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Google & Universal: Musikportal Vevo startet Ende des Jahres

Google und Universal haben bekannt gegeben, dass bis zum Ende des Jahres ein gemeinsames Musikvideoportal online gehen soll, welches den Namen Vevo erhält.

Dabei setzt sich das Dreamteam kein geringeres Ziel, als den "führenden Musikvideodienst der Welt" aufzubauen, und zwar "ab dem ersten Tag". Ein wahrlich großes Ziel, das man sich hier gesetzt hat.

Google bestätigte am vergangenen Donnerstag gegenüber Wired, dass alle aufgezeichneten Werke von Universal Music, also Musikvideos, Interviews, Konzertmitschnitte sowie möglicherweise sogar Backstage Aufnahmen, auf Vevo zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Google-eigene Videodienst YouTube hingegen soll das Material über Vevo einbetten dürfen, anstatt selbst eine Lizenz mit dem Label auszuhandeln.

Die Details der Übereinkunft sind bislang noch unklar, die bisherige Besorgnis von Google, dass der Vertrag scheitern würde, dürfte sich nun jedoch zerstreuen, obwohl noch nicht alles geklärt ist. Das Majorlabel wird einen Anteil der Einnahmen erhalten, die Vevo, YouTube und andere Portale auf denen die Videos eingebettet werden, generieren. Das Besondere dürfte jedoch für Universal sein, dass sie ein Stück Macht zurückerhalten. Sie bestimmten, was auf Vevo landet - und was nicht. Ein Zugewinn für beide Seiten, nach anfänglichen Streitigkeiten, Einigung und nun einem Vertrag.

"Vevo wird die verlockendsten Premium Musikvideoinhalte und Dienste zu der einzigen und größten Onlinevideo-Zuhörerschaft bringen. Wir glauben, dass gleich zum Start Vevo mehr Traffic erzeugen wird, als jede andere Musikvideowebsite in den USA und auf der ganzen Welt", so Doug Morris, Vorsitzender der Universal Music Group.

Die Aufteilung der Arbeitsabläufe ist dabei klar geregelt, wie Google erklärt. Universal gehört das Portal, sie bestimmen die Inhalte und deren Qualität. Google sorgt für eine reibungslose technische Absicherung. Wie eine Pressesprecherin von Google erklärte, würden die Einnahmen von Vevo und YouTube mit Universal geteilt. Es gäbe aber auch die Option für weitere Labels, bei Vevo einzusteigen, entsprechende Gespräche seien bereits in vollem Gange.

Wie genau sich das Portal letztendlich finanzieren soll, ist noch nicht bekannt. YouTube scheiterte in Europa bereits an den hohen Lizenzgebühren, die seitens der Majorlabels gefordert wurden. Dies soll sich mit Vevo ändern, auch wenn dies vielleicht bedeutet, dass das Portal mit Werbung überladen ist. Wie die User darauf reagieren würden, lässt sich schwerlich abschätzen.

Sollten sich weitere Majorlabels an Vevo binden wollen, so dürfte das Videoportal das vermutlich Einzige sein, welches völlig legal und lizenziert Musikvideos abspielen darf, und anderen Seiten ebenso die Option bietet, diese Clips einzubinden. Wenn dies klappt, hätte die Musikindustrie endlich etwas wirklich Gutes getan, die Frage ist nur, ob es auch so perfekt realisiert wird, wie man es bisher annimmt. Fraglich ist natürlich auch, was mit Websites geschieht, welche bislang lediglich die Tonspur aus Musikvideos bei YouTube abspielten. Eine der bekanntesten namens Songza dürfte hier womöglich in Bedrängnis geraten - außer man schließt sich ebenfalls vollständig Vevo an. (Firebird77)

(Text & Bild via wired, thx!)

News Redaktion am Freitag, 10.04.2009 13:22 Uhr

tagsTags: google musikindustrie einnahmen stream portal vevo musikvideo universal music youtube

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Paper09 am 10.04.2009 17:06:26

    Geht einfach nur darum, dass man YouTube nicht mehr den Rang ablaufen kann, sodass man über YouTube selbst lediglich die eingebetteten Videos sieht und über diesen neuen Dienst niemand darauf zugreifen wird. Seh ich auch so. Warum sollte der Nutzer sein Verhalten ändern ...

  • Fryhstyxei am 10.04.2009 16:18:17

    Wieso? Hört sich doch gut an. Und die Werbung kann man schließlich blocken ;-) Wenn die allerdings auf das falsche Pferd setzen und Werbung in den Clip einbauen, dann wirst du allerdings Recht behalten können :D Geht einfach nur darum, dass man YouTube nicht mehr den Rang ...

  • salbei am 10.04.2009 14:09:10

    Build to fail Wieso? Hört sich doch gut an. Und die Werbung kann man schließlich blocken ;-) Wenn die allerdings auf das falsche Pferd setzen und Werbung in den Clip einbauen, dann wirst du allerdings Recht behalten können :D ...

  • Mr.Harmlos am 10.04.2009 12:43:20

    Build to fail ...

  • Schattenspieler am 10.04.2009 12:02:48

    "Vevo wird die verlockendsten Premium Musikvideoinhalte und Dienste zu der einzigsten und größten Onlinevideo-Zuhörerschaft bringen. ..."Zum einen gibt es kein "einzigst" und zum anderen wäre eine passendere Übersetzung wohl "größte(n) alleinstehende(n) Onlinevideo...", wo ...

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