
Fabián Bustamante, ein Professor an der Northwestern University, hat die Gefahr, die Nutzern von BitTorrent drohen könnte entdeckt und glücklicherweise bereits ein PlugIn entwickelt, mit dem sich die Gefahr abwenden lässt.
Ohne es zu wissen, bilden BitTorrent User durch ihren Client eine identifizierbare "Community". Dies bedeutet, dass sich ihre Rechner erheblich öfter mit anderen der gleichen "Community" verbinden. Ein digitales Geflecht, welches eigentlich nicht existieren sollte. "Das ist besonders überraschend, weil BitTorrent eigentlich so konzipiert ist, dass es Verbindungen zufällig aufbaut. Es gibt keinen vernünftigen Grund, wieso solch starke Communities existieren", erklärt Bustamante. Dennoch ist dem so, wie er und seine Kollegen herausgefunden haben. Sie erkannten auch die "unglaubliche Gefahr für die Privatsphäre der User", die von dieser Tatsache ausgeht. Sie benannten den Angriff, welcher diese Zusammenhänge offenbart, als "guilty-by-association" - zu deutsch "Schuldig-Weil-Verbunden".
Laut Bustamante wäre es einer Organisation möglich, den P2P-Traffic zu analysieren und somit Gruppen verlässlich ausfindig zu machen, die ein ähnliches Nutzungsmuster aufzeigen - beispielsweise Downloads von urheberrechtlich geschützten Werken. Die Geschwindigkeit, mit der dies möglich wäre, ist beachtlich. Nach den Forschern der Universität wäre der zeitliche Aufwand um bis zu 85 Prozent geringer, da man lediglich 0,01 Prozent der gesamten Nutzermengen analysieren müsste, um auch an die anderen zu gelangen. Die Risiken in P2P-Netzen zu agieren sind zwar in der Vergangenheit gestiegen, aber die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich ermittelt zu werden, war bislang noch gering. Dies dürfte sich damit jedoch geändert haben. Mit einem geringfügigen Aufwand könnten die Rechteinhaberverbände genau diejenigen Tauschbörsenuser ermitteln, die sie haben wollen.
Dieses Prinzip lasse sich auch auf Skype anwenden, so die Forscher. Auch dort könnte man ein zusammenhängendes Profil herausfiltern, mit einer Investition, die vergleichsweise unbedeutend ist. Insbesondere Geheimdienste dürften sich an einer solchen Methode erfreuen. Bustamante versucht jedoch auch zu beruhigen. Man habe inzwischen ein PlugIn namens SwarmScreen für Vuze/Azureus programmiert, welches den User vor solchen "Guilt-by-Association" Attacken bewahrt.
Vermutlich wäre es kein Beweis, in einem Verfahren lediglich mit der IP-Adresse und der Behauptung, diese gehöre zum Verbund, aufzutauchen. Durch diese Methode könnten Anti-Piraterie-Unternehmen jedoch erheblich schneller diejenigen User herausfischen, die prädestiniert sind, urheberrechtlich geschütztes Material zu tauschen. Eine unglaubliche Zeitersparnis. (Firebird77)
(via theregister, thx!)
(Bild via cs.northwestern, thx!)
News Redaktion am Freitag, 10.04.2009 12:15 Uhr
Ich finde es nur schlimm, daß p2p aus dem Sichtfeld rutscht, weil äußere Faktoren dazu zwingen und nicht weil dies die logisch nächste Entwicklungsstufe wäre. ...
Wie gesagt: Wer sich als User noch immer an uralten P2P-Strukturen klammert, anstatt zu anonymous P2P-Netzwerken rüber- zuwechseln, den bestraft das Leben... ...
Tja, man sollte einfach dieses dämliche P2P lassen und dann ist gut. Nehmt lieber 1-Klick-Hoster oder so... P2P ist eine groszartige Erfindung. Nur durch diese Technik konnte sich Tor ueberhaupt rentieren. Andernfalls wuerde man auf Lasten der Anonymitaet oder der Geschw ...
Das mit Skype hab ich irgendwie nicht verstanden, auch nicht in der englischen Quelle. Wie genau können da verdächtige Nutzer gefunden werden, ohne die Verschlüsselung zu knacken? "Quite apart from pigopolists tracking down media sharers of particular interest to them, the Northwestern resea ...
Ich habe DSL Light, ich schaffe höchstens 2 GB am Tag :D damit musste ich mich auch 3 Jahre mit rumquälen, mein aufrichtiges Beileid ;) Da gibts nur 3 Auswege: a)für ne RA-Schaltung bewerben b)Kabelinet c)Umzug ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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