
Eine holländische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das PEGI-System, welches Altersempfehlungen für Computerspiele ausspricht und entsprechend kennzeichnet, kontraproduktiv sei. Anstatt Jugendliche von ungeeigneten Inhalten, wie Gewalt, Obszönitäten, Sex, Angst oder Drogen fernzuhalten, würde eine entsprechende Auszeichnung nur den Reiz des Verbotenen bei Minderjährigen anstacheln.
Das PEGI-System (Pan European Game Information System) richtet sich mit seinen Altersangaben in erster Linie an Erziehungsberechtigte und den Einzelhändler, welchen eine schnelle Einschätzung des Inhalts so erleichtert werden soll. Jedoch würden diese "verbotenen Inhalte" dadurch für Kinder- und Jugendliche erst richtig interessant.
In der Studie wurden 310 holländische Kinder- und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren einem Test unterzogen. Ihnen wurden Spiele anhand der Verkaufsverpackungen gereicht - danach mussten diese angeben, wie sehr sie dieses Spiel gerne hätten. Im Ergebnis wollte Großteil der Befragten genau die Spiele, die als für sie ungeeignet ausgezeichnet gewesen sind. Niki Laber, Präsident des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware (ÖVUS), kommentierte das Ergebnis: "Eine Alterskennzeichnung für Computerspiele ist ein wichtiges und notwendiges Mittel der Information. Es stimmt natürlich, dass alles, was verboten ist, besonders interessant für Kinder und Jugendliche ist. Dieses Problem gilt nicht nur für Videospiele, sondern auch für Musik und andere Bereiche".
Ein im Grunde genommen uraltes Problem, welches an der Tatsache nichts ändert, dass Erziehungsberechtigte, um ihrem Nachwuchs Medienkompetenz nahezubringen, mehr tun müssen, als lediglich kleine Etiketten abzulesen. (020200) (via Pressetext, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 05.03.2009 19:21 Uhr
Also in den 90ern war das "Qualitätssiegel" der BPjS (Indizierung), für 12- bis 16jährige der Anlaß schlechthin, sich einen Titel zu besorgen. Dazu das Gehabe mit Werbeverbot und Zensur ("Beben 3"). Dagegen sind PEGI und USK wirklich harmlos. ...
Vielleicht bedeutet das auch einfach, dass die Qualität der Spiele, die für Kinder geiegnet sind, einfach mies ist. ...
Die wichtigste Frage ist doch: gab es eine Kontrollgruppe? Also die selben Spiele mit Verpackungen ohne entsprechende Kennzeichnung. Ansonsten ist das ganze ohne jede aussage. ...
Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Klassifizierung des jugendgefährdenden Gehalts auf Computerspielen irreführend ist und den Reiz des Verbotenen fördert. Eine holländische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das PEGI-System, welches Altersempfehlungen für Compu ...
Im Ergebnis wollte Großteil der Befragten genau die Spiele, die als für sie ungeeignet ausgezeichnet gewesen sind. Das muss ja nicht zwangsläufig nur an der PEGI-Kennzeichnung gelegen haben. Eventuell spielte auch die restliche Gestaltung der Verpackung eine Rolle. ;) MfG GrafZ ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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