
John Markoff von der New York Times stellt in der elektronischen Ausgabe der bekannten Zeitung eine elementare Frage.
Ist das uns bekannte Internet "am Ende" und sollte völlig neu gestartet werden, weil es von illegalen und rechtswidrigen Inhalten nur so wimmelt? Ein verrückter Gedanke, wie man meint. Insbesondere sobald man erfährt, wie Markoff über das "neue Internet" im Vergleich zum Jetzigen denkt. "Es gibt eine steigende Anzahl an Technikern und Sicherheitsexperten, die der Meinung sind, dass Internetsicherheit und Privatsphäre so trügerisch geworden sind, dass nur ein kompletter Neuanfang dieses Problem beheben könnte. Wie dieses neue Internet aussieht, wird bislang weitläufig debattiert, aber eine Alternative [...] wäre eine geschlossene Gemeinschaft, in welcher die Benutzer ihre Anonymität und bestimmte Freiheiten aufgeben, um Sicherheit zu erhalten. Heutzutage ist dies bereits bei vielen Firmen und Regierungsorganen der Fall. Wenn sich ein neues und sichereres Netzwerk weitläufig durchsetzt, würde das jetzige Internet zur schlechten Nachbarschaft im Cyberspace werden. Man würde dies auf eigene Gefahr hin betreten und müsste immer auf der Hut sein, solange man dort ist."
Freiheiten aufgeben, um Sicherheit zu erhalten. Diese Floskel klingt manchem deutschen Bürger nicht so unbekannt. Vielerorts ist es so, dass gerade die Anonymität den Menschen die Möglichkeit gibt, sich auch kritisch über bestehende Situationen zu äußern. Natürlich könnten die User des "neuen Internets" wohl nach wie vor in die "schlechte Nachbarschaft" eintauchen. Aber wer würde dies - nach entsprechender medialen Propaganda - noch riskieren? Wohl niemand, ist es doch auf der guten Seite des Internets so ansprechend. Wer dort dann entscheiden soll, was angemessene und akzeptable Inhalte sind, steht wohl auch noch in weiter Ferne. Hoffentlich wird dies auch lange so bleiben. (Firebird77)
(via nytimes, thx!)
(Bild via internet-sicherheit, thx!)
News Redaktion am Montag, 16.02.2009 20:23 Uhr
Sorry Leute, aber ich finde die Idee geil! Ein "sicheres" und ein "unsicheres" Netz. Dann haben die ganzen Gutmenschen ihr tolles zensiertes Net und alle die gerne anonym bleiben nutzen die Anarchie des bösen Terroro-Netzes xD Ich fänds genial :) ...
Zurück in die Steinzeit :T ...
Freiheiten aufgeben, um Sicherheit zu erhalten ja klar. leute wann wacht ihr endlich auf? in nen paar jahren wird es heissen: "gibt eure freiheiten auf um sicherheit vor den bösen unsichtbaren terroristen zu erhalten. lasst euch alle RFID chips implantieren u ...
Das fiel mir dazu ein 16-jähriger Wiener startet zweites Internet ...
würde definitv unglaublich viel kosten sparen dank wegfall von spam, durchsetzen wird es sich allerdings ohne warezmöglichkeit niemals! ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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