Mehr als 120000 Kinder und Jugendliche haben am Freitag in einem der U18-Wahllokale ihr Kreuzchen gemacht und damit ausgedrückt, welcher Partei sie am nächsten Woche ihre Stimme geben würden - wenn sie denn eine hätten. Das Ergebnis sieht durchaus anders aus als bei ihren Eltern.
Die beliebteste Partei bei den minderjährigen Wählern ist die SPD, die 20,4% der Stimmen erhielt. Damit liegt sie äußerst knapp vor den Grünen (20,05%) und der CDU (19,31%). Die Linke erhielt 10,38% der Stimmen, die Piraten landeten mit 8,72% noch vor der FDP (7,6%) auf dem fünften Platz. Auch die Tierschutzpartei (5,2%) würde den Einzug in den Bundestag schaffen.
Erschreckend ist allerdings, dass die NPD bei den Jugendlichen nur knapp an der Fünf-Prozent-Hürde vorbeischrammt. Sie erhielt von ihnen 4,21% der Stimmen und ist damit neben den Parteien, die ins Parlament eingezogen wären, die einzige Partei, die mehr als ein Prozent der jungen Wähler von sich überzeugen konnte.
Es ist auffällig, dass die Parteien bei den Jugendlichen weitaus enger beisammen liegen als bei ihren Eltern. Da keine Partei mehr als 20% der Stimmen erhielt, wäre eine Koalition aus nur zwei Fraktionen nicht zur Bildung einer Mehrheitsregierung fähig. Von einer Volkspartei kann man angesichts dieser Resultate wohl nirgends reden. Deutlich ist aber das Votum für eine linke Mehrheit im Bundestag: CDU und FDP kommen zusammen schließlich nur auf 25% der Stimmen.
Im Vergleich zu 2005 ist die SPD die große Verliererin. Sie sackte von 38,78% der Stimmen auf beinahe die Hälfte ab. Grüne (13,87%) und CDU (16,69%) konnten hingegen dazugewinnen. Aber es ist natürlich vor allem die Piratenpartei, die als neue politische Option die politische Landschaft zumindest in den Augen der Jugendlichen verändert.
Bei den Piraten herrscht natürlich Freude über die Ergebnisse der U18-Wahl. Bundesvorsitzender Jens Seipenbusch erklärte: "Die Beteiligung an dieser Wahl zeigt uns, dass die jungen Menschen die Wichtigkeit erkannt haben, 'eine Wahl zu haben' und sich im Sinne des Projekts U18 für eine der Parteien zu entscheiden. Dass viele von ihnen dabei uns gewählt haben, zeigt, dass jungen Menschen die Verteidigung ihrer Bürgerrechte wichtig ist und dass die Piraten die entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts anpacken."
Die Ergebnisse sind bisher noch vorläufig, da ein Teil der Wahllokale die Ergebnisse noch nicht zurückgemeldet hat. Bis ausgewertet wurden daher nur die Stimmzettel aus 912 von 1123 Wahllokalen. Die Zahlen sind zudem nicht repräsentativ für Deutschland: Weil die Wahllokale von Freiwilligen betrieben wurden, sind sie regional sehr unterschiedlich verteilt. Besonders Berlin ist deutlich überproportional vertreten. (Simon Columbus)
Graphik: U18
News Redaktion am Samstag, 19.09.2009 19:12 Uhr
Wenn das Wörtchen wenn nciht wärhttp://i279.photobucket.com/albums/kk157/dyedinthewool/Smilies/Yawn.gif ...
Also "Stasi-Kanzlerin" ist Frau Merkel für mich nicht gerade. Da ist eher ihr Innenminister ein "Alt-Stasi". Und dass in der Linkspartei "Alt-SEDler" sitzen, das ist doch hinlängst bekannt. Und bekannt ist auch, dass sie sich dem Sozialismus weitgehend abgeschworen haben bzw. eine neue "sanftere" Ve ...
Findst es nicht n bissl weit hergeholt die Linken wegen ehemaligen SED-Mitgliedern zu verteufeln, wo wir doch selbst ne StaSi Kanzlerin haben? Ich wüsste nicht welche Partei sich davon lossprechen könnte, ehemalige SED Mitglieder in den eigenen Reihen zu haben. Zumal ich auch nicht die Einwände der ...
Hier nochmal ein Standpunkt zur Piratenpartei von den Linken, spiegelt imo sehr gut meine Meinung wieder. Ist zwar nicht von der Parteiobrigkeit (nur von unserer Münsteraner Liste), aber soweit ich da durchblicke ist die Einstellung eine generelle Haltung in der Linkspartei [ ...
Ich belese mich gerade über die LINKE, aber ich glaub die bleiben mir trotzdem irgendwie suspekt oO Dürfen sie doch? Hier nochmal ein Standpunkt zur Piratenpartei von den Linken, spiegelt imo sehr gut meine Meinung wieder. Ist zwar nicht von der Parteiobrigkeit (nur von unser ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.