
Der CCC veranstaltet vom 22. bis 24. Mai die SIGINT 2009 Konferenz in Köln. (gulli berichtete bereits darüber) Die Besucher erwartet eine Mischung aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden und einem bunten Kulturprogramm.
Alle Netzbewohner und diejenigen, die sich mit zunehmender Überwachung und gleichzeitig immer kritischeren Rahmenbedingungen nicht wohl fühlen, sind auf der SIGINT genau richtig und können sich in Diskussionen und Workshops weiterbilden und einbringen. Dabei sollen weniger technische Neuerungen als vielmehr kultur- und gesellschaftspolitische Entwicklungen im Vordergrund stehen. Auf der Webseite zur SIGINT finden sich jeweils die neuesten Informationen zur Konferenz sowie der Aufruf zum Einbringen von Beiträgen. Einreichungen für Vorträge und Workshops sind dort bis zum 27. März 2009 möglich. Die drei Tage ab dem 22. Mai sind auch für die Seminarleiter thematisch unterteilt worden.
Tag 1: Control and Surveillance.
Der 22. Mai steht eindeutig im Zeichen der zunehmenden Überwachung und ihrer gesellschaftlichen (In-)Akzeptanz. Den Organisatoren schweben Beiträge vor, die die internationalen Sicherheitsarchitekturen und den aufkommenden "Heimatschutz-Industriekomplex" in der EU behandeln, über Deep Packet Inspection bei Internetprovidern, Internet-Zensur oder Vorratsdatenspeicherung berichten, die Möglichkeiten der Kontrolle von Menschenmassen und Überwachungstechnologien thematisieren oder Instrumentarien an die Hand geben, die etwa den Übergang der Disziplinar- zur Überwachungsgesellschaft beschreibbar machen und staatliche Unterdrückung aufzeigen.
Tag 2: Pranks, Bugs, and Insecurities.
Gesucht werden für den 23. Mai Beiträge über das Hacken von und Interventionen in urbanen Räumen, Anonymitäts- und Pseudonymitäts-Hacks, kreativer Schabernack für euren Computer und die von anderen, peinliche Sicherheitslöcher, Hacktivismus und sichere Zufluchtsorte für Hacker und Piraten. Tag Zwei ist somit der Normverletzung und dem kreativen Umgang mit Technik in Zeiten zunehmenden Sicherheitsbewusstseins gewidmet.
Tag 3: The Future of Everything.
Quer- und Vordenker vor. Die Organisatoren wollen eure vielversprechenden und verstörenden Zukunftsvisionen hören, von Gen-Hacking über eine copyrightlose Gesellschaft, 3D-Drucker, neue Demokratieformen, die sich verändernde Rolle von Privatsphäre und Individualität, Roboter und Menschenrechte bis hin zu einer Kritik der aktuellen Wirtschaft. Der dritte Tag steht ganz im Zeichen der Science-Fiction und schließt die Konferenz ab. Die Zuhörer werden Antworten zu drängenden Problemen hören wollen, zudem sollen aber auch neue Fragen aufgestellt werden.
Alle Einreichungen müssen online über das eigene Vortragseinreichungssystem stattfinden. Bei Fragen oder Anregungen kann das Team natürlich auch per E-Mail erreicht werden. (Ghandy)
News Redaktion am Freitag, 27.02.2009 12:55 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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