
Vernon Coaker, U.K. Home Office-Sicherheitsbeauftragter, äußerte sich am Montag zur weiteren Überwachung und Traffic-Analyse von Social-Communitys und Instant-Messengern. Ihm reicht die Vorratsdatenspeicherung reiner Verbindungsdaten nicht aus. Er sieht in Diensten wie Facebook, MySpace, Bebo und Konsorten eine Lücke im System. Ebenso die Kommunikation via der Instant-Messenger-Netzwerke wie ICQ, MSN, Jabber, etc. müsse dringendst überwacht werden. Schließlich könne man als Terrorist auch mittels dieser Wege Anschläge planen. Diese Verbindungsdaten seien bislang nicht von der Vorratsdatenspeicherung abgedeckt und damit äußerst gefährlich. Ebenso die eigentliche Kommunikation über diese Netzwerke sei ihm zufolge schnellstmöglichst zu protokollieren. So lautet seine Überlegung im Rahmen seiner Arbeit für das IMP. Das IMP ist ein im vergangenen Jahr erdachtes Konsortium, das sich mit Traffic-Analyse und Massenüberwachung beschäftigt. Ziel der Überlegung ist es, Verbindungsdaten auch hier zu sammeln und in einer Datenbank sämtlicher Bürger aus Großbritannien zu speichern.
Kritiker wie Richard Clayton, Sicherheitsexperte der Universität in Cambridge, ebenso wie der Urvater des World Wide Webs, Tim Berners-Lee, halten dies für eine vollkommen überzogene, sinnlose und nebenbei auch viel zu kostspielige Idee.
Clayton stellt in Frage, "ob es notwendig oder angemessen sei" und beantwortet die Frage auch gleich darauf mit einem kurzen "Nein". Ihm zufolge wäre das Geld besser in ein paar zusätzlichen Polizisten investiert, die sich um potentielle Terroristen kümmern. Ebenso gibt er zu bedenken, daß "nicht alle Server im UK stehen und ensprechende Daten schlichtweg schon gelöscht sein können, bevor überhaupt die Frage nach ihnen auftritt". Für ihn sieht es danach aus, "als wolle die Regierung schlicht und ergreifend alles an Daten sammeln, was nur möglich sei, einfach nur so, für den Fall der Fälle". Verwundert zeigte er sich auch bezüglich der anfallenden Kosten. So "habe es ein Jahr lang gedauert, um durch das Home Office drei Millionen Pfund für ein paar Polizisten und ihre Aufgaben im Netz zu bekommen, hier aber sei man ohne weiteres im Milliardenbereich angelangt, was seltsamerweise ganz einfach möglich sei".
Tim Berners-Lee ergänzend hierzu: "Wenn Dritte solcherlei Daten für politische oder kommerzielle Zwecke benützen wollen, dann sind wir an einem Punkt angelangt, an dem man einen Schlußstrich ziehen muß. Es besteht ein Unterschied zwischen dem Betrieb eines Internet-Providers und Traffic im Detail zu analysieren". (MSX)
(via cnet: U.K. to monitor, store all social-network traffic?, merci!)
(Bildquelle: iovinoips.com, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 19.03.2009 10:09 Uhr
Ich versteh es einfach nicht, was die damit bezwecken wollen. Klar Terrorismus wird als Vorwand benutzt, jedoch was wollen die mit den ganzen Daten? Ist doch egal, was man hat, hat man. Man kann ja nie wissen. Die Eigentümer der Welt müssen doch auch im Zukunft geschütz ...
mir stellt sich da die frage nach der machbarkeit... ich bin jetzt kein experte auf dem gebiet, aber verschlüsselt skype nicht schon allein mit bis zu 2.048 bit? ich bin mir nicht sicher, wie das mit messengern wie icq, msn, miranda usw. aussieht, aber ich bin mir sicher, daß es ein ganz schöner ...
mich würde mal interessieren, wie die alle jabba server zum loggen bringen wollen. geht mal zum CCC und sagt denen, dass du gerne deren logs haben möchtest, als schutz gegen terrorismus :D und welcher terrorist tauscht sich bitte über eine social plattform wir facebook aus? und bei ICQ wi ...
An sich eine einfache Kiste, kennst doch den Spruch das Wissen = Macht ist. Zudem verschlechtert sich weltweit das soziale Gefüge immer mehr, durch die ständige Überwachung und Kontrolle kann man revolten o.Ä. direkt im Keim ersticken oder abschreckend wirken, denn wer nic ...
An sich eine einfache Kiste, kennst doch den Spruch das Wissen = Macht ist. Zudem verschlechtert sich weltweit das soziale Gefüge immer mehr, durch die ständige Überwachung und Kontrolle kann man revolten o.Ä. direkt im Keim ersticken oder abschreckend wirken, denn wer nicht zu den oberen 20% ge ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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