
Die Zahlen gehen aus dem heute veröffentlichten Digital Music Report 2009 der IFPI (International Federation of the Phonografic Industry) hervor. "Musik ist zusammen mit Games weltweit der Vorreiter bei der Erschließung des Downloadmarktes", betonte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. (BVMI). Mit einem Umsatzanteil von 20 Prozent liegt Musik bei den Erlösen aus dem Digitalgeschäft weit vor Zeitungen (4%), der Filmindustrie (4%) und Magazinen (1%). Weltweit gibt es über 500 legale Musikangebote mit über vier Millionen verfügbaren Titeln.
Wir sind bei den Absätzen übers Web Vorreiter, immer mehr Konsumenten kaufen online nicht nur einzelne Songs sondern gleich sogenannte Bundles oder Alben. Dieser Umsatz wuchs 2008 sogar um mehr als 50 Prozent. Detaillierte Zahlen zur Marktentwicklung 2008 wird der BVMI Ende März veröffentlichen. Größter Digitalmarkt der Welt sind die USA mit einem Anteil von 39 Prozent an den gesamten Musikverkäufen im 1. Halbjahr 2008. In Deutschland liegt der Umsatzanteil von Downloads trotz eines vergleichbaren Angebotes erst bei rund acht Prozent, rund zwei Prozent über 2007.
Als größtes Hindernis für den Verkauf sieht man natürlich die illegalen Tauschbörsen an. Nach Auswertungen unterschiedlich angelegter Langzeitstudien aus 16 verschiedenen Ländern schätzt die IFPI, dass weltweit mehr als 40 Milliarden Dateien illegal aus Tauschbörsen bezogen wurden. Damit kommen auf einen legal gekauften rund 20 illegale Songs. Etwas besser sieht es in Deutschland aus. Aufgrund der intensiven juristischen Verfolgung in den letzten Jahren ist die Zahl illegaler Downloads von über 600 Millionen in 2004 auf rund 300 Millionen in 2007 zurückgegangen. Ferner setzt man sich für eine Kooperation mit den Internet-Service-Providern (ISPs) ein. Befragungen in England und Frankreich haben ergeben, das 70 bis 90 Prozent der Befragten das illegale Herunterladen einstellen würden, wenn sie vom ISP mit einem Warnhinweis dazu aufgefordert würden. Der ifpi Digital Music Report 2009 kann von hier heruntergeladen werden.
gulli meint:
Aufatmen bei der Industrie, die neuen Zahlen dürften Künstlern wie auch Labels Mut machen. Man kann also durchaus Geld durch den Absatz von Musik im Netz verdienen. Fraglich allerdings, ob man solche Ergebnisse nicht schon viel früher hätte erreichen können. Die Plattenfirmen hätten schon vor 10 Jahren ein breit gefächertes Programm im Web anbieten müssen. Und dies zu fairen Preisen und ohne jegliche DRM-Verschlüsselung. Seit 1998 ist eine Generation von jungen Musikfreaks herangewachsen, die schlichtweg gewohnt sind, sich via P2P die Musik ihrer Wahl zu besorgen. Angefangen bei Napster, Kazaa, eMule, BitTorrent & Co. Die Bedienung der Programme ist denkbar einfach und gestaltet sich schnell und unkompliziert. Wer auch immer dagegen halten will, muss legale Shops aufziehen, die ihren Kunden einen ähnlichen Komfort bieten. Die Gesamtzahl der illegal heruntergeladenen Titel mag stimmen. Aber nicht jeder Downloader hätte das gleiche Album auch automatisch gekauft. Und dies egal ob offline im Laden oder online im Web. Sich auf die Bedürfnisse der Konsumenten einzustellen hat die Musikindustrie nicht rechtzeitig geschafft. Und nun soll mithilfe der massenweisen Abmahnungen der Endkunden und der Kooperation mit den ISPs erreicht werden, dass erneut die Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpft werden. Wir gratulieren und haben dem nichts weiter hinzuzufügen! (Ghandy)
(Bild & Text via musikindustrie.de, thx!)
News Redaktion am Freitag, 16.01.2009 18:16 Uhr
Können den Hals wohl nie vollkriegen... ...
Tja und dann soll sich mal die Industrie nicht beschweren ... Netter Beitrag, Danke :T ...
der Comic ist gut, aber was die Leute an itunes finden verstehe wer will, 1€ pro Lied, ich muss mich registrieren und bekomme nichtmal nen Datenträger, Ebay ist da definitiv besser, dank der nützlichen "Preis vorschlagen" Funktion bekommt man Musik da wesentlich billiger als im Laden ja, Origin ...
Hast recht, sollte ich mal machen. ;) ...
;-) Und hey: Setz mal deine Mütze ab, x-mas is over as far as I'm concerned ;-) ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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