Die Studie, welche von TNO durchgeführt wurde, gelangt nämlich zu dem Ergebnis, dass Filesharing die Wirtschaft sogar beflügeln würde. Konkret gehe man kurz- wie langfristig von bis zu 30 Prozent Wachstum aus.
Halten wir fest: Nach dieser Studie verliert die Content-Industrie durch Filesharing kein Geld. Sie geht auch nicht mit einem Nullsummenspiel aus dem Szenario hervor. Vielmehr beschert Filesharing der niederländischen Wirtschaft (und somit auch der Content-Industrie) einen nicht zu verachtenden Aufschwung. Ein interessantes Ergebnis, welches sicherlich für einigen Wirbel sorgen wird. Im Detail hält der 142 Seiten starke und downloadbare Bericht fest, zu welchen Ergebnissen man außerdem gelangt ist. So würde der durch Filesharing entstehende wirtschaftliche Vorteil der niederländischen Content-Industrie jährlich 100 Millionen Euro Mehr-Einnahmen bescheren. Auch würde der Datenaustausch den Menschen die Möglichkeit geben, sich mit verschiedensten Kulturgütern einzudecken, welche wiederum neue Werke entstehen lassen, die käuflich erworben werden können. Die Mehrheit der Filesharer würde nicht alles kaufen, was sie sich herunterlädt. Jedoch sei dieser enorme Zugang zu Medien eine Wohltat für die niederländischen Bürger. Natürlich ließe sich an dieser Stelle innehalten, um festzustellen: Wer herunterlädt, kauft also eben nicht. Wäre diese Möglichkeit genommen, würden die Betroffenen zu braven Käufern. Dem ist jedoch eben nicht so, wie die Studie herausfand. Demnach seien Filesharer genauso kauffreudig, wie Personen die über keinerlei P2P-Zugang verfügen. Bezüglich der Menge erworbener Werke gibt es keinerlei Unterschiede. Vielmehr sei es sogar so, dass Musik-Filesharer häufiger in Konzerte gehen würden, Spiele-Filesharer würden eher Spiele erwerben. Insbesondere im Bereich der Musikindustrie sei der Vorteil des Filesharings für unbekannte Bands enorm. Diese würden in einem erheblichen Ausmaß von der Technologie profitieren.
Natürlich befasst sich der Bericht auch mit der rechtlichen Lage rund um Filesharing. In den Niederlanden ist der Download von urheberrechtlich geschützten Werken nach wie vor legal. Der Upload ist - wie hierzulande auch - illegal. Unabhängig davon seien Anti-Piraterie-Organisationen jedoch auf dem falschen Weg, wenn sie versuchen, ein schärferes Urheberrecht von der Regierung zu fordern. Ein Großteil der Verluste der Industrie könne - so die Studie - auf andere Ursachen zurückgeführt werden. Einer der Hauptgründe bei Musik sei beispielsweise die schlichte Tatsache, dass Musik inzwischen viel stärker mit anderen Unterhaltungsformen konkurrieren muss. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via cyberc3.sjtu, thx!)
News Redaktion am Montag, 19.01.2009 20:22 Uhr
…, das Etikett des Diebstahls muss da endlich verschwinden.Das ist sowieso völliger Humbug: Man kann nicht stehlen, was an Menge beliebig oft ud ohne jeden Aufwand (bzw. jede Arbeitsleistung) repliziert werden kann. Immaterielle Güter lassen sich sowieso nicht stehlen. Die "Rau ...
Der Text enthält einen Fehler. Der Download ist auch hierzulande NICHT mehr legal. Und das doch seit Januar 2008, oder? ...
ok, meine persönliche Studie sieht kurz zusammengefasst so aus: Das ist wohl ein wichtiger Punkt. Der Markt ist einfach übersättigt, ständig werden neue Bands gepusht, alte Werke aus fehlender Kreativität remixed und einfach jeder Mist auf den Markt geworfen. Darunter leidet d ...
Öhm, … ich glaube es schon angedeutet zu haben, aber soweit ich das erkennen kann, steht die emotionale oder moralische Wertung von Filesharing (in welcher Form auch immer) als "gut" hier nicht zur Diskussion. Soll nicht heißen, daß man / du sie nicht einführen sollte oder dürfte, aber das müsste da ...
das Konsequenz bedeutet auch Holzwege zu Ende zu gehen, wenn man etwas für gut erklären will, dann bitte auch mit den richtigen Gründen! ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.