
Im Sommer 2008 drückte die bayerische Becksteinregierung ein neues Versammlungsrecht durch, was nicht nur in Bayern hochgradig umstritten war. Heute früh setzte das Bundesverfassungsgericht weite Teile des Gesetzes provisorisch außer Kraft. Zumindest, bis in der Hauptsache der Anklage verhandelt wird. Ein solches Handeln ist beim Bundesverfassungsgericht extrem selten, was für die Brisanz des Themas spricht.
Fast alle Bußgeldregeln des Gesetzes wurden vorerst aufgehoben. Zudem weitere Details, wie das freie Filmen von Demonstrationen inklusive das unbegrenzte Speichern dieser Dokumentationen durch die Polizei. Das Gericht hätte gerne das gesamte Versammlungsrecht außer Kraft gesetzt, jedoch hätte der Freistaat dann keinerlei Regelung mehr für Versammlungen. Laut Gericht würde das Gesetz jeden Teilnehmer einer Demonstration unkalkulierbaren Risiken aussetzen. Vor allem, da die sanktionsbewehrten Vorschriften viel zu vage seien.
Das Gesetz wurde damals extra sehr vage formuliert, um Behörden und Regierung viel Handlungsspielraum zu lassen. Wann verstößt man beispielsweise gegen das bayerische Versammlungsrecht, wenn man an einer Versammlung nicht in einer Art und Weise teilnimmt, die dazu beiträgt, dass die Versammlung ein "einschüchterndes Erscheinungsbild" erhält? Eine Entscheidung, inklusive Handlung, liegt somit in den Händen der Polizei.
Durch diese Rechtssprechung aus Karlsruhe wurde dem bayerischen Gesetzgeber ist eine schwere Rüge erteilt. Die Entscheidung hat über Bayern hinaus Bedeutung, weil sie Grundsätze über die Kommunikationsgrundrechte und zum Funktionieren einer Demokratie enthält. An der Klage vor dem Bundesverfassungsgericht waren 13 bayerische Verbände, Parteien und Organisationen beteiligt (SPD, Grüne, FDP und Linke, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Journalistenverband, Bund Naturschutz).
gulli meint: Es ist mehr als traurig zu sehen, wie oft in den letzten Jahren Gesetze und Vorhaben von Vertretern des deutschen Volkes vor dem Bundesverfassungsgericht gestoppt werden mussten. Mittlerweile kann man keine Erkenntnis mehr darüber erlangen, dass unsere Vertreter nicht unser Wohl als Ziel haben, sondern lediglich eigene Interessen. Man bekommt diese Wahrheit nahezu mit aller Gewalt ins Gesicht geschlagen. Man kann nur hoffen, dass das Volk sich daran erinnern wird, wenn es im Herbst wieder wählen gehen wird. Das bayerische Volk reagierte schon im vergangenen Herbst. Mit Erfolg. Demokratie wird nämlich - noch - vom Volk gemacht. Und so soll es auch bleiben! (_Benny_)
(via Reuters, thx!)
News Redaktion am Freitag, 27.02.2009 13:10 Uhr
Ob der gute alte Mohr wohl noch politisch korrekt wäre? ;) http://www.reklameobjekte.de/diashow/sarotti-1/1.jpg In Nbg gibt es immernoch mitten in der Innenstadt die Mohrenapotheke. Mit nem Neger als Logo. ob zigeuner böse sind wenn man sie z ...
sagt, ausser der politischen korrektheit, wer? ein als neger titulierter farbiger wird sich unter umständen beleidigt fühlen, aber ansonsten gibt es doch kein verbot dieses wortes. Ich habe IRL nur einmal gesehen dass ein Neger das Wort "Neger" aus dem Mund eines Weißen gehà ...
Das Gericht hätte gerne das gesamte Versammlungsrecht außer Kraft gesetzt, jedoch hätte der Freistaat dann keinerlei Regelung mehr für Versammlungen. hehe^^ :D , zu gönnen wäre es ihnen ja wirklich mal gewesen, dass sie für ein paar Monate überhaupt kein Versammlun ...
Entdeckst du da nicht einen gewissen Widerspruch? Wenn schwul oder Hure heute nicht mehr als Schimpfwort gebraucht werden würde, warum müssen sich Schwule und Huren dann erst trauen? nein, mit "trauen" war das coming out gemeint, nicht was wort. ...
die wollen die diktatur wieder. ist schon ne halbe. nein und ich übertreibe nicht. und wer wissen will wen ich mit "die" meine sollte sich mal richtig schön viel zeit für meine signatur nehmen es wird zeit mal aus der kleinen "böser überwachungsstaat" welt raus zu kommen. ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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