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Pete Waterman: YouTube hat mich ausgenutzt

Der Songwriter Pete Waterman erklärte kürzlich in einem Interview, dass Googles Videodienst YouTube ihn regelrecht ausgebeutet habe. Ein schönes Beispiel dafür, wie man die Schuld immer an Dritte weiterreichen kann.

Pete Waterman war der denkende Kopf hinter Dutzenden von Charthits, die sich millionenfach verkauft haben. Umso erstaunlicher ist nun seine jüngste Äußerung gegenüber der Presse, wonach der Gigant Google ihn schlichtweg ausgebeutet hätte.

Der Auslöser für diese Behauptung? Relativ schnell und einfach erklärt. Waterman hatte als Co-Songwriter und Mitglied des Produzententeams Stock Aitken Waterman den Text zu "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley verfasst. Der Song war im vergangenen Jahr unglaublich erfolgreich bei YouTube, und wurde von mehr als 154 Millionen Mal angesehen. Für diese Summe an Aufrufen erhielt Pete Waterman jedoch lediglich 11 Britische Pfund. Nicht wirklich viel, wie jedem Leser klar sein dürfte. Nicht so klar ist jedoch, worin genau die Schuld bei Google liegt, dass Waterman eben nur diesen Betrag erhalten hat.

"Ich saß da also zu Weihnachten und dachte mir, ich muss einiges an Geld dieses Jahr mit diesem [Song] verdient haben. Ich rief als den Produzenten an, welcher mir sagte, dass ich mich um nichts kümmern müsste, bis ich schließlich die Lizenzeinnahmen sah. 11 Britische Pfund. Wenn 154 Millionen Aufrufe 11 Britischen Pfund entsprechen, dann erhalte ich mehr von Radio Stoke, wenn sie 'Never Gonna Give You Up' spielen, als von YouTube. Panorama hat einen Dokumentarfilm über ausgebeutete Leiharbeiter in Dubai gebracht. Ich fühle mich wie einer dieser Arbeiter, [...]", erklärte Waterman gegenüber dem Telegraph.

Dabei lässt er jedoch gekonnt außen vor, dass es nicht wirklich das Verschulden von Google oder YouTube ist. Den Lizenzvertrag, in welchem ihm Gebühren zuerkannt werden, hat er selbst akzeptiert. Wenn der Song nicht mehr Einnahmen erzeugt hat, dann ist dies nun einmal einfach so. Schuld scheint ein immer bedeutenderes Wort für die Musikindustrie zu sein, insbesondere dann, wenn man diese bei anderen suchen kann. (Firebird77)

(via telegraph, thx!)

(Bild via comicwonder, thx!

News Redaktion am Samstag, 11.04.2009 14:54 Uhr

tagsTags: google lizenzgebühren einnahmen ausgenutzt never gonna give you up pete waterman youtube aufruf

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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • zEeoN am 13.04.2009 13:34:45

    In was für Zeiten leben wir, wo man schon von den gulli-news gerickrolled wird? :D ...

  • coBra91 am 13.04.2009 03:44:42

    Mal was anderes: Das Video wurde doch nur so häufig aufgerufen letztes Jahr, weil am 1. April 2008 alle Videos der Startseite von YT auf das Video verlinkt wurden. ...

  • Konsumopfer am 13.04.2009 03:32:44

    ich find hier manche aussagen auch ziemlich fragwürdig. wenn's der eigene song gewesen wäre, gäbs wieder nur rumgeheule. das ist alles genauso eine sauerrei wie itunes und klingeltöne, die anbieter verdienen einen haufen asche und die erfinder gehen leer aus. wer blickt denn bei dem ganzen ver ...

  • talk hard am 12.04.2009 17:03:25

    macht sicher keiner musik von euch, oder? sicherlich ist der vertrag von dem herren von interesse, aber ganz prinzipiell steht ja mal eins fest...ob musik via youtube oder nachrichten via google news...google benutzt anderer leute arbeit und bezahlt dafür entweder nichts oder fast nichts. google v ...

  • hypnosis20m am 12.04.2009 13:55:34

    Und die Moral von der Geschichte ist doch das er wie jeder andere "kleine" Mann den Vertrag hätte lesen sollen bevor er ihn unterschreibt ... ah ja wenn dann jemand anders besser verdient wird erst gekotzt und dann rumgewettert. Meine Meinung: SELBST SCHULD ...

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