Was haben die Deutschen zwischen 1933 und 1945 in den Zeitungen gelesen? Und was können wir heute zwischen den Zeilen der NS-Blätter lesen? Mit diesen Fragen werben die Initiatoren für das Projekt "Zeitungszeugen", das seinen Lesern anhand von originalgetreuen Nachdrucken von Zeitungen aus der Nazizeit das damalige Leben näherbringen soll. Sowohl Blätter des NS-Regimes als auch solche von dessen politischen Gegnern sollen so, mit einer Startauflage von jeweils 300.000 Stück, Interessierten einen neuen Zugang zur Geschichte ermöglichen.
Nun jedoch sollen die Veröffentlichungen schon wieder eingestellt werden. Das bayerische Finanzministerium teilte gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel Online mit, es habe "untersagt, dass im Rahmen der Zeitung 'Zeitungszeugen' nationalsozialistische Zeitungen veröffentlicht werden". Die Lizenzrechte für einige der damals herausgegebenen Zeitungen gingen nach Kriegsende an den Freistaat über und fallen damit heute in den Verantwortungsbereich des bayerischen Finanzministeriums. Diesem wird nachgesagt, dass es, wie SPON schreibt "eine restriktive Politik" betreibt und Abdruckgenehmigungen im In- und Ausland meist nicht erteilt. Die Begründung: Man wolle einerseits verhindern, den Opfern des Holocausts weiteres Leid zuzufügen, und andererseits eine weitere Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts verhindern.
Nun soll nicht nur der Abdruck weiterer historischer Zeitungen verhindert werden, sondern es sollen auch die bereits gedruckten Exemplare wieder eingezogen und von Seiten der Verantwortlichen eine Unterlassungserklärung abgegeben werden. Die Herausgegeber haben offensichtlich bereits mit einer derartigen Entwicklung gerechnet und teilten SPON mit, sie wollten es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen. (Annika Kremer)
(via Spiegel Online, thx)
Update:
Laut Spiegel Online wurden einige der Materialien mittlerweile auf Anordnung des Amtsgericht München beschlagnahmt. "Wer sich trotz eines ausdrücklichen Verbots der Bayerischen Staatsregierung zu einer derartigen Veröffentlichung entschließt, zeigt, dass ihm die nötige Sensibilität im Umgang mit Geschichte und Recht fehlt. Diese ganz bewusste Provokation macht es unvermeidlich, in ein so hohes Gut wie die Pressefreiheit eingreifen zu müssen," kommentierte die bayerische Justizministerin Beate Merk das Geschehen.
News Redaktion am Samstag, 24.01.2009 02:28 Uhr
Ich würd zumindest gern mal erfahren, was am 25.03.1933 in den Zeitungen stand.. Hier haben wohl irgendwelche Leute Angst, das die Wahrheit.. ins >rechte< Licht gerückt werden könnte.. (: ganz ...
Ich auch der Meinung das alte Zeitungen jedem zugänglich sein sollten der sich informieren will, nur eben nicht auf Basis einer Medienkampangne. Da hab ich leider andere Erfahrungen mit unserer Jugend gemacht. Sie brauchen leider doch nen Erklärbär an ihrer Seite. Ich hab Schulklass ...
Bei mir im Bahnhofsbuchhandel noch ein dicker Stapel. Vor 2 Tagen verboten und heute immer noch im Handel? Bei Hitler wäre das nicht passiert! :D Wo es nicht mehr zu haben ist, ist es möglicherweise ausverkauft. Noch ein Wort zur Zwangsvorstellung, solche Zeitungen könne man nur kommentiert auf di ...
Hier war alles weg... ...
wie gut das ich in der tankstelle nebenher arbeite und da noch ein exemplar war^^. wurde noch net zurück geschickt :P. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.