
Man kann sich bekanntlich über vieles ärgern, manche Ereignisse passieren aber nunmal einfach, ohne dass man dagegen etwas tun könnte.
Ein besonders typisches Ereignis, welches in diesem Zusammenhang passt: Viele Jugendliche haben Sex. Eigentlich nichts wirklich außergewöhnliches, was sich jedoch insbesondere in den USA relativ rasch ändern kann. Dort wurden zwei Minderjährige (!) wegen der Verbreitung von Kinderpornografie angeklagt. Im ersten Augenblick mag man über diese Meldung doch etwas erstaunt sein, bei genauerer Betrachtung fällt sie jedoch unten durch, weshalb auch wir lange Zeit keinen Bedarf für eine kurze Meldung sahen. Die beiden minderjährigen Mädchen hatten sich unter der Dusche mit ihren Handys fotografiert - sinnigerweise nackt - und diese Bilder nicht einfach auf ihrem Handy belassen, sondern an einen Mitschüler versandt. Das diese Aktion für die beiden verhängnisvoll hätte werden können zeigte sich, als man bei einem Zufallsfund auf die Bilder stieß. Den beiden Mädchen drohte eine Anzeige, zu welcher es jedoch final nicht kam. Bis zu diesem Punkt könnte man auch noch Verständnis für dieses Szenario - welches die Bezeichnung Sexting erhielt - aufbringen, wenngleich man sich fragen kann, was die Mädchen ausgerechnet zu dieser Handlung bewegte.
Casio versucht nun scheinbar eben dieses Ereignis, welches man nicht leichtfertig betrachten sollte, in seiner aktuellen Werbekampagne zu verwenden. Was vielleicht viele nicht wissen: Casio baut Handys und bei einem aktuellen Modell sogar mit ganz ausgefallenen Funktionen. Das Handy, welches gegenwärtig mit den Clips umworben wird, ist nämlich wasserdicht. Was lag dem Unternehmen also näher, als einen Werbeclip zu drehen, in dem das Handy in Kontakt mit Wasser gerät? Man hätte dies auf die verschiedensten Arten lösen können, man entschied sich jedoch für solche, die nun unter den Titeln "Sexy girl in the shower" oder "Money Shot" in diversen Videoportalen auffindbar sind. Wir akzeptieren es als Fakt, dass die Darstellerin im ersten Videoclip volljährig ist. Was uns jedoch etwas verwundert ist die verblüffende Aktion, die diese Dame während des Duschens vollführt. Nach einem Anruf und kurzen Gespräch (unter fließendem Wasser) beginnt sie fröhlich damit, Bilder von sich in der Dusche zu schießen.
Wo liegt nun also das Problem? Nun, eigentlich gibt es keines. Vermutlich machen viel mehr Jugendliche solche Fotos, als man ahnt. Es ist nunmal einfach so. Aber muss man Jugendliche, welche die Folgen von Nacktaufnahmen und deren Veröffentlichung in den seltensten Fällen völlig erfassen können, ausgerechnet mit solcher Werbung ködern? Scheinbar hat es deswegen bereits den ersten Ärger gegeben. Der Artikel bei InformationWeek, auf den sich unsere Quelle techdirt bezieht, wurde bereits gelöscht. Noch sind die Gründe dafür unbekannt. (Firebird77)
(via techdirt, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 15.04.2009 13:09 Uhr
Bei jeder "Anti-Flecken-Mittel-Werbung" wird das Blag auch im nachhinein für den Fleck gelobt, da dieser ja wieder weg ist. Was lernt das Blat? Flecken machen ... Heutige Werbung ist doch voll mit so nem Mist. :rolleyes: ...
Zumindest die die es immer wieder fertig bringen ihr Handy im WC zu versenken:D Diese Werbung sieht doch aus wie ein schlechtes Homevideo. Ein wenig Professionalität erwarte ich schon von Firmen. ...
Exakt. Wieder mehr Eigenverantwortung statt alles vom Staat regeln lassen. Mal im Ernst, wo ist sowohl bei der Werbung als auch bei den Dusch-Bildern wirklich ein Problem? (Ok, 10 ist schon etwas zu krass, aber das sollte die Aufklärung und der gesunde Menschenverstand soweit eingesetzt haben.) ...
ach wie gut das niemand weiß das der junge pimmel schon ab 12 voll funktionsfähig war.... mal im ernst... verbietet halt immer mehr und die jugendlichen werden immer weniger aufgeklärt und wissen immer weniger aber tun werden sies trotzdem. und besser wäre s doch wenn sie wenigstens wüssten wa ...
Die haben sooooo eine macke ... mFg ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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