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AdSense: Gesetz gegen Google-Werbung geplant

Einige Regierungsmitglieder in den USA möchten den Verbraucherschutz stärken - und ein Gesetz gegen "intelligente Werbung" schaffen.

Diese Woche gab Google bekannt, dass man das Verhalten aller Nutzer für gezielte Werbung tracken wolle. Das sogenannte "behavioral targeting" hat den Zweck, das Nutzerverhalten zu analysieren, um die Qualität der Werbung zu verbessern. Zu diesem Zweck forderte Google alle Partner des AdSense-Netzwerks dazu auf, die Datenschutzbestimmungen auf ihren Webseiten bis zum 8. April auf den neuesten Stand zu bringen - eine Wahl, ob man an der neuen Form der Werbung teilnehmen möchte oder nicht, wird den Webseitenbetreibern nicht gelassen. Da inzwischen auf fast jeder Webseite Google AdSense im Einsatz ist, kann man sich denken, was dieser Schritt von Google bedeutet - auch wenn die Analysedaten nach Aussage von Google nur lokal in anonymen Browsercookies gespeichert werden soll. Nun will sich auch die amerikanische Legislative mit diesem Sachverhalt beschäftigen. Das kündigten einige Regierungsvertreter in den USA an.

Man möchte den Verbraucherschutz stärken und fasst in Zusammenhang mit Googles Aktivitäten rund um AdSense entsprechende Neuregelungen ins Auge. Einige Restriktionen sollen gesetzlich eingeführt werden, welche Google und anderen Unternehmen, die Daten zu Werbezwecken sammeln, genau vorschreiben, wie diese Daten erhoben, genutzt und gespeichert werden. Auch sollen klare Regelungen getroffen werden darüber, wie diese erhobenen Daten weitergenutzt werden können. Zum Beispiel auch in der Frage, ob und wie diese Daten an Dritte weitergegeben werden.

Rick Boucher von den Demokraten äußerte sich dazu folgendermaßen: "Ich denke, es sollte ein Mindestmaß an gesetzlichen Regelungen geben, welche auf alle Formen verhaltensbasierter Werbung anzuwenden sind." Er würde zusammen mit Cliff Stearns und Joe Barton daran arbeiten, Regularien in Form eines Gesetzes zu erlassen, welche die Aufgabe zur Bewahrung der Privatsphäre aus den Händen der Werbeagenturen nehmen würde.

Details zu dem Gesetzesvorhaben gibt es noch keine, vermutlich aber soll es in die Richtung gehen, dass beim Besuch der Webseite sehr deutlich gemacht werden soll, dass diese Form der Werbung im Einsatz ist und das Nutzerverhalten beobachtet wird. (020200)

(via Register, Reuters, thx!)

News Redaktion am Samstag, 14.03.2009 22:50 Uhr

tagsTags: google gesetz privatsphäre adsense behavioral targeting

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16 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • TwilightKitten am 16.03.2009 06:37:20

    dem user sollte man soviel mündigkeit zutrauen Was ist mit den Torfköppen, die ihren Monitor zerstören, weil sie versuchen, das gif-Bild einer Fliege zu verscheuchen? Oder den Badeschwämmen, die den Drucker wegwerfen, weil sie vergessen, das Klebchen von der Patrone zu entfernen? ...

  • Shodan_v2-3 am 16.03.2009 04:07:32

    Das Ding heißt nur "gesunder Menschenverstand".. das bedeutet keinesfalls, das ein Mensch das hat :rolleyes: abgesehen davon ist das Internet inzwischen Massenmedium und wird durchaus auch von Menschen benutzt, die das Fernsehprogramm nicht ändern können, wenn sie die Fernbedienung verlegt habe ...

  • Novgorod am 16.03.2009 03:44:18

    wozu ein gesetz für werbung im internet!? da kann man auch gleich die einhaltung der rechtschreibung in foren gesetzlich beschließen :D absoluter schwachsinn.. ich hasse werbe-scheiß, daher mach ich adblock und noscript an, fertig! es kann doch nicht sein, dass der gesetzgeber das surfverhalten ...

  • GitS am 15.03.2009 22:08:51

    die art wie google solche dinge löst finde ich eigentlich gut. die daten sind immer anonymisiert es gibt keine rückschlüsse auf die echte person. und loka gespeichert in cookies finde ich auch ok. aber bisher hat google eigentlich nie enttäuscht und ist besser mit den da ...

  • TwilightKitten am 15.03.2009 15:15:52

    Bitte sag da gibs auch was für Opera? Dieses speziell ist nur für FF gemacht. Was für Plugins es für Opera gibt, weiß ich nicht. ...

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