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W32/Mytob: Wurm-Infektion wäre leicht zu vermeiden gewesen

Der Mytob-Wurm hatte über 4,700 Rechner in drei Londoner Krankenhäusern lahmgelegt. Ein nun veröffentlichter Report bestätigt, dass die Infektion auf einfachste Weise zu verhindern gewesen wäre.

Mit der Infektion des Schädlings Mytob hatten die Krankenhäuser St. Bartholomews, das Royal London Hospital und das London Chest Hospital in der Vergangenheit hart zu kämpfen. Der Mass-Mailing-Wurm, welcher auch unter der Bezeichnung MyDoom bekannt ist, konnte sich dort auf insgesamt 4.700 Computern einnisten und seinem schadhaften Wesen frönen. Damals hieß es, dass die sensiblen Daten keiner Gefahr ausgesetzt waren. Nichtsdestotrotz mussten einige der Patienten an andere Einrichtungen verwiesen werden.

Nach der Unterwanderung der Systeme wurde eine IT-Fachkraft mit der Analyse der Problemsituation beauftragt. Aus sicherheitstechnischen Gründen durfte man diesen Report zwar nicht an die Öffentlichkeit bringen, aber eine Zusammenfassung über die Eckpunkte gibt dennoch einen gewissen Einblick. Dabei ist die Rede von einer groben Fahrlässigkeit hinsichtlich der installierten Antiviren-Lösungen. Zwar wurden die Produkte regelmäßig mit den aktuellsten Viren-Signaturen versorgt, aber auf einigen der Systeme sei die Software nicht ordnungsgemäß konfiguriert gewesen.

Dieser Sachverhalt erklärt auch, warum ein Schädling, der in seiner Grundforum schon seit dem Jahr 2005 im Internet sein Unwesen treibt, in die Systeme eines Krankenhauses eindringen konnte. Der Bericht kommt außerdem zu dem Schluss, dass dieser Zwischenfall keine Bedrohung für das Wohlergehen der Patienten dargestellt habe. Allerdings hätte sich das Schauspiel auch in eine gänzlich andere Richtung entwickeln können. Für die weitere Zukunft wollen die Hospitale auf eine bessere und straffere Sicherheitspolitik in ihren Häusern setzen. (gS-)

(via PCWorld)

News Redaktion am Montag, 02.02.2009 18:29 Uhr

tagsTags: großbritannien malware england infektion schädling mydoom krankenhaus mytob virus wurm

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • gS- am 03.02.2009 17:11:10

    Die Infektion wäre wirklich leicht zu vermeiden gewesen: Solche Rechner gehören nicht ans Internet! So einfach ist das. Ein abgeschottetes LAN mit den Rechnern und sensiblen Daten und ein paar davon abgegrenzte PCs mit Internet. Die können auch gerne verseucht werden. Mir ist auch sc ...

  • ADI64 am 03.02.2009 16:29:27

    Die Infektion wäre wirklich leicht zu vermeiden gewesen: Solche Rechner gehören nicht ans Internet! So einfach ist das. Ein abgeschottetes LAN mit den Rechnern und sensiblen Daten und ein paar davon abgegrenzte PCs mit Internet. Die können auch gerne verseucht werden. Mir ist auch schleierhaft, w ...

  • gS- am 03.02.2009 12:05:39

    @tttt: *In freudiger Erwartung einer genaueren Aussage zum Hintergrund Deiner Aussage*. Wo da genau der Haken war, ist leider nicht bekannt. Aber offiziell ist das eben der Fehler. ...

  • epiphora am 02.02.2009 20:47:17

    @tttt: *In freudiger Erwartung einer genaueren Aussage zum Hintergrund Deiner Aussage*. ...

  • tttt am 02.02.2009 20:35:43

    Da fragt man sich doch, wer hier versagt hat. Was bedeutet denn „nicht ordnunsgemäß konfiguriert“? Ist das wirklich ein Versagen des Installateurs (oho) oder wie kann man sich das vorstellen? Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man Software so konfigurieren kann, dass sie ...

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