
Während einer Ansprache am gestrigen Mittwoch erklärte Conroy sehr direkt, dass es nie Pläne gegeben habe, P2P-Traffic zu blockieren. Gänzlich ungewohnte Töne von dem Mann, der trotz massiver Proteste seitens der Bevölkerung Sicherheit durch Webfilterung schaffen will. Manche interpretieren seine aktuelle Aussage sogar als ein Zurückrudern aufgrund der gegenwärtigen Lage.
Senator Ludlam von den Grünen attackierte Conroy und erklärte, dass dieser auch vorhabe, P2P-Protokolle zu filtern. Der Kommunikationsminister wehrte sich gestern gegen diese Anschuldigung und warf Ludlam vor, die Öffentlichkeit täuschen zu wollen. Es "gab nie Pläne seitens der Regierung, dass man P2P-Traffic durch den Filter blockieren wollte oder könnte", erklärte er gegenüber der Presse. Kurze Zeit später warf man jedoch hinterher, dass man sich mit dieser Aussage auf den verpflichtenden Teil des Filterangebots bezogen hatte. Wenn die Provider natürlich freiwillig P2P-Filterung anbieten wollen, müssten diese darüber nachdenken und selbst Initiative zeigen.
Selbst ist und bleibt man natürlich davon überzeugt, dass eine Filterung Zensur das Internet für Kinder sicherer macht. Dazu kommt, dass man den australischen Bürgern dies bei der Wahl versprochen habe. Korrekter wäre aber wohl, dass man ihnen mehr Sicherheit versprochen hat. Nicht eine Zensur. Scheinbar betrachtet man die Wahl mit diesem Versprechen jedoch automatisch als Aktivlegitimation, Sicherheit durch Zensur zu schaffen. Dass dies jedoch keine effektive Lösung ist, erkennt man nach wie vor nicht.
Firebird77 von gulli meint: Natürlich war nichts Anderes zu erwarten, als dass die Aussage von Stephen Conroy nachträglich ergänzt wird. Somit hatte er auf die Anfeindungen von Ludlam reagiert und dabei zeitgleich eine Hintertür offen gelassen, um Filterungsmechanismen für P2P-Protokolle vielleicht irgendwann doch noch umzusetzen. Und sei es per Gesetz, das die Provider freiwillig dazu verpflichtet. Wie die sonstigen Filterpläne.
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via crikey, thx!)mg src="http://vg07.met.vgwort.de/na/860ffe3951214b91af0af1707e4eb05e" width="1" height="1" alt="">
News Redaktion am Donnerstag, 17.09.2009 18:18 Uhr
Wir Deutschen kennen das ja schon..."niemand hat vor eine Mauer zu errichten" ;) außerdem ist es ja nicht so, dass politiker immer die Wahrheit sagen ...
Wäre es nicht einfacher das Kinder einfach nicht ins Internet dürfen? Oder eine.. wie hießen die ganzen Erfindunen, WAP, I-mode.. also eine Art spezielles Internet wo überall kleine Teletubbys rum hüpfen.. Ach ich vergaß, es geht ja garnicht um die Kinder sondern nur um das Urheberrecht u ...
Während die Zensurbestrebungen in Australien weiter voranschreiten, versucht der Kommunikationsminister Stephen Conroy, die Massen zu beschwichtigen. BitTorrent würde man beispielsweise nicht sperren wollen. Während einer Ansprache am gestrigen Mittwoch erklärte Conroy sehr direkt, dass ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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