
2008 war ein Jahr, in dem sich zwei sehr überraschend erfolgreiche Musik-Services wie aus dem Nichts "über Nacht" in Windeseile verbreitet haben. Zum einen war das Muxtape, zum anderen Mixwit. Beide Dienste boten die Möglichkeit, online "Mixtapes" anzubieten. Muxtape erhielt Post von der RIAA - woraufhin dieser eine Open Source-Lösung der Software anbot, um sich selbst auf Promotionaktivitäten von Indie-Bands zu konzentrieren - also dem Konflikt mit der RIAA aus dem Weg zu gehen. Der andere Service Mixwit, von welchem hier die Rede ist, hatte ein besonderes Merkmal, welches ihm zu hoher Popularität verhalf: Ihre Mixtapes waren Flash-Widgets, die tatsächlich wie alte Kassetten aussehen. Man konnte Musik aus einem breit gefächerten Angebot von Web-Musikdatenbanken auswählen und zum Beispiel im Blog als "Kassette" einfügen.
Sehr kurzfristig verkündeten die Macher von Mixwit im Dezember, dass sie ihren Service zum Januar 2009 einstellen. Außer nicht näher umrissenen "geschäftlichen Gründen" wurden keine Gründe genannt. Erfreulicherweise verkündete Mixwit heute, dass sie ein wenig Arbeit in ihr altes Projekt gesteckt haben, und nun mit Mixwidget.org das Projekt als Open Source-Projekt gestartet haben. Auch habe man das Archiv der angelegten Mixtapes, welche 2008 bei Mixwit entstanden, aufbewahrt und wolle diese zumindest bis Ende April 2009 online zur Verfügung stellen, sodass die Ersteller ihrer Mixtapes zumindest die Möglichkeit haben, ihre Werke herunterzuladen. Diese Werke gibt es online unter Mixwit-is-dead.com.
Veröffentlich wurden nun die Quelltexte von Mixwit, sodass man den Service nun auch selbst hosten, lokal nutzen, oder aber bei sich auf dem Server aufspielen kann, um die Mixtapes einzubinden. Freilich lässt sich das Widget auch weiterentwickeln, forken oder branchen, ganz wie das Herz beliebt. Veröffentlicht wurde der Quellcode von Mixwidget unter einer Common Public Attribution Licence (CPAL). Es muss also ein Link zurück zu dem Originalprojekt gesetzt werden. Lang lebe das Mixtape! (020200)
(via Mixwit Newsletter, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 11.03.2009 17:03 Uhr
Tsa Cause Open Source matters ...
Der im Dezember 2008 eingestellte Mixtape-Service Mixwit ist wieder da - als Open-Source Version. 2008 war ein Jahr, in dem sich zwei sehr überraschend erfolgreiche Musik-Services wie aus dem Nichts "über Nacht" in Windeseile verbreitet haben. Zum einen war das Muxtape, zum anderen Mixwit. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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