
Eine Nachricht hat die letzten Tage ganz massiv dominiert: Der Amoklauf von Tim K. in Winnenden. Zahlreiche Medien haben, teilweise dezent, meistens jedoch ausgiebig, gar exzessiv über die Tat geschrieben. Niveaulose Boulevardblätter wie die BILD haben keine Mühen gescheut, die bescheidenen Medieninformationen mit billigen Fotomontagen aufzumotzen oder Bilder, die zwar dramatisch aussehen, eigentlich aber nichts mit dem Thema zu tun haben, in diesen Zusammenhang einzusetzen. Zahlreiche Medien haben den Anlass genutzt, um darüber zu berichten, veröffentlichen Fotoserien, Interviews mit Opfern. Und gleich kommen aus allen Ecken die Experten, die sich mit ihrem tiefen, fundierten Fachwissen brüsten, bevor der Fall überhaupt aufgeklärt ist. Das ist echt unter aller Sau - diese Medien sollten sich mal wieder an die journalistische Ethik erinnern. Keine exzessive Berichterstattung, aus Respekt vor den Opfern und den Angehörigen von Opfern und Tätern und um die Wahrscheinlichkeit einer Nachahmungstag zu verringern. Das bestätigen auch alle mediengeilen Sozialexperten, die keine Chance auslassen, um in Talkshows oder im Zeitungsinterview auf die Gefahren von zu ausführlicher Berichterstattung hinweisen. Auf solche Experten stürzen sich die Medien! Irgendwoher müssen die doch den Stoff bekommen, um weiter über die Tat zu berichten. Keine ethischen Grundsätze haben diese verdammten Medien, die sich damit beschäftigen und alle Medien, die sich ironischerweise selbst als Medienkritiker darstellen, nur um selbst einen Anlass zu haben, über die Tat zu berichten. Wie gut, dass wir so kritisch über die Medien berichten, das schont unser Gewissen - mit Medien meine ich übrigens alle, uns selbst natürlich ausgenommen. Versteht sich.
Um bei den Medien zu bleiben: Der Zeitungszeugen-Rechtsstreit neigt sich dem Ende zu. Wir erinnern uns: Der britische Verleger Peter McGee hat, gemeinsam mit zahlreichen renommierten Historikern und Forschern, ehemalige Zeitungen der NS-Zeit nachgedruckt und sie in einen zeithistorischen Kontext gebracht. Der Freistaat Bayern fand das moralisch verwerflich. Statt sich jedoch der gesellschaftlichen Debatte zu stellen, wollte die Landesregierung das Projekt lieber verbieten. Leider hat der Freistaat keine öffentlich-rechtliche Grundlage, um die Zeitungen zu verbieten. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, daher konstruierte die Regierung daraus einfach eine Urheberrechtsverletzung, an deren Gültigkeit das bayerische Gericht übrigens schon im Grundsatz zweifelt. Interessant ist jedoch, dass das Urheberrecht heute eine Allzweckwaffe geworden ist. Besonders beliebt bei der Musikindustrie. Aus diesem Grund kursieren Gerüchte, dass die Industrie rapidshare.com so viel Druck gemacht hätte, dass diese einen IP-Logs der Contentmafia ausgeliefert hätten. Was auch immer man von Mutmaßungen dieser Art halten möchte, es gab offensichtlich eine Hausdurchsuchung wegen eines Uploads bei Rapidshare. Mal wieder steht Metallica Pate - handelt es sich um den Leak des neuen Metallica-Albums. (Malo)
News Redaktion am Sonntag, 15.03.2009 22:15 Uhr
Also ich finde, anstatt hier billig zu hetzen und sich beinahe auf das Niveau der Bild zu begeben, hätte hier "ausgewogener" über die Pressearbeit zum Thema "Amoklauf in Winnenden" berichtet werden sollen. Natürlich war da auch viel Hetze dabei. Oft auch gegen uns User. Sprich, der Junge habe "Ki ...
Also ich muss doch mal über die Webung meckern... Leute ihr müsst aufhören mit dieser Flashkacke! Das irritiert beim lesen und man verrutscht in den Zeilen! Standbilder sind okey aber nichts was sich bewegt... Sonst würde ich sagen: Soviel ist in dieser Woche nicht passie ...
Also ich muss doch mal über die Webung meckern... Leute ihr müsst aufhören mit dieser Flashkacke! Das irritiert beim lesen und man verrutscht in den Zeilen! Standbilder sind okey aber nichts was sich bewegt... Sonst würde ich sagen: Soviel ist in dieser Woche nicht passiert, zumindest nichts ...
Die schlechteste Glosse ever.... failed :( Wie soll man auch eine Glosse über ein schiesswütiges württembergisches Würstchen schreiben, das Thema ist eher etwas für ein Drama. In der aktuellen Mannheimer Inszenierung von Gerhard Hauptmanns Einsame Menschen ...
Die schlechteste Glosse ever.... failed :( ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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