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Freiheit statt Angst: Veranstalter zufrieden

Vor etwa einer halben Stunde ging in Berlin die Großdemonstration "Freiheit statt Angst" gegen Überwachung und Zensur zu Ende. Die Demo wurde von den Veranstaltern als "großer Erfolg" gewertet.

Die Veranstalter, ein Bündnis von 167 Organisationen aus beinahe allen gesellschaftlichen Gruppen, betonten, der Erfolg sei um so höher zu bewerten, weil eine Woche nach der Anti-Atom-Demonstration abermals so viele Menschen mobilisiert werden konnten. "Das zeigt uns, dass die Menschen keinesfalls politikverdrossen sind - sie haben nur kein Vertrauen in die herrschende Politik", erklärte Rena Tangens vom Presseteam des Veranstalter-Bündnisses. "Jetzt müssen die neuen Überwachungsgesetze wie die Vorratsdatenspeicherung endlich wieder abgeschafft werden, sowohl national wie auch europaweit."

Ganz so viele Menschen wie im vergangenen Jahr, als mehrere 10.000 Menschen in Berlin für "Freiheit statt Angst" demonstrierten, konnte man allerdings diesmal nicht mobilisieren. Unabhängige Quellen sprechen von rund 15.000, die Veranstalter von gut 20.000 Teilnehmern. Die Polizei schätzt wie üblich etwas konservativer und geht von etwas mehr als 10.000 Demonstranten aus.

Auch einige organisatorische Pannen und Querelen im Vorfeld trübten das Bild etwas. Trotzdem gelang es heute bei strahlend schönem Wetter, die politischen Inhalte in den Vordergrund zu rücken. Neben dem Datenschutz, der schon auf den Vergangenen "Freiheit statt Angst"-Demonstrationen stets Thema war, ging man diesmal auch gegen die von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Netzsperren auf die Straße. "Eine Politik die uns, die Bürger dieses Landes, in erster Linie als potenzielle Terroristen, Kinderschänder oder Amokläufer sieht, zerstört die Grundlagen unserer Demokratie", sagte Franziska Heine auf der Abschlusskundgebung. Heine initiierte im Frühjahr dieses Jahres die Onlinepetition gegen Netzsperren an den Bundestag.

Parallel zur Demonstration in Berlin fanden im Rahmen eines internationalen Aktionstages auch in mehreren anderen Ländern Demonstrationen, öffentliche Anhörungen oder Aktionstage statt, so etwa in Tschechien (wo gleich zum Auftakt der Aktionswoche ein Haus besetzt wurde), in Schweden, Finland, Großbritannien, Slowenien, Österreich und auch in Guatemala. In Bulgarien wurde demonstriert, um die Menschenrechte in der digitalen Welt zu verteidigen. (Annika Kremer)

(Bildquelle: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, thx!)

News Redaktion am Samstag, 12.09.2009 20:18 Uhr

Tags: demonstration privatsphäre arbeitskreis vorratsdatenspeicher freiheit statt angst freedom not fear protest Überwachungswahn berlin überwachung

 
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37 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • eliveo am 16.09.2009 14:52:55

    Ja eben. Die Demonstration verlief trotz dieses Zwischenfalls relativ gut, oder? Gut, immerhin gab es ja eine Anzeige gegen die "Prügelpolizisten". ...

  • alexurus am 14.09.2009 03:49:38

    Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Lautsprecherwagens kam es seitens mehrerer Teilnehmer zu massiven Störungen der polizeilichen Maßnahmen. Nach "massiver Störung" sieht das aber nicht aus: http://www.youtube ...

  • messmachine am 13.09.2009 17:18:02

    Die entsprechenden Beamten wurden mittlerweile identifiziert und es wurde ein "Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt" eingeleitet. Quelle Polizeipresse: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/138631/index.html Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Lautsprech ...

  • messmachine am 13.09.2009 15:20:25

    Und noch n Foto: http://erdgeist.org/dsc_0345.jpg ...

  • 4lCapwn am 13.09.2009 13:41:56

    Keine schlechte Idee und das beste es funktioniert sogar! Eine andere Methode wäre das zensieren nur das bringt einige Probleme. 1. Artikel 5 des GG wird missachtet 2. Kipobetreiber werden vorgewarnt. 3. Echte Konsumenten(nicht Zufallsfinder) kommen problemlos an den Sperren vorb ...

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