
Die Regierung hat nach Meinung der Musikindustrie zwar die Bedeutung der Branche erkannt, versäume es aber gleichzeitig, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine effiziente Durchsetzung von Urheberrechten zu schaffen.
Mit einem Beitrag von 61 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt liege die Kultur- und Kreativwirtschaft zwischen der Chemie- und Automobilindustrie mit 49 bzw. 71 Milliarden Euro und die gilt es nach Ansicht von Gorny zu schützen. "Die ökonomische Basis der Kultur- und Kreativwirtschaft ist und bleibt ein starkes Urheberrecht", so Gorny und verwies darauf, dass immer mehr Branchen durch die Kostenlos-Konkurrenz und den Diebstahl geistigen Eigentums im Netz die wirtschaftlichen Grundlagen entzogen würden. "Nach der Musik- und Filmwirtschaft stehen mit der Einführung von E-Books jetzt auch die Buchverlage vor dem Problem der illegalen Verbreitung ihrer Inhalte", so Gorny weiter. "Nur weil man an digitale Produkte kein Preisschild hängen kann, sind sie nicht weniger wert", betonte Gorny.
Die Bundesregierung sei zu einseitig auf die technischen Aspekte des Internets fokussiert. So werde der Ausbau der Datenautobahnen forciert, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Inhalte dort zukünftig transportiert werden sollen. "In Europa erkennen immer mehr Länder wie Frankreich, England oder Irland, dass Inhalte und Infrastruktur untrennbar zusammengehörten." Während dort beispielsweise über den Versand von Warnhinweisen innovative Wege bei der Bekämpfung von Internetpiraterie ausprobiert würden, verheddere sich Deutschland nach Meinung der IFPI im datenschutzrechtlichen Dickicht.
Seit 2004 wurden alleine von der Musikindustrie rund 100.000 Verfahren wegen Urheberrechtsverletzungen im Netz eingeleitet. Die Zahl illegaler Downloads hat sich dadurch von über 600 Millionen auf rund 316 Millionen in 2008 nahezu halbiert. "Wir würden trotzdem gerne auf weitere Massenverfahren wegen illegaler Verbreitung und Nutzung von Musik verzichten. Aber die Weigerung der Regierung, neue Wege zu gehen, lässt uns auch in Zukunft keine andere Wahl", betonte Gorny.
Ghandy von gulli meint:
Das was Herr Gorny da erzählt, ist nichts als alter Wein in neuen Schläuchen. Anstatt sich neue Geschäftsmodelle einfallen zu lassen, verweist man gerne auf die Schuld der Filesharer und jetzt auch auf die der Bundesregierung. Man würde ja ach so gerne auf die eigens dafür geschaffenen Abmahn-Manufakturen und die zusätzlichen Einnahmen verzichten. Nur da sich die Regierung bislang weigert unsere Daten zu überprüfen und uns beim dritten Fehltritt kicken zu lassen, geht es nicht anders (?) Sorry, aber der Wein ist abgestanden und stinkt, zumindest mir. Wenn sich die Welt in den letzten 10 Jahren um sie herum geändert hat, so war dies leider bis vor kurzem kein Anlass, sich und die eigenen Absatzstrategien zu ändern. Und jetzt wo die Gewinne der Labels empfindlich in den Keller gegangen sind, soll die Politik es richten und die ISPs zur Zusammenarbeit verdonnern.
100.000 Abmahnungen gegen die eigenen Kunden sind 100.000 Fehler!
Die ökonomische Basis der Kreativwirtschaft ist in angepassten Vertriebsmodellen und guter Musik - nicht aber bei einem staatlichen Vorschlaghammer zu suchen. Auch an Professor Gornys Konzept fehlt das Preisschild und das liegt daran, weil es nichts wert ist.
(via musikindustrie.de, thx!)
(Foto: BVMI / Markus Nass, thx!)
News Redaktion am Freitag, 20.03.2009 09:11 Uhr
Seit über zehn Jahren biete ich nun verschimmelte Brötchen für 20 Euro pro Stück an und keiner kauft welche. Ich mache nur Verlust. Wie soll man das Problem lösen? Ganz klar. Die Leute müssen per Gesetz gezwungen werden die Scheiße zu fressen. So geht doch die gelobte, freie Mark ...
Während dort beispielsweise über den Versand von Warnhinweisen innovative Wege bei der Bekämpfung von Internetpiraterie ausprobiert würden, Na klar doch, es ist inovativ wenn die Provider ganz klar gegen nationale Gesetze verstossen und User -auf Verdacht- vom Netz trennen... ...
Iss zwar n bissel off topic ... Aber meine letzte Erfahrung mit kommerzieller Software sprich geistigem Eigentum war ein simples Klonen einer Notebookfestplatte im Disk to Disk Modus. Also von Interner Festplatte auf externe USB. Nort*n und A*ronis waren weder unter Dos noch unter Windos ...
Seit über zehn Jahren biete ich nun verschimmelte Brötchen für 20 Euro pro Stück an und keiner kauft welche. Ich mache nur Verlust. Wie soll man das Problem lösen? Ganz klar. Die Leute müssen per Gesetz gezwungen werden die Scheiße zu fressen. So geht doch die gelobte, freie Marktwirtschaft, ...
Hahaha... auch finde ich ihre Argumente so gut: "Wenn ihr nicht bezahlt, trifft es vor allem die kleinen Künstler! Denn wenn die Entscheidung steht zwischen 20 g Koks oder 5 Künstlern, werde ich jederzeit die schwachen Künstler feuern! Also bezahlt wieder eure Alben, denn mir schadet es sowieso ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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