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Großbritannien: Studie zur Verantwortung der Provider

Eine aktuelle Studie von ISPreview gelangt zu dem Ergebnis, dass lediglich 21 Prozent der Briten für eine Intervention der Provider bei Urheberrechtsverletzungen via P2P sind.

Die Befragung, an welcher 472 Briten teilgenommen haben, gelangt zu einem nicht ganz unerwarteten Ergebnis, welches ein interessantes Bild vom eigentlichen Willen des Volkes zeichnet.

Rund 21 Prozent aller Briten, also gerade einmal ein Fünftel sind der Ansicht, dass die Provider in der Pflicht stehen, Urheberrechtsverletzungen via P2P-Tauschbörsen zu unterbinden. Dabei würde man eventuelle Sperren von Websites, die Download-Links zu urheberrechtlich geschütztem Material beinhalten, ebenso tolerieren, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung für P2P-Anwendungen.

Rund 15 Prozent waren der Ansicht, dass eine Drosselung der Geschwindigkeit bei mehrfachen Verstößen am angemessensten sei, während rund 27 Prozent sogar der Ansicht waren, dass mehrere Warnbriefe besser wären, sollte der erste Brief keinerlei Wirkung zeigen. Besonders hervorzuheben ist jedoch ein anderes Ergebnis, welches auch immer wieder zur Debatte steht. Rund 22 Prozent gaben an, dass sie keine Idee hätten, wie man das "Problem" überhaupt in den Begriff bekommen soll.

Am wenigsten Anklang fanden die Lösungsansätze, ertappten Filesharern dauerhaft die Internetverbindung zu kappen (6,1 Prozent), ihnen vorübergehend die Verbindung zu untersagen (5,2 Prozent) sowie die Kunden mit einer Geldstrafe oder rechtlicher Verfolgung zu sanktionieren (3,6 Prozent).

Mark Jackson, der Chefredakteur bei ISPreview äußerte sich zur Studie, wie folgt: "Ein signifikanter Unterschied beruht auf der Problematik der exakten Identifikation von denjenigen, die in illegale Downloads involviert sind. Es ist ein leichtes die IP-Adresse von jemanden zu verfolgen, der etwas via P2P herunterlädt. Aber genauso leicht ist es für diejenigen ihre Verfolger auf die falsche Fährte zu bringen oder ihre IP zu verschleiern, so dass der Eindruck entsteht, sie stamme von jemand ganz anderem. Dies verbunden mit der steigenden Nutzung von Verschlüsselungen und schon endet man in einer Situation, in welcher die ISPs nicht mehr in der Lage sind die Informationen zu validieren und die Rechteinhaber somit eventuell fehlerhafte Daten ausgeben, was die Gefahr erhöht unschuldige Individuen zu involvieren."

Was bleibt ist die Frage, wie eine monströse Abmahnmaschinerie nach wie vor in nahezu ganz Europa aktiv sein kann, wenn selbst die Provider die IP-Adressen, welche sie zuteilen, als nicht fehlerfrei betrachten. (Firebird77)

(via pr-inside, thx!)

News Redaktion am Montag, 16.03.2009 19:06 Uhr

tagsTags: großbritannien filesharing studie provider verantwortung

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • JamesCole am 19.03.2009 15:02:44

    472 Briten sollen eine ausreichende emprische Basis für eine Umfrage sein? :confused: Wie setzen die Befragten sich zusammen. Wenn man warez-Sammler frägt bekommt man natürlich eine andere Antwort als wenn man ausübende Künstler frägt, die von ihren Werken l ...

  • Firebird77 am 16.03.2009 21:53:05

    Nach langer Zeit muss ich mir eingestehen, dass ich mich im Bereich Statistik eines besseren belehren durfte. Über die "Wahrheit" der Studie kann man gerne zweifeln, ja, soll man sogar. Bzgl. der befragten Personenzahl möchte ich einfach etwas zitieren, was mir ein Board-User mal um die Ohren gewo ...

  • Binichs am 16.03.2009 21:23:55

    Gravenreuth hats auf den Punkt gebracht. Die News werden immer lächerlicher. Ich kann auch mal eben eine Umfrage in der nahen Verwandtschaft machen, die wäre dann ähnlich akkurat. Das Letztere nun sicherlich auch wieder nicht. Aber das Ergebnis der Befragung ergibt bei fas ...

  • Bobby_B am 16.03.2009 20:05:25

    Gravenreuth hats auf den Punkt gebracht. Die News werden immer lächerlicher. Ich kann auch mal eben eine Umfrage in der nahen Verwandtschaft machen, die wäre dann ähnlich akkurat. ...

  • nomit2 am 16.03.2009 20:05:04

    Viel mehr als die Frage, ob jetzt x-Befragte ausreichen um eine Aussagekraft zu treffen stellt sich mir die Frage nach dem Sinn. Ich verstehe einfach nicht warum Provider in die Verantwortung genommen werden sollen. Es nimmt doch auch niemand die Post in Verantwortung wenn sie Rechnungen mit unber ...

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