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Indien: Suche nach ungesicherten Wi-Fi Netzen als Terrorbekämpfung

In Indien führt man jetzt eine Terrorbekämpfung der ganz neuen Art durch. In der Stadt Mumbai patrouillieren derzeit 80 Polizisten, die mit Wi-Fi Scannern, Laptops und anderer Hardware nach drahtlosen ungesicherten Netzwerken suchen. Die indische Regierung glaubt, sie könne so die Kommunikation der Terrorzellen untereinander eindämmen.

Vor den Bombenanschlägen letztes Jahr in Neu-Delhi sollen Terroristen mehrfach mithilfe von ungesicherten drahtlosen Netzwerken über das Internet miteinander kommuniziert haben. Teilweise soll es sich dabei um Voice over IP-Telefonie gehandelt, teilweise sollen Anschläge per E-Mail koordiniert worden sein.

Ziel der staatlichen Aktion ist es, möglichst alle ungesicherten Netzwerke abzuschalten beziehungsweise die Betreiber dazu zu bringen, diese zu verschlüsseln. 80 sogenannte "Wifi-Cops" sollen sich nach Angaben eines Berichts von CIOL im Landesinneren aufhalten, um der Kommunikation der Bombenleger den Garaus zu machen. Im Verlauf der Aktion sollen private Haushalte, Schulen, Unis und Büros untersucht, die Eigentümer aufgeklärt und zur Mitarbeit bewegt werden. Der erste Schritt wäre es, den Leuten klar zu machen, was Dritte mit ihren ungesicherten Netzwerken alles anstellen können. Zudem müsste man ihnen Hilfestellungen anbieten - viele Personen wären mit der Umstellung schlichtweg überfordert.

Letzten August hat eine Forschergruppe über Las Vegas einen mit Scannern ausgestatteten Ballon gestartet. Binnen zwanzig Minuten konnten 700 unterschiedliche Netzwerke identifiziert werden, 30% davon waren nicht verschlüsselt. Will man den Terror wirklich auf diese Art bekämpfen, so dürfte die Arbeit an den indischen Landesgrenzen nicht beendet sein. Außerdem müsste man im gleichen Atemzug alle Anonymisierungsdienste verbieten und sämtliche Internetcafés schließen, die eine Benutzung ohne vorherige Identifizierung des Surfers ermöglichen. Den beteiligten Beamten dürfte zumindest nicht langweilig werden.

Es bleibt allerdings fraglich, ob eine solch strikte Vorgehensweise, die die Freiheit der Bürger derart beschneidet, jeglichen Terror einschränkt oder sogar begünstigt. (Ghandy)

(via NetworkWorld, thx!)

News Redaktion am Montag, 19.01.2009 11:34 Uhr

tagsTags: indien hotspot neu-dehli wi-fi terror

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9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 19.01.2009 17:46:27

    der Satz is Müll "Teilweise soll es sich dabei um Voice over IP-Telefonie gehandelt, teilweise sollen Anschläge per E-Mail koordiniert worden sein. " Teilweise haben die vielleicht sogar auch persönlich miteinander gesprochen, bei realen Treffen. Wie will man denn dieses ...

  • king lui* am 19.01.2009 17:31:40

    der Satz is Müll "Teilweise soll es sich dabei um Voice over IP-Telefonie gehandelt, teilweise sollen Anschläge per E-Mail koordiniert worden sein. " ...

  • hydrofire am 19.01.2009 17:17:31

    Solange dies Polizisten auch ernsthafte Hilfestellung bieten find ich das mal ne gute Sache, hier in Deutschland müsste man sich dann den Fachmann ins Haus holen der einem Geld kostet. Und in diesen Fall find ich die Maßnahme nicht mal so dumm: Man macht mögliche Kommunikationswege dicht die son ...

  • Ghandy am 19.01.2009 16:11:19

    Ja, eben. In dem Fall nützen alle gesicherten Netze des Landes nichts mehr. Und wer in diesem Umfeld agiert wird auch kein Problem haben sich einen gefälschten Pass zu besorgen, sollte man die Benutzer aller Internetcafes zu einer Anmeldung zwingen wollen. Die ganze Aktion ist also kurz gesagt nic ...

  • SkyLiner_360 am 19.01.2009 15:21:07

    Hmm und wenn die Mails vom Internetcafe aus schreiben? xD ...

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