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Datendiebstahl im UK: 19.000 Kreditkartendaten veröffentlicht

Knapp 20.000 Kreditkartendaten aus Großbritannien waren wochenlang im Netz verfügbar und via Google auffindbar.

Knapp 20.000 Kreditkartennummern mitsamt Name des Karteninhabers, zugehöriger Adresse und weiteren Details, wurden vor einiger Zeit im UK geklaut. Dabei handelte es sich um Kunden der Firmen Visa, Mastercard und American Express. Der Ursprung der Quelle ist nicht eindeutig bekannt. Man geht davon aus, dass ein Teil der Daten aus dem Bereich Online-Shopping stammt. Ebenso denkbar ist, dass es sich um die verschiedensten Formen von Trickbetrug handeln könnte, so wie Phishing, Trojaner, etc. Gespeichert waren die Daten auf einem Server in Vietnam. Dieser wiederum wurde durch die besagte Website verlinkt. Von dort kommend nahm Google sie dann in ihrem Index auf, wo sie bis vor kurzem noch durch eine gewöhnliche Suche abrufbar waren. Der Server selbst wurde jedoch schon nach Ermittlungen im Februar vom Netz genommen. Die Ermittlungen waren genereller Natur in der Carding-Szene. Dabei war man auf Kreise gestoßen, in denen man 100 Kreditkartennummern mit Zusätzen für 250 Pfund kaufen konnte.

Das Bankenkontrollgremium APACS spricht davon, dass sämtliche dieser Konten nun einen internen Warnhinweis tragen, durch den sie auf außergewöhnliche Transaktionen überwacht würden. Gleichzeitig mahnt APACS "Die Bankenindustrie nimmt jeden Datendiebstahl sehr ernst. Wir möchten Online-Geschäfte auf ihre Verantwortung hinweisen, Kreditkartendaten sicher zu speichern." - Seltsamerweise hielten es die entsprechenden Kreditkartenunternehmen selbst jedoch nicht für nötig, ihre Kunden über diesen Diebstahl in Kenntnis zu setzen. Ein Identitätsdiebstahl würde durch das Entwenden und Publizieren dieser Daten ebenso ermöglicht, wie das reine Ausnutzen der Nummern.

Der konservative Ministerpräsident der All Party Group on Identity Fraud nannte es "(...) sehr beunruhigend. Die Kreditkartenunternehmen haben die Verpflichtung, alle Beteiligten darüber zu informieren, dass sie unter dem Risiko eines Identitätsdiebstahls stehen.". Rik Ferguson, von Trend Micro, dazu: "Solch eine Menge Daten auf einem Server zu finden, der öffentlich zugänglich ist, ist eine seltene Angelegenheit. Das organisierte Verbrechen schützt seine Errungenschaften normalerweise durch Passwörter auf verschlüsselten Systemen." (MSX)

(via thisismoney.co.uk, merci!)

(Bildquelle: alantanblog.com, thx!)

News Redaktion am Sonntag, 29.03.2009 17:48 Uhr

tagsTags: identitätsdiebstahl datendiebstahl uk 19000-us-dollar kreditkarte hacken

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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Lokalrunde am 29.03.2009 20:52:09

    hmm, kommt mir das eigentlich nur gefühlt so vor oder enstpricht es den Tatsachen das tatsächlich auf bzw. von der Insel mehr Daten geklaut werden als "sonstwo" ?Da bist Du nicht der einzige, dem das so vorkommt. Und ich dachte, es wäre nun so langsam ein wenig ruhiger gewo ...

  • nomit2 am 29.03.2009 19:48:09

    hmm, kommt mir das eigentlich nur gefühlt so vor oder enstpricht es den Tatsachen das tatsächlich auf bzw. von der Insel mehr Daten geklaut werden als "sonstwo" ? Achja, man sollte doch nochmal über das Bankinstitut seines Vertrauens nachdenken wenn ich solche Sprüche höre wie: "...nehmen das ...

  • Ghandy am 29.03.2009 18:28:58

    Ja, ja, die Briten mal wieder! ...

  • gullinews am 29.03.2009 16:49:56

    Knapp 20.000 Kreditkartendaten aus Großbritannien waren wochenlang im Netz verfügbar und via Google auffindbar. Knapp 20.000 Kreditkartennummern mitsamt Name des Karteninhabers, zugehöriger Adresse und weiteren Details, wurden vor einiger Zeit im UK geklaut. Dabei handelte es sich um Kund ...

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