
Die mit Abstand erfolgreichste und älteste Sektion der Piratenpartei ist die in Schweden. Mehr als die Hälfte aller männlichen Wähler unter 30 sollen dort überlegen, ob sie in der Europawahl den Piraten ihre Stimme geben.
In Skandinavien existiert eine Politikverdrossenheit, ähnlich der allgemeinen Frustration hier in Deutschland auch. Dort wie hier gehen jedes Jahr weniger Menschen zur Wahl. Zumeist, weil sie den Glauben an das demokratische System und ihren Einfluss verloren haben.
Jonas Bergling, ein freiberuflicher IT-Berater der Firma EDB Business Partner musste lernen, dass auch in einer Demokratie längst nicht alles öffntlich gesagt und geschrieben werden kann. Er war der Einladung der Zeitung Nerikes Allehanda (NA) aus Örebro gefolgt und hatte an einem Chat mit deren Lesern teilgenommen. In seiner Freizeit beantwortete er die Fragen der Leser, die mit ihm über das Urheberrecht in Schweden, den Prozess gegen TPB und seine Partei diskutierten. Da die Piratenpartei um die Sitze in den kommenden Wahlen kämpft und Jonas Bergling für seine Partei in Örebro kandidiert, wurde der Chat von vielen Personen aufmerksam verfolgt.
Die Angelegenheit blieb nicht ohne Folgen, nur drei Tage später erhielt er die Kündigung. Der oberste Chef der Sicherheitsabteilung in Stockholm hatte höchst persönlich die Kündigung veranlasst. Jonas erzählt, dass er nach Feierabend am Donnerstag einen Anruf von seinem Vorgesetzten erhielt. Dieser teilte ihm mit, dass er nicht mehr zur Arbeit erscheinen soll. Er soll ihm lediglich seine Schlüssel und die Security-Karte der Firma übergeben.
Der junge Politiker kann die Entscheidung seines Arbeitgebers nicht verstehen. Er habe stets Berufliches von Privatem getrennt. Zudem hätte man von seinem politischen Engagement bei seiner Einstellung gewusst. Für ihn gibt es trotz der erheblichen Proteste seiner Partei, die erfolglos verklungen sind, keine Möglichkeit sich mit Erfolg gegen die Kündigung zu wehren. Als fester Mitarbeiter hätte er auf die Einhaltung des Arbeitsvertrags pochen können. Als Freiberufler war es jederzeit möglich, ihn ohne Angabe von Gründen von seinem Job freizustellen.
gulli meint:
Zumindest werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schweden jetzt besser wissen, warum sie auch bei der nächsten Wahl der Demokratie ihre Stimme durch Verweigerung entziehen und nicht wie ihre Väter und Mütter das geringste Übel wählen. Für die schwedische Demokratie ist dies sehr bedauerlich! Jonas Bergling ist zu wünschen, dass er bald einen neuen Job findet. Es bleibt zu hoffen, dass er die Lust an seinem politischen Engagement durch den Vorfall nicht verlieren wird. (Ghandy)
(via TorrentFreak, thx!) (Bildquelle: NA.se, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 10.03.2009 12:48 Uhr
Gesetze müssen durchgesetzt werden, sonst entsteht reine Willkür. Manche Gesetze sind aber selbst schon reine Willkür, das hast Du dabei übersehen. :dozey: Oder anders ausgedrückt: Manche Gesetze sind (bewusst?) so schwammig und unbestimmt formuliert, dass sie der Wi ...
Oh je, ist das so schwierig? Also: bla blubb Ich helf bei Bedarf gerne weiter. das problem ist nur, daß bisher keine partei auf dem stimmzettel war, die ich wählen würde. und was mache ich dann?? auszählen? nach dem "ene-mene-muh"-prinzip?? oder nach dem allseits ...
Oh je, ist das so schwierig? Also: Wählen. Wer nicht wählt ändert nichts. Auch Gulli, Piraten und Free-Culture sind Lobby. Lobbyarbeit ist wichtig. Ohne Geld funktioniert nichts. Und: es ist neutral. Kapitalismus gibts nicht und: Musikindustrie ist ein bescheuerter Begriff für tausende von Klei ...
Merkt Ihr eigentlich noch, was Ihr schreibt? ...bla bla bla... Also: Nieder mit den Privateigentum! Nieder mit der Entscheidungsfreiheit! Es lebe der Wille der Digitalen Masse und was wäre dann deiner meinung nach die beste alternative?! einfach alles so lassen, wie es ...
Merkt Ihr eigentlich noch, was Ihr schreibt? Mal lose hintereinandergefügt, was man (klar, ich bin ein Troll, nicht aufregen!) im Forum hier lesen kann: Besser nicht wählen, das bringt eh nichts Die Politiker kriechen den Lobbyisten doch nur in den Arsch Das Geld bestimmt doch alles Die kapitalis ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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