
Künstler sollen zwar für ihre Arbeit entlohnt werden, allerdings sollte man seiner Meinung nach aufhören, gegen die Technologie der Zukunft vorzugehen. Einige Personen verhalten sich so, als wenn sie gegen die Einführung von Farbfernsehern oder Musikkassetten kämpfen würden.
Filesharing sei ein großartiger Weg um Musik zu jeder Tages- und Nachtzeit entdecken und nutzen zu können. So wie das Fernsehen das Radio nicht getötet hat, das Web das Buch nicht gekilled hat, so werden auch die Downloads die Musikindustrie nicht umbringen. Die reine Blockade der Filesharingportale durch die ISPs oder die Verfolgung der Downloader ist seiner Meinung nach keine Alternative. "Das Web ist genial zur Verbreitung von Musik und anderen Künstlern." Man müsse sich allerdings Gedanken machen und diskutieren, wie man durch demokratische und progressive Technologien sicherstellt, dass auch das Einkommen der Künstler gewährleistet ist. Als Positivbeispiel nennt er Radiosender, die in seinem Heimatland durch Werbung und öffentliche Gelder finanziert werden.
Als weiteres Beispiel für konstruktive Lösungen erwähnt er das Projekt Spotify. Hierbei wird in Zusammenarbeit mit Universal, EMI, Warner Music und Sony BMG versucht, P2P-Techniken zum Nutzen der Kunden und der Industrie einzusetzen: Konsumenten kommen schnell und preisgünstig an ein unschlagbar großes Repertoire an Musik. Die Rechteinhaber verdienen an den Downloads und können Merchandise-Artikel, Konzertkarten etc. vertreiben. Zusätzlich bekommen sie umfangreiche Statistiken zur Verfügung gestellt, die ihnen eine detaillierte Auskunft über die Popularität ihrer Künstler gibt. Aktuell darf man Spotify leider nur in Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich und Spanien nutzen. Dieses Angebot wäre aber auch in das Programm seiner Partei eingeflossen.
"Die SV untersucht die Möglichkeiten, nicht kommerzielles Filesharing von Musik durch Privatpersonen zu legalisieren, in Kombination mit einem Lizenzmodell. Langfristig soll geprüft werden, ob dieses Modell auch auf andere Medientypen angewendet werden kann." Solhjell geht davon aus, dass sowohl Künstler als auch Konsumenten davon profitieren würden. Die Kulturflatrate als Lösungsansatz? Im Gegensatz zum gegenwärtigen AbmahnWahn in Deutschland oder der geplanten europaweiten Sperrung der RaubMordKopierer durch Three-Strikes-Gesetze wäre dies natürlich eine verheißungsvolle Alternative.
Indes bleibt abzuwarten, ob es bei seinem Blogeintrag bleibt, oder die Pläne auch in die Tat umgesetzt werden. Das wird indes nicht alleine von Bård Vegar Solhjell abhängen. (Ghandy)
(via musik-klarmachen-zum-aendern.de, thx!)
News Redaktion am Montag, 23.02.2009 09:51 Uhr
Film via p2p downloaden, brennen und verkaufen, möglicherweise? Das wäre dann doch Fileselling :confused: ??? ...
Wenn ich mittlerweile schon für Rohlinge, USB Sticks, etc. auf die ich meine privaten Daten gebe, Urheberrechtsabgaben zahle, wieso sollte ich dann noch extra für Film & Musik bezahlen? nach Logischen denken nix mehr ;) ...
Und wenn wir hier im deutschen gulli:board ganz fest an Norwegen glauben... dann dürfen die sharen? :) 'So wie das Fernsehen das Radio nicht getötet hat, das Web das Buch nicht gekilled hat, so werden auch die Downloads die Musikindustrie nicht umbringen.' - ein richtig gutes A ...
Gibt es kommerzielles Filesharing ? Film via p2p downloaden, brennen und verkaufen, möglicherweise? Wenn ich mittlerweile schon für Rohlinge, USB Sticks, etc. auf die ich meine privaten Daten gebe, Urheberrechtsabgaben zahle, wieso sollte ich dann noch extra für Film & M ...
Warum so ein System nicht funkitionieren wird? Weil die Künstler gerecht entlohnt werden und die Labels abstriche machen müssten. Aus welchen Grund sollten den Sklaven nen Boni kriegen und die Herren abzüge? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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