehr, sehr still geworden. :( MfG Andy Naja, dazu muss man sagen, dass noch nicht einmal, eine von diese Sachen wirklich mi ...
Vor 9 Jahren, hätten sich die Leute noch an den Kopf gefasst, wenn ich denen erzählt hätte, was die Zukunft für Deutschland bringt. Mir hat man vor 5 Jahren teilweise noch totale Paranoia unterstellt, als ich diese Entwicklung vorausgesagt habe, aber die gleichen Leute sin ...
Ich wette das kann man eh mit Proxy's usw. umgehen wäre doch gelacht ;D solang es nur um Kinderpornos und ähnliche Seiten geht interessiert es mich nicht aber wenn die anfangen an Gulli und unsere tollen WareZ seiten zu gehen dann wird es eh nicht lange dauern bis es problemlösunge ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen