Die Themen auf dem Kongress waren unter anderem ID-Diebstahl, Man in the Middle-Attacken, Missbrauch von Kindern und Frauen und sonstiger Betrug in Internet. Geladen waren hochrangige Vertreter von INTERPOL, T-Systems, Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Peter Schaar, Staatsanwälte und der Bremer Innensenator. Man soll dabei zum gemeinsamen Ergebnis gekommen sein, die Folge der finanziellen wie personellen Mängelerscheinungen wäre eine zunehmende Reaktionsunfähigkeit des Staates. Nicht mehr die Bekämpfung, lediglich eine Kriminalitätsverwaltung wäre die Folge.
Die Wirtschaft soll Verantwortung übernehmen und die Ermittler gezielt bei ihrer Arbeit unterstützen. Weiterbildungszentren bei Polizei und Justiz sollen aufgebaut und Beamte geschult werden. "Eine wirksame Bekämpfung der Internetkriminalität erfordert die Schaffung von Kompetenzzentren bei Polizei und Justiz sowie die feste Verankerung von Internet-Fachwissen in der dortigen Aus- und Weiterbildung", so Dr. Matthias Leonardy, der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU).
Getauft wurde das Vorhaben auf den Namen Public Private Partnership. Was die GVU für den Bereich der Urheberrechtsverletzungen darstellt, soll die Wirtschaft jetzt im großen Rahmen für alle anderen Delikte im Web stemmen. Bei den Zuhörern sollen die Vorschläge zumindest auf Interesse gestoßen sein.
gulli meint:
Doch bei allem guten Willen und der berechtigten Forderung nach mehr Mitteln - die alles entscheidende Frage dürfte sich vielen Lesern bereits aufgedrängt haben. Was haben Vertreter der Wirtschaft so auch der GVU bitteschön in diesem Bereich zu suchen? Nichts! Denn im Rahmen der klassischen Gewaltenteilung nach Montesquieu werden die Organe der Privatwirtschaft nicht der Exekutive zugerechnet. Sollte die so genannte vierte Gewalt im Staat künftig nicht mehr die freie Presse sondern beratende Funktionsträger der Wirtschaft und deren gefüllte Geldsäckel darstellen? Es scheint fast so, zumindest wenn es nach den Vorstellungen der GVU gehen sollte. Den Vertretern der Industrie dürften die Pläne indes sehr gefallen, könnte man so den eigenen Einfluss deutlich erweitern. (Ghandy)
(via gvu.de, thx!)
(Bildquelle: bdk.de, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 05.02.2009 00:10 Uhr
Gute Idee. :T Was spräche dagegen? Das fragt ein (nach der heutigen Meldung "noch") Anwalt. Ehrlich Herr Gravenreuth, solch eine Frage sollte von einem Anwalt nicht einmal ironisch gestellt werden. Die Grundprinzipien unseres Rechtssystems sprächen dagegen. Was hat sich ...
Gute Idee. :T Was spräche dagegen? Rechtsstaatlichkeit? Nebenbei: Sie sollten ihre Mandanten nicht wissen lassen, dass sie die Selbstjustiz befürworten. Könnte nicht so gut kommen. ...
Lynchjustiz... Hallelujah! ...
Na Gravenreuth. Schonmal daran gedacht mehr als die Überschrift zu lesen? ...
Die Beteiligten der 3. Sicherheitsgespräche in Berlin sollen sich allesamt über zu wenig Mittel, einen schlechten Stellenschlüssel und zu unterschiedliche Aufgabenbereiche beklagt haben. Die Teilnehmer kamen aus den Bereichen der Polizei, Staatsanwaltschaften, der Wirtschaft und ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.