
Noch im Dezember hatte Kreidler mit seiner Aktion "Call Wolfgang" im Netz für viel Aufsehen gesorgt. Dabei handelt es sich um eine Installation, bei der zwei Computer automatisch via Skype miteinander kommunizieren. Er verwendet dabei jede Menge terroristischer Vokabeln, die zumeist unverständliche Kommunikation verläuft unter anderem über den Iran. Beide Faktoren dürfte das Interesse zahlreicher Mitarbeiter der Geheimdienste auf sich ziehen.
Das BKA hat mittlerweile gegenüber Journalisten jede Auskunft verweigert. Sie würden sich angeblich nicht für Kunst interessieren. Sein neues Video "Charts Music" ist mithilfe der Software Songsmith entstanden. Dies ist Kreidlers ganz persönlicher Billion-Dollar-Song zur Finanzkrise, ein vorfinanzierter Hörsturz. Wie sagt man so schön: Die schönsten Melodien schreibt eh das Leben selbst! Jeder Mensch ist ein Künstler - so also auch die Politiker, Manager, GIs und Banker: Melodien für in den Sand gesetzte Millionen. Und Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für die Kunst, glaubt Kreidler. Stark ansteigend ist dagegen beispielsweise die Anzahl gefallener Soldaten im Irakkrieg, der Aktienkurs des deutschen Waffenherstellers Heckler & Koch, die Staatsverschuldung und auch die Arbeitslosenquote der USA.
Fazit: Sein neuester Song ist sicher kein Chartkiller. Man kann sich damit allerdings die Krise sehr deutlich auditiv wie visuell vor Augen und Ohren führen. Johannes, thank you for the music! Natürlich konnte es der Künstler am Ende seines Videos nicht unterlassen, noch einen Seitenhieb an die GEMA auszuteilen. However. Listen to this song. Relax, dance, sing, share and enjoy. Die Aktion "Charts Music" macht aktuell seinen Weg durch's Netz. In nur zwei Tagen haben sich über 6000 Besucher das gute Stück angesehen. Kreidler bedankt sich bei allen Werbetreibenden und bemerkt, dass die US-amerikanischen Besucher seinem Werk so überhaupt nichts abgewinnen können. Er hat nach einigen Angaben diesbezüglich einige zornige E-Mails erhalten und reagiert höchst verständnisvoll: "Ich hatte noch überlegt, zur Irritation die US-Hymne einzubauen oder am Ende Obama einzublenden, der alles heile macht, aber hab's mir doch verkniffen." Gute Entscheidung! Bei vielen Amis mag das Video auch ohne Hymne schon bedrohlich genug ankommen.
Update:
Zur Tragödie der Talfahrt des Kurses von Warner Music bemerkte Kreidler ironisch in einem Beitrag für den Rundfunk, dass ihn die Musikindustrie für diesen Diebstahl "ihrer Melodie" ja verklagen könnte. Es dauerte nicht lange und bei ihm flatterte diesbezüglich die erste E-Mail rein. Der Absender wies ihn freundlich darauf hin, dass es zumindest theoretisch möglich sei, dass der Aktienkurs einer Firma tatsächlich ihr geistiges Eigentum darstellt. Es passierte, was sicher nicht oft vorkommt: Kreidler fehlten die Worte. Ob Aktienkurse urheberrechtlich geschützt sind, bleibt aber zweifelhaft. In dem Fall hätten alle Anleger gleichermaßen ein Anrecht darauf, beeinflussen sie doch alle den Verlauf des Kurses.
Im g:b fiel dem Künstler der Vorschlag von FionaOfAmber auf, man könnte bei der Sendung "Wetten, dass..?" eine neue Wette einführen, bei der der Kandidat alle Unternehmen alleine an den Tönen ihrer Aktienkurse erkennen würde. Besser als die kürzlich durchgeführte Stinke-Wette mit den Tierpflegern, die ihre Schützlinge an ihrem Kot erkannt haben, ist die Idee allemal. Die Einschaltquoten der Öffentlich Rechtlichen würden sich ebenfalls für eine Wette eignen, schlug Kreidler auf seiner Webseite vor. Ja, aber wenn die Töne immer nur weiter in den Keller gehen, ist das auf Dauer auch recht langweilig. So zumindest können wir die Einschaltquoten von ARD & ZDF nicht steigern. (Ghandy)
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Johannes Kreidler: Charts Music, der inoffizielle Song zum Börsencrash.
News Redaktion am Donnerstag, 29.01.2009 17:04 Uhr
noch ein Update von gestern: "Charts Music Reactions #4 In einer noch zu verifizierenden Mail droht mir ein Anwalt wegen Rufmords an der deutschen Waffenfirma Heckler & Koch, die in den Irakkrieg exportiert und deren steigenden Aktienkurs ich vertont ...
Quelle: kulturtechno.de Die neuesten Reaktionen auf seine Aktion. Kreidler schrieb: "Aus meinem Postfach: - Ein Emailschreiber möchte die Lehman Brothers irgendwo in der Kategorie “Beste Pop-Newcomer” nominieren. - xxxxxx@t-online.de: “70200 reicht ihnen wohl nicht mehr, jet ...
Was die Börse betrifft: Geht wohin ihr wollt für eure blöden Warez und hört bitte endlich auf rumzujammern. Das Netz ist voller Alternativen, das Thema nervt echt auf Dauer! ...
Tja so einen Abschiedsong hätte die Börse auf Gulli auch gebraucht :o ... als die Welt-Wirtschaft-Warez-Krise hier einbrach. Sowas? http://www.big-boards.com/img/graphs/npvy583.png Quelle: http://www.big-boards.com/board/583 ...
Und auf die Flecken, die mein Wodka-Kirsch auf meinem weißen T-Shirt hinterlässt.... :rolleyes: ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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