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Google Books: Auch Microsoft legt Beschwerde ein

Erneut für heftigen Streit sorgt Google Books - Microsoft kritisierte Google scharf. Die Rede ist von einem "Missbrauch des Rechtssystems" und der Bildung eines Monopols.

Kurz vor Ende der Frist zur Sammelklage gegen Google melden sich namhafte Vertreter zu Wort und kritisieren Google scharf. In der Rechtssache geht es darum, ob der Deal legitim ist, bei welchen Google der amerikanischen Autorenvereinigung zugesagt hat, sie an einem Geldpool von 125 Millionen Dollar zu beteiligen. Das Geld wollen sie aus Profiten von Google Books erhalten. Einspruch dagegen einzuwenden haben Einige. Amazon beispielsweise würde nur Bücher digitalisieren, an denen sie die Rechte besitzen. Und auch Microsoft hätte ein Projekt ähnlich "Google Books" aufgegeben, weil die Rechtslage ungeklärt war. Das Vorgehen von Google würde daher auf unrechtmäßige Weise zu der Bildung eines Monopols beitragen.

Microsoft spricht davon, dass Google das "Rechtssystem missbrauchen" würde. Denn ursprünglich ging es nur um die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen öffentlicher Einrichtungen im Hinblick auf das Zitatrecht. Inzwischen aber gehe es bei der Klage um die Digitalisierung und dem zur Verfügung stellen sämtlicher kompletter Schriftwerke - weltweit. Der exemplarische Charakter des Verfahrens würde zu einer Grundsatzentscheidung führen - wäre Google siegreich, würden sie und die Vertragspartner ein Exklusivrecht erhalten, welches den globalen Vertriebsrechten von Büchern gleichkommen würde.

Auch andere Kritiker üben Druck auf Google aus. Marybeth Peters, Direktorin des Register of Copyrights, kommentierte, dass der Fall nicht nur Google allein betreffen würde, sondern auch international den Druck auf die USA erhöhen wird. Schließlich sind von Google Books Autoren nicht nur in den USA, sondern vor allem auf der ganzen Welt betroffen. Daher sollte nicht nur ein Gericht in dieser Sammelklage eine Einzelentscheidung fällen, sondern der US-Senat sollte sich mit dem Thema befassen.

Die EU würde es auch lieber sehen, wenn es offenen Standards geben würde, die jedem zugänglich wären - auch Unternehmen. Da sollten Zuständigkeiten, Urheberrechtsangelegenheiten und die Vergütung klar geregelt sein. Von der EU gibt es auch ein Digitalisierungsprojekt (gulli:news berichtete), dieses würden jedoch nur sehr langsam vorwärtskommen - unter anderem, weil es viel Geld kostet. Die Investitionen von Google seien in dieser Sache um einiges größer. Angesichts aktueller Entwicklungsgeschwindigkeit, würde man schon bald kaum an Google vorbeikommen. (020200)

(via Spiegel New York Times, thx!)

(Bild: Google Books)

News Redaktion am Freitag, 11.09.2009 00:57 Uhr

tagsTags: microsoft google books buchsuche monopol copyright europäische union

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16 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Blackdracon am 11.09.2009 23:20:03

    Ich hätte ja nichts dagegen wenn google so was macht warum nicht, aber dann sollten sie auch so fär sein und die Digitale Bücher wie eine ganz normale Bücherei zur Verfügung stellen, wer in einer Bücherei mal war. weis das man dort nichts bezahlt solange man die Bücher nicht mit nach hause ne ...

  • MikeMatrix am 11.09.2009 15:40:40

    LOL! Kleinweich ist mal wieder ganz klug und stellt so was in den Raum. Man ich lach mich tot^^ ...

  • cthulhu1987 am 11.09.2009 15:19:35

    Microsoft bechuldigt Google wg. Monopolbildung? *totlach* Das Digitalisierungsprojekt ist eine super Idee. Arbeitem die eigtnlich mir gutenberg.org zusammen? http://i262.photobucket.com/albums/ii115/isabeth197/presentacion/bloggert/tux_microsoft_goodbye.jpg _______________ D ...

  • Toronto am 11.09.2009 14:14:11

    Soweit mir bekannt ist, Reden EU und Google auch regelmäßig miteinander.Es scheint aber kein Konsens daraus hervorgegangen zu sein. Wie sonst erklärt man sich, dass die EU unbedingt etwas eigenes auf die Beine stellen muss? Die andere Frage ist: Wird man Google stoppe ...

  • _020200 am 11.09.2009 14:02:00

    Absolut widersinniger Kommentar! Wenn es soviel Geld kostet, Google ein entsprechendes Programm hat - warum dann nicht mit Google an einen Tisch setzen? Die hätten sicherlich ein tolles Projekt zur Zufriedenheit aller bereitstellen können. Soweit mir bekannt ist, Reden EU ...

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