
Die Verbände fordern von den Parlamentariern, entsprechende Maßnahmen im Rahmen des sogenannten "Telekom-Pakets" zu ergreifen. Dieses besteht aus fünf Richtlinien, die zusammen eine Rahmengesetzgebung für die Telekommunikation ergeben sollen. Eine der Ideen hinter dem Richtlinien-Bündel war es, den Verbraucherschutz in der EU zu verbessern.
Bürgerrechtler befürchten allerdings, das Telekom-Paket gefährde die Netzneutralität und Grundrechte von Internetnutzern. "Die Netzneutralität ist jetzt bedroht durch Telekommunikationsunternehmen und die Content-Industrie, die Geschäftsmöglichkeiten sehen in der Diskriminierung, Filterung oder Bevorzugung von Informationen, die durch das Netzwerk fließen", heißt es in dem offenen Brief. "Einige Bestimmungen, die im Telekom-Paket eingeführt wurden, könnten sogar zu solchen Praktiken ermutigen."
Um das zu verhindern bemüht sich bereits seit längerem eine internationale Gruppe von Aktivisten, Abgeordnete für ein bürgerfreundlicheres Gesetz zu gewinnen. "Wir [...] drängen das Europäische Parlament, die Freiheit zu schützen, Inhalte empfangen und verteilen sowie Dienste und Anwendungen ohne Einflußnahme Dritter nutzen zu können", schreiben die Bürgerrechtler an die Abgeordneten. Sie fordern "entschlossene Maßnahmen", "um ein freies, offenes und innovatives Internet zu gewährleisten und die grundlegenden Freiheiten der Bürger der Europäischen Union zu beschützen."
Zu den Erstunterzeichnern des jetzt veröffentlichten offenen Briefes zählt auch der Chaos Computer Club. Neben anderen Computer- und Internet-affinen Verbänden aus ganz Europa sind allerdings auch viele große Verbraucherschutzverbände auf der Liste zu finden. Nach der Veröffentlichung können nun auch andere Organisationen den Brief unterzeichnen. (Simon Columbus)
News Redaktion am Donnerstag, 17.09.2009 18:31 Uhr
Dieses Aufbäumen ist nur natürlich und die ehrliche Naivetät der Organisationen rührend - aber es ist eigentlich schon längere Zeit unverkennbar, dass dem Monster EU gerade nicht an den Freiheiten der Bürger gelegen ist, sondern dass man die absolute Kontrolle anstrebt. :mad: ...
Das läuft wohl unter Frankensteinisieren ... ...
In einem offenen Brief an das Europäische Parlament rufen dutzende Bürgerrechtsorganisationen dazu auf, Netzneutralität rechtlich festzuschreiben. Die Verbände fordern von den Parlamentariern, entsprechende Maßnahmen im Rahmen des sogenannten "Telekom-Pakets" zu ergreifen. Dieses besteh ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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