
Skolelinux, eine 2001 in Norwegen entstandene und auf Debian-Edu basierende Distribution, wird demnächst an vorerst 11 der über 1700 Schulen des Landes Rheinland-Pfalz den Schülern den Umgang mit Open-Source-Software und Medienkompetenz vermitteln. Nach Hamburg ist dies damit das zweite Bundesland, welches auf Open Source in Form von Skolelinux an Schulen setzt. Das dieser Entscheidung zugrundeliegene Programm "Medienkompetenz macht Schule" arbeitet dazu Hand in Hand mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie der Zentralstelle IT und Multimedia des Ministeriums des Innern und für Sport.
Die speziell für Schulen ausgerichtete und anpassbare Distribution ist damit nicht nur kostengünstig, sondern bereitet die Schüler auch auf den Umgang mit und die Entwicklung von offener Software vor. Weitere Vorteile sieht man sowohl in den bestehenden Netzwerken als auch darin, dass neue Netzwerke entstehen. Burkhard Schaefer, Referent im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, äußerte sich dazu folgendermaßen: "Die Wahl fiel auf Skolelinux, weil mit dieser pädagogischen Netzwerklösung durch die Debian-Community eine weitreichende Nachthaltigkeit, was die Entwicklungen von Softwarekonzepten angeht, gewährleistet ist, dies wiederum bildet die Basis für eine nachhaltige Entwicklung von modernen und zeitgemäßen Unterrichtskonzepten. Durch die Übernahme des Supports durch externe Dienstleister können sich die Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und müssen nicht mit der Technik kämpfen."
Angepasst wird Skolelinux dabei durch Frau Prof. Dr. Reuter und Dipl.-Ing. Klaus Knopper, welche als Dozenten im Fachbereich Betriebswirtschaft an der FH Kaiserslautern arbeiten. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse gehen danach zurück an das internationale Projekt.
Weitere Unterstützung bietet der "Verein zur Förderung Freier Software an Schulen in Rheinland-Pfalz" unter der Leitung von Thomas Rohde. Zusammen mit Lehrern und Schulverantwortlichen werden von ihnen Wünsche und Anregungen zusammengetragen, um eine bestmögliche Anpassung von Skolelinux zu gewährleisten. Auch empfand man die bisher fehlende Möglichkeit, den Unterricht auf Basis freier Software zu gestalten, als längst überfällig.
Bis zum 3. April 2009 können sich nun weitere Schulen für die Unterstützung durch das Programm "Medienkompetenz macht Schule" bewerben, um ihre informationstechnischen Bereiche erweitern und umgestalten zu lassen.
(MSX)
(via Pressemitteilung von Skolelinux und berts linux blog, merci!)
News Redaktion am Montag, 16.03.2009 13:58 Uhr
find ich persönlich eine verdammt gute idee, in unsrer schule wird auch schon überlegt auf openoffice umzusteigen. zurzeit ist openoffice nur zusätzlich zu ms office installiert. jedoch sind in unserer schule die administratoren wenigstens so intelligent die lizenzgebühren für die laptops der s ...
Ich finde das Projekt toll, da sehen die Kinder auch mal was anderes als Windows. ...
Das nenne ich mal ein vorbildliches Projekt! Ich werde an einem beruflichen Gymnasium zum Assistenten für Informatik ausgebildet. Es ist einfach grässlich, was einem da geboten wird. Heterogene Netzwerke, der Part wo eigentlich Linux kommt, wird fallen gelassen (genauso wie der Datenschutzteil). E ...
Wir benutzen leider in der Schule Windoof XP und ständig muss man das Diskimage fahren (kostenpflichtiges Norton Ghost btw), damit man überhaupt ordentlich arbeiten kann, weil ständig irgendwelche Kiddies Hintergrundbilder umstellen, den Desktop zumüllen oder irgendwelche "Spaßprogramme" wie zB ...
Durch die Übernahme des Supports durch externe Dienstleister können sich die Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und müssen nicht mit der Technik kämpfen. Wenn die notorisch mittelosen Schulen in der Folge nicht mit fetten R ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 08.02.2012, 12:51 Uhr
Im Rhein-Neckar-Kreis wurde ein simpler Diebstahl mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Der 44-jährige Verdächtige trank ein Bier in einem Eiscafé, bevor er die Brieftasche eines Fremden stahl. Weil seine DNA in der Datenbank des Landeskriminalamts vorliegt, konnte ihn die Polizei anhand seiner DNA-Spuren am Bierglas als Schuldigen ausmachen.
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