
ROG spricht in einer Pressemitteilung von einem "Klima der Straflosigkeit", das Verbrechen wie das am Montag geschehene begünstigt. "Die meisten Morde an Journalisten und Menschenrechtsaktivisten bleiben unaufgeklärt, die Täter entkommen straffrei," kritisiert die Organisation.
ROG ehrt die beiden Ermordeten als Kämpfer für ein demokratischeres Russland und für rechtsstaatliche Werte. "Wir würdigen den großen Mut der beiden Mordopfer: Markelow hat auch zahlreiche Journalistinnen und Journalisten vertreten - darunter die im Oktober 2006 erschossene Anna Politkowskaja sowie den im November 2008 attackierten Michail Beketow. Russland verliert einen kühnen Anwalt, der die Interessen von Opfern von Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien verteidigte. Die Journalistin Anastasija Baburowa berichtete unerschrocken über tabubehaftete Themen wie dem Ultranationalismus. Ihren Mut bewies die Journalistin auch, als sie versuchte, einzuschreiten, als Markelow niedergeschossen wurde", erklärt ROG. Genau in diesem mutigen Auftreten der Getöteten allerdings vermuten viele das Mordmotiv.
So ist es fraglich, ob die Forderung ROGs, "Die Behörden müssen die Täter dieser brutalen Morde finden und sie bestrafen. Nur so kann die Herrschaft der Straflosigkeit beendet und die Ermordung weiterer Journalisten, Anwälte und Menschenrechtsverteidiger in Russland verhindert werden," jemals erfüllt werden wird. Auch im Prozess um Anna Politkowskajas Tod geht ROG davon aus, dass keiner der Angeklagten zu den wirklichen Tätern gehört. (Annika Kremer)
Update:
Zusammen mit Amnesty International ruft Reporter ohne Grenzen am heutigen Mittwoch zu einer Mahnwache vor der Botschaft der russischen Föderation in Berlin auf, weitere Informationen gibt es hier.
News Redaktion am Mittwoch, 21.01.2009 15:59 Uhr
Es gibt mehr als genügend Fälle in denen unliebsame Reporter in Russland "entsorgt" wurden. Mich würde es nichtmal wundern, wenn die Familie zu der Aussage "geleitet" wurde. Auch wenn die Angeklagten nur Bauernopfer sein sollten, spiegelt der ganze Fall einfach nur die russische Rechtsmentaliä ...
Nun ja, die Familie des Opfers findet den Freispruch offenbar richtig, da sie die Angeklagten von vorneherein als "Baunernopfer" sah. ...
"Angeklagte im Mordfall Politkowskaja freigesprochen" wäre hätte es gedacht.. ist nunmal Russland, da wird kritisches einfach "beseitigt" und niemand hat was gesehen ...
Warum sollte die Regierung was machen? Läuft doch super für die. Haufenweise Systemkritiker und sonstige "Gefährder". ...
Wenn die Machthaber dem Ganzen kein Ende machen wollen, muss man vielleicht den Machthabern ein Ende machen. Also, nur so ein Gedanke. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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