
Es scheint wie eine kleine Revolution, dass die Britannica nun Nutzer enger an sich binden möchte. Offiziell wird der Schritt, das Nachschlagewerk auch durch einzelne Autoren ändern oder erweitern zu lassen, damit begründet, dass in letzter Zeit immer mehr Vorschläge und Korrekturen von Nutzern eingebracht wurden. Der Präsident der Britannica Jorge Cauz sagte, dass sie nicht vorhaben, zu einem Wiki zu werden. "Nutzer werden nicht in der Lage zu sein, alles was sie schreiben veröffentlicht zu sehen. Jeder Beitrag wird von unserem Redaktionsteam verifiziert und auf die Sachlage hin überprüft." Und diese Redaktion besteht aus immerhin 2500 - 4500 Personen. Als besonderer Anreiz kann genannt werden, dass die Autoren einzelner Artikel auch im Druckwerk, welches alle 24 Monate neu erscheint, genannt werden sollen.
Die Britannica wird vor allem von Wissenschaftlern genutzt. Während die Wikipedia 6 Millionen Pageimpressions pro Tag verzeichnen kann, sind es bei der Britannica "nur" 1,5 Millionen. "Viele der Top-Universitäten weltweit haben Zugang zu unserem Wissen. Wir möchten, dass viele der Experten von dort zur Qualität der Britannica beitragen können und die Inhalte verbessern helfen. Ich denke, in Zukunft wird es in jedem Mediensegment so sein, dass es eine symbiotische Bezeihung zwischen Leser und Redakteur geben wird", so Cauz.
Ganz ohne einen Seitenhieb auf die Wikipedia ging es dann doch nicht: "Wikipedia trägt dazu bei, dass Informationen weit verbreitet werden und viele Leute sind damit als einzige Referenzquelle auch zufrieden - sowie viele Leute auch damit zufrieden sind, jeden Tag bei McDonalds essen zu gehen."
Währendessen will man bei Wikipedia in Kürze darüber abstimmen lassen, ob die Inhalte der freien Enzyklopädie zukünftig unter einer Creative Commons Lizenz, statt wie aktuell der GFDL-Lizenz, veröffentlicht werden. Dazu möchte man in einem ersten Schritt alle Autoren, welche vor dem 12. Januar 2009 mindestens zehn Beträge verfasst haben, zur virtuellen Wahlurne bitten. Sollten sich mehr als 50 Prozent für den Wechsel aussprechen, geht dieses als Antrag an das "Board of Trustees", welches nochmal darüber zu entscheiden hat. Die Abstimmung wird vom 9. Februar 2009 bis zum 9. März 2009 stattfinden. (020200) (via Times Online, Golem, thx!)
News Redaktion am Freitag, 23.01.2009 02:04 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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