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Kanada: Flatrate ade - 2 US-Dollar pro Gigabyte?

Der kanadische Provider Cogeco sorgt mit seinen Plänen, ein Trafficlimit für seine Kunden festzusetzen, für erhitzte Gemüter.

Der Provider Cogeco, welcher seinen Sitz in Ontario hat, stellt den größten kanadischen Internet Service Provider dar. Umso schlimmer sind die Effekte der nun bekanntgegebenen Pläne.

Immer mehr Provider erklären, dass ihre Netzwerke unfähig wären, die gegenwärtigen Traffic-Auslastungen zu bewältigen. Insbesondere die Nutzung von P2P kam dabei in der Vergangenheit oftmals ins Gespräch. Cogeco möchte nun für alle seine Kunden Trafficlimits umsetzen, die von 10 bis 100 Gigabyte reichen. Eingeführt werden soll das System ab dem 1. Juni, danach werden für Traffic-Überschreitungen erst eine pauschale Gebühr zwischen 24 und 41 US-Dollar verlangt, sowie ein Betrag zwischen 0,80 und rund 2 US-Dollar pro Gigabyte, um welches das Limit überschritten wurde. Laut Cogeco geht es bei dieser Methode nicht darum, mehr Einnahmen zu erwirtschaften. Vielmehr sollen die Kunden "Verantwortung für ihre Nutzung" übernehmen.

"Wir tun dies, um all unseren Kunden den besten Service anzubieten. Wir tun dies nicht, weil wir Geld erwirtschaften wollen, es ist lediglich, um unseren Dienst besser zu managen", so Marie Carrier, Director of Corporate Communications bei Cogeco, "Wir haben herausgefunden, dass ein Prozent unserer Kunden den Großteil unserer Bandbreite verbrauchen. Sie reizen die Mehrheit unseres Dienstes bis zu dem Punkt aus, wo dieser für alle anderen ebenfalls langsamer wird. Die einzigen Leute, die diese Extra-Gebühren bezahlen werden, sind diejenigen, die viele Filme herunterladen. Wir wollen die Kunden für ihren Verbrauch verantwortlich machen."

Die Aussage "viele Filme" klingt dabei geradezu so, als ob man sich nur illegale Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material vorstellen könnte. Auch der Begriff Verantwortung ist in diesem Zusammenhang sehr interessant, sprechen die Befürworter des Three-Strikes-Gesetzes doch auch stets von einer "abgestuften Verantwortung" des Users. Wie lange werden die Cogeco-User dieses Spiel wohl mitmachen? (Firebird77)

(via zeropaid, thx!)

(Bildquelle: netadvertisings.com, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 16.04.2009 12:54 Uhr

tagsTags: filesharing kanada flatrate gebühren verantwortung cogeco limit verbrauch user traffic

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48 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Toady am 20.04.2009 15:25:56

    Eine Diskussion über angemessene Datenvolumina gerade *hier* auf *dieser* Plattform zu führen, ist eh surreal. Der Durchschnittliche gulliboard-User verbrät alleine sicherlich locker hundert Mal mehr Traffic, als Lieschen Müller - und es gibt deutlich mehr Lieschen Müllers als gulli-Boardies. ...

  • am 20.04.2009 14:56:37

    Toady, er meint wahrscheinlich, dass der ISP gefälligst die Filme zahlen soll. Immerhin hat er ja eine Flat. :D ...

  • Toady am 20.04.2009 14:54:11

    Die Provider verdienen sich jahrelang durch überteuerte Preise dumm und dämlich. (...) *PRUUUST* YMMD :D ...

  • am 20.04.2009 05:30:09

    @PdmM: Ansichtssache. Klar, vor 10 Jahren wären 100 GB viel gewesen, nur wir leben nun mal im Zeitalter des Highspeed-Internets... Und je schneller Deine Leitung ist, umso mehr lädst Du. Das ist zumin ...

  • Asdf3337 am 20.04.2009 01:46:33

    hm glaub das kann man ncih so vergleichen wie es hier in deutschland is... grade mit t-home wo man fernsehn übers internet kuckt is man schnell auf über 100gb. das iptv hat ne bitrate von 2.5mbit/s was 312.5kb/s sind grob überschlagen also 1gb pro stunde. wenn man also im schitt 3h am tag ferns ...

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