
Die Meldungen widersprechen sich gegenwärtig nach wie vor in einigen Punkten, doch ein grober Tathergang läßt sich bereits jetzt zeichnen. Mit Hilfe einer Axt verschaffte sich ein 18 Jahre alter Schüler der 13. Klasse des Carolinum Gymnasiums in Ansbach heute Morgen Zutritt zum Schulgebäude. Bewaffnet mit Molotow-Cocktails und angeblich auch eine Schusswaffe, läßt sich momentan nur erahnen, welches Ausmaß für den Amoklauf vorgesehen war. Nachdem der Schüler einen Molotow-Cocktail in eine 10. Klasse geworfen hatte, wurde zeitnahe der Feueralarm ausgelöst. Dies war auch die erste Alarmierung, die bei den Behörden einging.
Die Meldungen über verletzte Schüler sind noch chaotisch. Glücklicherweise gab es allem Anschein nach keine Toten. Der Polizeisprecher Peter Grimm erklärte in einem Radiointerview des Bayrischen Rundfunks, dass vier Schüler verletzt wurden, darunter ein Mädchen schwer. Inzwischen sind auch anderslautende Meldungen seitens diverser Nachrichtenagenturen sowie des Katastrophenschutzes bekannt. Der Bayerische Rundfunk selbst spricht von zwei schwerverletzten und sieben leichtverletzten Schülern. Nachdem der Feueralarm ausgelöst worden war, konnten sich die rund 700 Schüler zu der Sammelstelle im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit begeben. Dort werden diese sowie eintreffende Eltern zwischenzeitlich psychologisch betreut.
Der Täter wurde von Polizeibeamten niedergeschossen, ist aber nach mehreren Meldungen am Leben. Die Gründe für den Anschlag sind noch unklar. Das Schulgebäude wird gegenwärtig durchsucht. Man geht jedoch von keinen weiteren Tätern aus.
Update:
Zwischenzeitlich wurde auf der Pressekonferenz der Tathergang genauer geschildert. Der 18-jährige Schüler sei neben einer Axt und Molotow-Cocktails mit Messern bewaffnet gewesen. Nachdem er um 8:35 Uhr in die Schule eingedrungen war, stellten ihn die Polizeibeamten bereits zehn Minuten später im dritten Stock des Schulgebäudes. Einer mehrfachen Aufforderung, seine Waffen fallen zu lassen und sich zu ergeben, kam der Täter nicht nach. Stattdessen ging er auf die Beamten zu. Einer der Polizeibeamten feuerte mehrmals mit einer Maschinenpistole auf den Täter, ehe er nach fünf Treffern schwer verletzt überwältigt wurde. Man habe sich aufgrund des Verhaltens des Täters gezwungen gesehen, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Zuvor hatte er auch die Beamten bedroht. Insgesamt hatte sich der Täter nur Zutritt zu den Räumen einer neunten sowie einer zehnten Klasse verschaffen können. In beiden zündete er einen Molotow-Cocktail, wobei nur einer einen Brand auslöste. Bei den schwer verletzten Opfern handelt es sich um Schülerinnen der zehnten Klasse. Auf eines der Mädchen soll der Amokläufer, Georg R., mit der Axt oder dem Messer losgegangen sein. Sie erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und schwebt derzeit in Lebensgefahr. Eine andere Schülerin erlitt schwere Brandverletzungen.
Update 2: Wie der Bayerische Rundfunk inzwischen berichtet, gibt es inzwischen weitere Informationen zum Täter. Bei der Hausdurchsuchung, die im Anschluss an die Tat erfolgte, wurden mehrere Briefe sichergestellt. Darin kündigt der Täter eine bevorstehende "Apokalypse" an. Darüber hinaus hat der Bayerische Rundfunk in Erfahrung gebracht, dass sich der Täter seit geraumer Zeit in psychotherapeutischer Behandlung befand. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt. (Firebird77)
(via br-online, spiegel, thx!)
(Bild via schulradar, thx!)
News Redaktion am Samstag, 19.09.2009 14:56 Uhr
Genau so sieht es leider aus und es fallen noch immer viel zu viele Bürger darauf rein! :( ...
Al Kaida bzw Terroristen dienen den Machthabern als Feindbild, um ihre Ziele durchzusetzen. Aufgebauscht durch die Medien als auch durch Filme bzw Serien (24, Sleeper Cell) wird die Angst vor einer imaginären Bedrohung geschürt, während reale Bedrohungen nicht wahrgenommen bzw instrumentalisiert ...
Zum Thema "Selbstmordattentäter" wollte ich noch anmerken, dass Teils der Einwand kommt, der Begriff, auch wenn er auf den Sachverhalt zutrifft, wäre allein für politische Taten reserviert. Allerdings muss man hier sagen, dass diese Attentate meist tatsächlich auch eine politische Komponente hab ...
ich glaube, du hast nicht verstanden, wieso ich lachen musste ^^: Doch schon, ich hätte vielleicht besser schreiben sollen "verboten lassen sollen", statt "weiter verbieten". :) MfG Andy ...
Dann hören diese Amokläufe ja nie auf. Frag Herrn Dennig, ich vermute mal, er wird mir da völlig Recht geben. :D MfG Andy ich glaube, du hast nicht verstanden, wieso ich lachen musste ^^: VERBOT von ILLEGALEN drogen? ich betone nochmal: V-E-R-B-O-T von I-L ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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