
Die Kriminalbeamten des FBI planen, ihre DNA-Datenbanken bis zum Jahr 2012 um rund 1,7 Millionen Einträge zu erweitern. Aktuell wird die Datenbank jährlich um etwa 80.000 Einträge ergänzt.
Das jährliche Wachstum soll dadurch um das 17-fache gesteigert werden. Das will die Behörde erreichen, indem sie demnächst von Tatverdächtigen DNA-Proben entnimmt und diese in der Datenbank speichert. Bisher durfte das FBI lediglich die DNA-Proben von rechtsstaatlich verurteilten Straftätern speichern. Dabei gilt auch in den USA die Unschuldsvermutung. Die besagt, dass Tatverdächtige solange als unschuldig gelten, bis sie rechtsstaatlich von einem unabhängigen Gericht verurteilt wurden. Da nun ein Tatverdacht ausreicht, um die genetischen Codes in die Datenbank zu schreiben, speichert das FBI künftig im Wesentlichen die DNA-Profile von unbescholtenen Bürgern. Auch bei illegalen Einwanderern sollen DNA-Proben entnommen werden.
Das FBI erhofft sich durch die radikale Erweiterung ihrer Gendatenbanken eine höhere Aufklärungsrate bei der Strafverfolgung. Nach Angaben des FBI hätten DNA-Profile bereits Tausende Straftäter überführt und sogar 200 irrtümlich Verurteilte entlastet. Außerdem verweisen die Befürworter der DNA-Speicherung auf die Erfahrungen in Großbritannien. Dort würden bei einer Bevölkerung von etwa 61 Millionen Menschen 4,5 Millionen DNA-Profile bestehen. Die dortigen Ermittler hätten die Erfahrung gemacht, dass 8 Prozent der Bevölkerung 70 Prozent der Straftaten begeht.
Kritiker wenden dagegen ein, dass die Unschuldsvermutung ausgehöhlt werde. Ebenso kritisieren Bürgerrechtler, dass speziell in Großbritannien 27 Prozent der Schwarzen ein polizeiliches DNA-Profil besäßen, aber nur 6 Prozent der Weißen. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hält das Vorhaben für verfassungswidrig. "Was wir ablehnen - und was die Verfassung verbietet - ist das wahllose Sammeln von DNA für Dinge wie das Ausstellen eines ungedeckten Schecks, Ladendiebstahl oder Drogendelikte", meint ACLU-Anwalt Michael Risher. Die britische Speicherpraxis ist bereits vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als Verstoß gegen die Menschenrechte gerügt worden. (Malo)
(via Spiegel Online & New York Times, thx!)
News Redaktion am Sonntag, 19.04.2009 12:39 Uhr
in GB werden bereits von Kindern DNA Profile nach der Geburt angelegt - in den USA sicherlich auch - nur reden die darüber nicht. In Deutschland werden bei euren Blutproben sicherlich ebenfalls DNA Sequenzen extrahiert... ...
es ist halt modern bevölkerungen unter generalverdacht zu stellen :rolleyes: ...
Leute gibts... Unglaublich. Bei diesem Statemant hast du wahrscheinlich in erster Linie an dich selbst gedacht. :p Wie kannst du die Aufnahme von Fingerabdrücken etc. in eine Kartei denn mit Bespitzelung vergleichen? Wie konnte man "Riechproben" mit ...
Naja, woher soll das FBI wissen, dass Du nicht doch irgendwann ein kinderschändender Drogenmörder wirst? Und dann hagelt es Vorwürfe, weil niemand Deine DNA gesammelt hat... :eek: Vielleicht vergewaltigst Du ja auch noch Deine Mutter und Deinen Vater und keiner wusste d ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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