
Die "Veruntreuung" von News-Inhalten scheint sich für die Associated Press immer mehr zum Sorgenkind zu entwickeln, was inzwischen bereits zu einer äußerst aufgeregten Urheberrechtsdiskussion geführt hatte.
Der Vorsitzende der Associated Press, Dean Singleton, erklärte erst vor kurzem, dass man Urheberrechtsverletzungen im Internet nicht mehr hinnehmen würde. Er hielt fest, dass die AP "nicht länger zusehen wird, wie andere mit unserer Arbeit unter falschen rechtlichen Voraussetzungen davonziehen. Es macht uns wütend und wir werden das nicht länger hinnehmen." Die Problematik ist dabei wie immer relativ simpel. Es geht um Geld, wie so oft, wenn es um Urheberrechtsverletzungen geht. Im Bereich von Nachrichten über Urheberrechtsverletzungen zu reden ist vielleicht etwas unpassend, da sich die Fakten einer Meldung nicht urheberrechtlich schützen lassen. Der Copy&Paste-Haltung möchte man jedoch Einhalt gebieten, auch wenn es nur um wenige Wörter geht. Die "Verluste" in der Zeitungsbranche wachsen kontinuierlich an, wobei man hier inzwischen bereits anfängt, das eigene Ende zu proklamieren. Im Jahr 2008 blieben der AP noch 210 Millionen US-Dollar, 2010 geht man von lediglich 135 Millionen US-Dollar aus. Auch die Bezahlung soll sich 2010 um 10 Prozent verringern.
Das eigene Ende scheint wie bei der Musik- oder Filmindustrie nahe zu sein, was man auch so unters Volk bringt. Interessant ist jedoch, dass das Ende - sollte es dieses wirklich jemals geben - schon sehr lange auf sich warten lässt. Wie Techdirt berichtet, gab es bereits 1918 einen äußerst interessanten Zeitungsartikel. In diesem wurde verdeutlicht, dass zahlreiche Zeitungen aussterben würden, und es dadurch wesentlich schwieriger wird, die Handlungen der Politiker zu kontrollieren, da weniger Journalisten ihr Augenmerk auf diese richten würden. Das Ende der Printmedien schien also bereits 1918 - zumindest für einige wenige - greifbar nah. Eingetreten ist es dennoch nicht. Manche Zeitungen werden aussterben, andere werden größer und besser werden. Das "Ende" ist jedoch keinesfalls greifbar, vielmehr hat das Internet die Art und Weise, wie sich Nachrichten und Meldungen verbreiten, erheblich beschleunigt und auch optimiert. Das Urheberrecht nun als Allzweckwaffe gegen eben diese Technologie einzusetzen erscheint abstrus, jedoch nicht unmöglich. Die Contentindustrie hat bereits bewiesen, dass es zumindest in Teilen funktioniert. Es bleibt bloß eine Frage offen: Hat man auch die Konsequenzen bedacht? (Firebird77)
(via techdirt, thx!)
News Redaktion am Samstag, 18.04.2009 22:09 Uhr
Ich empfehle hierzu folgende Lektüre Klick mich ...
Ich verstehe das nicht ganz. Was genau wird denn gemacht der ganze Text kopiert oder nur einzelne Teile. Denn einzelne Teile wären ja Zitate. Und die sind noch gestattet. ...
Das ist leider keine Fiktion mehr, das ist Realität: GEN-PATENTE Wird der Mensch zur Rohstoffquelle? Hier wäre die Politik gefragt, aber "man kann nicht erwarten, dass ein leerer Sack aufrecht steht". Wed ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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