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Wikileaks: Domain-Besitzer durchsucht

Beim Besitzer der Domain "wikileaks.de" wurde offenbar eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

Am Montag abend gegen 9 Uhr durchsuchten sieben Polizeibeamte in Jena und Dresden die beiden Wohnsitze von Theodor Reppe, dem Besitzer der Domain "wikileaks.de". Der Grund für diese Aktion nach Angaben der Polizei: Verdacht auf die Verteilung von pornographischem Material und das "Finden von Beweisen". Nach Angaben einer Pressemitteilung von Wikileaks wies die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass die Durchsuchungen mit Reppes Funktion als Domain-Besitzer von wikileaks.de in Verbindung stehen.

Die Polizei gab Reppe keine weiteren Informationen. Auch eine Kontaktaufnahme mit Wikileaks in dieser Angelegenheit fand nicht statt. Über die genaue Motivation der Polizei tappen daher auch die Verantwortlichen von Wikileaks noch im Dunkeln. Sie vermuten allerdings, dass die Aktion im Zusammenhang mit der Veröffentlichung diverser Netzzensur-Filterlisten aus verschiedenen Ländern, die unter anderem auch Links zu kinderpornographischen Seiten enthalten, in Verbindung steht.

Bezüglich des Ablaufs der Durchsuchungen gab es offenbar einige Ungereimtheiten und Versäumnisse der Polizei. So wurde nach Angaben von Wikileaks Reppe möglicherweise nicht über seine Rechte aufgeklärt. Dies geht aus dem Durchsuchungsbericht hervor, der Wikileaks vorliegt und in dem das entsprechende Kreuz nicht gemacht wurde, und wurde allem Anschein nach auch von Reppe bestätigt. Zudem gibt Reppe an, er habe, entgegen der Angabe im Bericht, nicht eingewilligt, keinen Zeugen hinzuzuziehen. Aufgrund "dieser und anderer Ungenauigkeiten" weigerte sich Reppe schließlich, den Bericht zu unterschreiben.

Reppes Beitrag zu Wikileaks ist nicht redaktioneller Natur. Er sponsert der Whistleblowing-Seite lediglich die Domain und unterhält einen Mirror für einige Dokumente des US-Kongresses. Daneben ist er einer der bekanntesten Betreiber eines TOR-Servers in Deutschland. (Annika Kremer)

News Redaktion am Mittwoch, 25.03.2009 03:00 Uhr

tagsTags: pressefreiheit polizei internetsperren hausdurchsuchung sperrliste zensur reppe wikileaks kinderporno

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54 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • baummuetze am 26.03.2009 16:44:48

    Also ich bin auch der Meinung, dass man die Verbreitung von Kinderpornographie mit allen Mitteln verhindern sollte. So etwas kann keine Meinungfreiheit oder durch die Pressefreiheit gedeckt sein. Das sind schwerste Verbrechen an Kinderseelen. es geht ja auch nicht um die verh ...

  • Shadow27374 am 26.03.2009 16:38:22

    ja klar. zum beispiel mit einem possierlichen Katzenbild: http://www.roeserschool.lu/resources/images/_wiki_4_Schouljoer_PKlein/katze01_1.jpg Die Piratenpartei hat eine Straftat seitens Bayern aufgedeckt! ...

  • Willmaster1 am 26.03.2009 15:33:45

    Glaub ich nicht, eher mit Standort Russland o.ä. unwahrscheinlich, Russland ist nicht so sicher wie alle glauben. Schweden war schon eine sehr gute wahl, wenn es da nicht mehr möglich ist wirds wohl am ehesten Asien sein, Malaysia - Taiwan - Honk Kong - Macao - Japan - Kor ...

  • Taphiriel am 26.03.2009 15:07:11

    Die Netzsperren erscheinen mir persönlich ungefähr so nützlich, als würde die Polizei auf der Straße zu einer Straftat herbeigeeilt kommen, eine Spanische Wand aufstellen und mit der Kelle winken"Hier gibt es nichts zu sehen, weitergehen bitte". :confused: ...

  • Werti2 am 26.03.2009 14:55:09

    Kannst Du diese Meinung auch begründen? ja klar. zum beispiel mit einem possierlichen Katzenbild: http://www.roeserschool.lu/resources/images/_wiki_4_Schouljoer_PKlein/katze01_1.jpg ...

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