
Twittern tun viele, doch was passiert, wenn ich eine Twitternachricht in einer Film-, Buch- oder Fernsehproduktion nutzen will? Welchen urheberrechtlichen Status hat diese privat-öffentliche Kommunikation im Netz? Diese und ähnliche Fragen stellte sich Andy Clarke, der zusammen mit Brian Suda nun TwitterCC anbietet. Ein Service, mit dem man Twitter-Nachrichten unter CC-Lizenzen stellen kann, sowie überprüfen kann, ob jemand seine Inhalte unter dieser Lizenz zur Verfügung stellt. Weiteren "15 Minutes of Fame" sollte mit TweetCC also nichts mehr im Wege stehen.
Creative Commons steht bekanntlich für Share and Remix - oder aber auch für unkomplizierten Umgang mit Inhalten, ohne dabei den Urheber durch Nichtnennung "betrügen" zu müssen. Wie komplex das "alte" Urheberrecht in der Anwendung sein kann, zeigt nämlich der Fall, den Andy Clarke selbst erfahren musste. Er wollte authentisches Material aus dem Internet auf einer DVD für ein Buchprojekt über Webdesign nutzen. Sein Verlag aber verlangte für jeden einzelnen Inhalt aus dem Netz, welcher auf der DVD erscheinen sollte, eine Rechteklärung. Konkret bedeutete dieses für Clarke, dass er für jeden einzelnen Tweet ein Einverständnis des Urhebers benötigt.
Zunächst suchte er Freiwillige für sein Projekt via Twitter, dachte sich aber, es müsste doch auch einfacher gehen. So beschloß er, einen Lizenzierungsdienst ins Leben zu rufen. Mit TwitterCC kann man nun deutlich machen, dass eigene Twitter-Meldungen unter einer CC-Lizenz veröffentlicht werden. Dabei ist das Prinzip sehr einfach. Man schickt eine Nachricht mit "@tweetCC" über seinen Account, in welcher man die gewünschte Lizenz festlegt. Auf der TweetCC-Webseite lässt sich über eine einfache Überprüfung des Nutzernamens feststellen, ob die Nachrichten des betreffenden Accounts einer Lizenz unterstellt sind - oder eben keine Angaben gemacht wurden. (020200)
(via Wired, thx!)
News Redaktion am Sonntag, 22.02.2009 03:21 Uhr
Schaden tuts bestimmt nicht. Damit kann man sich selbst und anderen Leuten viel Ärger&Arbeit ersparen, falls man seine Tweets unter CC stellt. Und wer die CC nicht so mag, sollte es doch immerhin tun um diesen ganzen Rechtsverdrehern eins auszuwischen. ...
Eine sinnvolle Neuerung im Copyright-Sumpf. So gibt es weniger Rechtsfragen und -schwierigkeiten wenn man denn doch mal auf eine interessantere Botschaft (#spectrial? ;) ) stößt. Schadet in jedem Fall nicht. ...
Naja, es soll ja auch Menschen geben, die über Twitter nennenswerte Neuigkeiten bekannt geben. Denn auf eine 'Was ich gerade esse'-Meldung braucht man nicht unbedingt eine Lizenz. ...
Imho Wieder etwas aus der Kategorie: "Dinge die die Welt nicht brauch." Aber wenns denn Spaß macht.:T ...
Mithilfe von TweetCC kann man seine Kurznachrichten nun mit der Creative Commons Lizenz versehen. Twittern tun viele, doch was passiert, wenn ich eine Twitternachricht in einer Film-, Buch- oder Fernsehproduktion nutzen will? Welchen urheberrechtlichen Status hat diese privat-öffentliche Ko ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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