
Zum 31.1.2009 lief ein bestehender Vertrag zwischen YouTube und der GEMA ab, der die Höhe der Vergütung für die einzelnen Streams regelte. Die Neuverhandlungen diesbezüglich scheiterten allerdings, sodass die privatrechtlich ungeklärte Situation zwischen der GEMA und YouTube dazu zwingt, ab heute nach und nach Musikvideos von GEMA-Mitgliedern für Nutzer aus Deutschland zu sperren. Bislang ist davon noch nichts zu spüren.
Die GEMA forderte von YouTube eine deutlichere Transparenz bezüglich der Musikvideos, die auf dem Videoportal angeschaut werden (vermutlich in Bezug auf die Höhe der Einnahmen). In der offiziellen Pressemeldung der GEMA heißt es hierzu: "Angeboten wird von YouTube nur eine Verlängerung des Vertrags auf Basis einer Pauschalzahlung ohne ausreichende Informationen zu den genutzten Musikwerken und der Anzahl der Streams. Das lehnt die GEMA ab, da es nicht möglich ist, ohne diese Angaben die Angemessenheit der Vergütung zu beurteilen und die Vergütung zielgerichtet an die Urheber und Musikverlage weiterzuleiten." Da muss man sich doch stark wundern, denn zu jedem einzelnen Video lässt sich klar nachvollziehen, wie oft es angeschaut wurde.
Da sich YouTube auf die Forderungen der GEMA nicht einlassen wollte, ist nun die Rede davon, dass pro Stream - nur für Beiträge an die GEMA - ein Betrag von etwas mehr als 12 Cent fällig werden würde. Dieses ist der Standardbetrag für "Musikvideo-on-demand-Portale", den die GEMA pauschal einfordert. Bei dieser Höhe der Abgabe - so rechnete YouTube vor - könnten sie das GEMA-Repertoire nicht mehr anbieten, da sie dann deutlich draufzahlen müssten. Sollte der GEMA-Standardvertrag etwa Wucher sein?
Spiegel Online rechnet vor, dass diese Forderung weit mehr als das doppelte beträgt, als andere Anbieter aus Europa oder dem Rest der Welt verlangen. YouTube-Manager Patrick Walker sagte, dass der Betrag mehr als 50-mal höher liege als bei der Verwertungsgesellschaft aus Großbritannien.
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es sich um einen hochoffiziellen Aprilscherz von Seiten der GEMA handelt. Zuzutrauen ist der Verwertungsgesellschaft leider, dass sie das alles todernst meint. In der Pressemitteilung vom 31.1 wird Komponist Prof. Dr. Enjott Schneider über die "aktuelle Online-Diskussion" zitiert: "Ein Glück, dass es in diesem Tal voller Flatrate-Kultur und Flatrate-Hirnen die GEMA gibt, sonst wäre ein 'Urheber' verraten und verkauft!" Und wir fragen uns... Welche Flatrate-Kultur? Von welchen Flatrate-Hirnen ist da die Rede? (020200) (via GEMA-Pressemitteilung, Spiegel-Online, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 01.04.2009 20:00 Uhr
Ja, noch ist YouTube an sich GEMA-frei. Aber ich denke, man wird sich bald einigen und wieder Musikvideos zeigen können. Allerdings kann es passieren, dass die neuesten Musikvideos (also alles, was vor 3 Monaten erschienen ist), nur noch im Premium-Bereich zu finden sein werden, für den man zahlen ...
... es wird Frühling und dann brauchen die kleinen Nerds nicht vor YouTube hängen sondern sollen mal lieber vor die Tür und an die frische Luft gehen ... dort gibts Vögelgezwitscher .... und das ist a) kostenlos und b) GEMA frei :D Noch ist es GEMA frei :D ...
Eigentlich kann das sowieso nicht funktionieren, weil da täglich tausende/millionen Videos hochwandern, davon sind natürlich auch extrem viele Musikvideos. Viel davon sind praktisch eh nur Reups, die die Leute jetzt innerhalb von ein paar Minuten wieder hochladen können. Sofort gesperrt sein, ka ...
Illegale Kopien von gemageschützter Musik sperren ist ja (fast) noch gerechtfertigt. Aber das sie fast alle Songs von Weird Al Yankovic(Die er selbst hochgeladen hat) geperrt haben ist meiner Meinung nach mehr als nur eine Frech ...
Illegale Kopien von gemageschützter Musik sperren ist ja (fast) noch gerechtfertigt. Aber das sie fast alle Songs von Weird Al Yankovic(Die er selbst hochgeladen hat) geperrt haben ist meiner Meinung nach mehr als nur eine Frechheit und regt mich ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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