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Datendiebstahl in 2008: 285 Millionen Daten entwendet

Laut einer Studie von Verizon Business wurden im vergangenen Jahr über 285 Mio. Daten gestohlen, mehr, als in den letzten vier Jahren zusammen.

Verizon Business veröffentlichte jüngst ihren Datenschutzreport 2009 "2009 Data Breach Investigations Report" (DBIR). Grundlage dieser Studie waren dabei 90 Sicherheitslücken und mehrere tausend Quellen. Allgemein ist zu sagen, dass nahezu 100% der Daten von Servern und diversen Anwendungsprogrammen entstammen und nur ein minimaler Bruchteil auf dem Verlust oder Diebstahl von Datenträgern basiert.

Die wenigsten der Einbrüche und Diebstähle wurden allerdings gemeldet, da die Unternehmen unter anderem Imageverluste befürchten. Bezüglich der Art der gestohlenen Daten kann man sagen, dass über 90% aus dem Finanzsektor entstammen, also Daten, die für direkten Einsatz im Bezug auf Transaktionen von Geld geeignet sind.

Laut dem Bericht kann man davon ausgehen, dass 90% der Daten noch an ihrem Ort wären wenn sich Administratoren und Anwender zu eine Einhaltung grundsätzlicher Schutzmaßnahmen hinreißen lassen könnten. So entstehen dann Lücken, die als "nicht kritisch" deklariert werden und genau diese wurden maßgeblich bei den Diebstählen genutzt, anstatt auf direktem Weg in Server und Systeme einzubrechen. Daß diese Einhaltung nicht selbstverständlich zu sein scheint, lässt sich auch alle paar Wochen beobachten wenn wieder ein pressewirksamer Einbruch verübt wurde und tausende oder millionen von Daten über den Tisch der Datenmafia gehen und auch renommierte Unternehmen Lücken in ihren Systemen zugeben müssen, bei denen man sich nur noch an den Kopf fassen kann. In rund 70% der Fälle ging der Datenverlust mit eindeutigem Fehlverhalten der Anwender einher, die damit ebenso einen deutlichen Teil der Schuld tragen.

Ein weiteres Problem seien laut DBIR die rasante Entwicklung von neuer Hackersoftware, auf deren Funktionsweise die entsprechenden Datenschutzbeauftragten nicht eingestellt sind und meist noch nicht einmal wissen, daß solche Software existiert. Ob also entsprechende Reaktionen wie der Hackerparagraph, der das Anbieten und Ausprobieren von solcherlei Software verbietet, produktiv für die Sicherheit der Daten ist, das darf getrost bezweifelt und milde belächelt werden. (MSX)

(via pressetext.at)

(Bildquelle: DBIR-PDF)

News Redaktion am Donnerstag, 16.04.2009 11:52 Uhr

tagsTags: hacker datendiebstahl dbir verizon business datenpanne

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • c64er am 20.04.2009 17:20:51

    Die Sicherheit in Unternehmensnetzen ist erst dann besser gewährleistet, wenn die Führungsebene irgendwann mal einen Sinn in Security sieht und auch auf diesem Sektor etwas Budget springen lassen würde. Ebenfalls müssen die MA eine Einführung in die diversen dunklen Schlupflöcher der IT erhalt ...

  • And1G am 17.04.2009 00:43:06

    Der eine redet von "Daten", imho im Sinne von "ein Date ausmachen" OK es tut mir leid, wenn mein Kommentar so verstanden wurde, aber das wollte ich damit definitiv nicht aussagen :D Das war lediglich ein Kommentar darüber, dass es sich meiner Meinung nach immer sehr komisch lies ...

  • MSX am 16.04.2009 23:58:19

    Ihr wollt mich in die Klappse bringen, kann das sein? :D Der eine redet von "Daten", imho im Sinne von "ein Date ausmachen", der andere redet von "Datum". Datum passt doch hinten und vorne nicht in den Kontext. :confused: ...

  • Bewa am 16.04.2009 23:52:58

    Eine Kreditkartennummer ist gleich einmal Daten. Zwei Kreditkartennummern sind zwei Daten. Drei... Gebräuchlich ist imho der Singluar "Datum". Der beste Weg, ein Unternehmen zu hacken: Eine Handvoll USB-Stifte ins Foyer werfen. Die "da oben" wissen schon, warum sie und ihresgle ...

  • MSX am 16.04.2009 13:47:01

    Eine Kreditkartennummer ist gleich einmal Daten. Zwei Kreditkartennummern sind zwei Daten. Drei... Wieso Du da auf "Daten" im Sinne von "ein Date ausmachen" anspielst, das erschließt sich mir nicht. Ich sehe da keine Unklarheiten. ...

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