Man kann sich die Ironie nicht gänzlich verkneifen, wenn man auf die vergangenen Tage zurückblickt. Lilly Allen, eine britische Popsängerin, wollte doch nur eines. Filesharing als das präsentieren, was es ihrer Ansicht nach ist: böse, kulturschädigend, finanziell zerrüttend. Dies verbreitete sie - mit der Hilfe anderer Künstler - in ihrem Weblog "It's not alright". Es ist nicht ok. Absurd wurde das Ganze, als Allen einen kompletten Artikel von Michael Masnick (Techdirt) in ihren Blog kopierte. Vermutlich war sie von Masnicks Reaktion - nämlich gar keiner - vollends überrumpelt. Sie veröffentlichte kurze Zeit später eine Entschuldigung. Es sei ja nicht ihre Absicht gewesen, das Werk von Masnick als ihr eigenes darzustellen. Passiert ist es aber trotzdem.
Nachdem man Lunte gerochen hatte, wurde ihr Blog nach und nach untersucht. Plötzlich wurde aus der Kämpferin für Urheberrechte eine üble Urheberrechtsverletzerin. Ganze Zeitungsartikel wurden von ihr eingescannt und veröffentlicht. In einem weiteren Posting verwies sie auf mehrere Mixtapes auf ihrer Homepage. Bei Insidern klingelten alle Alarmglocken. Nach Angaben von Torrentfreak enthielten die Mixtapes 19 Tracks, an denen Allen keine Rechte besaß. Sie verbreitete die Mixtapes aber seit geraumer Zeit auf ihrer Website. Verständlich, dass einige die Popsängerin verbal attackierten, nachdem man dieses dunkle Geheimnis gelüftet hatte. Eigentlich hatte sie bereits zuvor ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt, doch spätestens an diesem Punkt war es geschehen. Die Reaktion glich aber leider der eines kleinen Kindes: "Nur damit ihr es wisst, ich habe meinen Plattenvertrag nicht verlängert und habe auch nicht vor, jemals wieder eine CD aufzunehmen. Die Tage, an denen ich Geld durch Musik verdient habe, sind soweit ich das sehe schon lange vorbei, und gegenwärtig sehe ich keinen Vorteil in den Gesetzen".
Inzwischen haben sich Radiohead sowie Robbie Williams ebenfalls zu den politischen Vorgängen geäußert. Man kritisierte die Pläne, Urheberrechtsverletzern die Internetverbindung zu kappen. Alles deutet bis jetzt darauf hin, dass es ein heißer Winter für die große Insel wird.
Firebird77 von gulli meint:
Allens Entscheidung wirkt zu plötzlich und selbst im gegebenen Kontext viel zu drastisch. Die Abschaltung des Blogs mag ja noch nachvollziehbar und richtig sein, aber gleich die gesamte Karriere an den Nagel hängen? Irgendwie wirkt dieses Verhalten nicht nur gänzlich unreif, sondern auch sehr gespielt. Man wird das Gefühl nicht los, dass man wieder von Lily Allen hören wird. Die Frage ist dann bloß, auf welcher Seite sie erneut auftauchen wird.
Interessant ist nämlich, dass sie kurze Zeit später an einer Veranstaltung von 100 Künstlern sowie der Featured Artists Coalition (FAC) teilgenommen hat. Darin ging es um die Pläne von Lord Mandelsons Three-Strikes-Gesetz. Man wollte abstimmen, ob man eine Initiative dagegen starten soll, oder nicht. Interessanterweise erklärte Allen dort, dass die Trennung des Internetzugangs eine drakonische Strafe wäre - und stimmte wenig später für die Einleitung von Maßnahmen, um das Gesetz in seiner aktuellen Form zu verhindern. (Firebird77)
(via afterdawn & torrentfreak, thx!)
(Bild via dose, thx!)
News Redaktion am Samstag, 26.09.2009 17:32 Uhr
BUHUUUUUU... Kenne einige 10-12 jährige die sich erwachsener Verhalten als Miss Allen, sowas ist wirklich saupeinlich^^ Als obs irgendwen interessiert wenn sie ihre "Karriere" beendet... Meine Güte! ...
Sie war Siegerin der NME Awards 2007 in der Kategorie "Worst Dressed"... Ein schwerer Verlust für uns alle. :( ...
Ich liebe dieses Mädel ;) Wer das nicht versteht, sollte wieder zurück zu seinem beschränkten Weltbild gehen. ...
yeah! vermisst doch eh keiner ...
Ach kommt schon die arme kleine hat ja keinen tau von was sie da redet... Bekommt halt gesagt was sie öffentlich zu erzählen hat :rolleyes: ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.