
Im Australian-IT sorgt ein jüngst veröffentlichter Artikel für hitzigen Gesprächsstoff. Verfasst wurde dieser von Clive Hamilton, welcher als Professor für Public Ethic an der Charles Sturt University tätig ist.
Der Artikel beginnt mit der Feststellung, dass die australischen Filterungspläne darauf abzielen würden, Kindern den Zugang zu pornografischen Inhalten im Netz zu verwehren. Im weiteren Verlauf führt er aus, dass die Debatte rund um die Filterung sich um weit mehr als nur Pornografie drehe und inzwischen sogar auf die Gegenseite eingehe, welche es als akzeptabel betrachtet, wenn Kindern auch zu diesen Inhalten freien Zugang hätten. Dabei verzichtet er kontinuierlich auf das markante Detail, dass man auch P2P-Traffic mit dem Filter blockieren wollte, die Thematik Pornografie hierbei also viel mehr das Mittel zum Zweck wurde. Um von diesem Detail abzulenken, attackiert er die Electronic Frontier Foundation aufs heftigste. Diese "repräsentieren die extremistischste Form von Internet-Liberalismus".
Um die Filterung zu rechtfertigen, hangelt er sich hierbei kontinuierlich an der Thematik Pornografie entlang und neigt dabei sogar zu einer sehr gewagten Äußerung: "Glücklicherweise leben wir nicht in dem Typ von Gesellschaft, die von der Electronic Frontiers Australia favorisiert wird. Wir leben in einer Demokratie in der Bürger ihre Regierungen bitten, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um bestimmte Inhalte, die als schädlich für den Einzelnen oder die weitere Gemeinschaft betrachtet werden, zu verbieten."
Es ist nicht bekannt, dass das australische Volk nach einer staatlichen Zensurmaßname für pornografische Inhalte im Web verlangt hätte. Das Weltbild scheint sich hier also bereits sehr starr geprägt zu haben, wie man es sonst nur aus anderen Kreisen - denen man Extremismus unterstellen könnte - gewohnt ist. So gäbe es zwar durchaus Grauzonen bei dieser Debatte, aber der Großteil der diskutierten Inhalte sei entweder bei schwarz oder bei weiß einzuordnen. "Ich habe keine grundsätzliche Bedenken das Internet zu zensieren, auf dieselbe Weise, wie dies auch mit anderen Medien geschieht und ich finde, dass die Mehrheit der Australier zustimmen würde. Sicherlich insbesondere die Eltern von Teenagern." Würden diese wirklich zustimmen? Es wäre auch spannend zu erfahren, welche anderen Medien er mit seiner Aussage beschrieben hat. Ob er gar eine aktive Zensur der Presse befürworten würde? (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
(Bild via australianit.news, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 17.02.2009 18:43 Uhr
wenn man vom territorialprinzip des staates ausgeht, dann wäre eine internetzensur logisch, wenn nicht unumgänglich, da der staat sonst keine kontrolle hat, was auf seinem staatsgebiet geschieht. wer zb an einem pokerspiel mit geldeinsatz teilnimmt, der verstösst gegen deutsches recht. jeder porn ...
und das schlimme: dank seinem professoren titel hört man ihm auch noch zu. :rolleyes: ...
Ich bemitleide jeden, der diesem Professor ernsthaft zuhören muss. ...
Wieso "eine Zensur der Medien befürworten würde?" Die Zensur der Medien findet bereits statt! Ob nun staatlich verordnet (z. B. Berichterstattung aus Krisengebieten, die mit den Militärs und Politikern abgestimmt wird, siehe den ZDF Korrespondenten, der in die Schweiz "übergelaufen" ist) oder i ...
Oh ja, Internet filtern und Geld für Kindergärten, Schulen, Unis kürzen. Man merkt wie sie sich um die Kinder kümmern:T ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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