
Steuerzahlungen gehören in jedem Land dieser Welt zu einem elementaren Bestandteil. Es gibt jedoch auch geschickte - und legale - Wege, um diese erheblich zu mindern.
Google findet sich seit Kurzem auf einer Liste von Unternehmen wieder, die äußerst intensiv für ihre Steuerzahlungen attackiert werden. Wie öffentliche Zahlen belegen, hat Google im vergangenen Jahr lediglich 600.000 Britische Pfund an Steuern bezahlt, obwohl das Unternehmen mehr als 1,25 Milliarden Britische Pfund eingenommen hat. Eine Analyse der geschäftlichen Aktivitäten von Google in Großbritannien gelangte nun zu dem Ergebnis, dass Google vielmehr bis zu 100 Millionen Britische Pfund an Steuern hätte abführen müssen. Dies vermied man jedoch, indem man die Einnahmen durch Irland "schleuste". Bei genauerer Betrachtungsweise eine interessante Taktik, die von Google hier angewandt wird, um die Steuerzahlungen so gering wie möglich zu halten.
Mehr als 90 Prozent der Einnahmen von Google UK werden über Irland transferiert, wo die Umsatzsteuer bei 12,5 Prozent liegt. In Großbritannien ist sie mit 28 Prozent über doppelt so hoch. Zu diesem Ergebnis gelangte Richard Murphy, welcher Googles britische, irische und amerikanische Finanzen für die Sunday Times durchleuchtete.
Zahlreiche Politiker haben dieses Verhalten inzwischen aufs schärfte kritisiert, zumal der Premierminister Gordon Brown erst vergangene Woche versprochen hatte, Steuerflucht mit allen Mitteln unterbinden zu wollen.
Murphys Analysen zufolge hat Google weitere 119 Millionen Britische Pfund an Steuerzahlungen an Irland im Jahr 2007 vermieden, indem man die Einnahmen durch eine Firma im Steuerparadies Bermuda laufen ließ.
"Google scheint eines von vielen Unternehmen zu sein, die hier agieren, britische Angestellte haben und lokale Dienste und Infrastruktur nutzen, aber versuchen ihre Steuern woanders zu bezahlen, wenn dies bedeutet, insgesamt weniger zahlen zu müssen. Die Regierung muss wesentlich härter vorgehen, um dies zu unterbinden", so Vince Cable, der Stellvertretende Vorsitzende der Demokraten.
Goggle weigerte sich indes gegenwärtig eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen der britischen Politiker abzugeben, noch zu den finanziellen Schätzungen. Man sei jedoch der Ansicht, dass man stets angemessen gehandelt habe. "Google erfüllt die steuerlichen Anforderungen in allen Ländern wo wir agieren vollständig. Im UK und anderswo leisten wir einen substanziellen Beitrag zu lokalen und nationalen Steuereinnahmen. Außerdem stellen wir Arbeitsplätze für hunderte Menschen im UK und über ganz Europa zur Verfügung", so ein Sprecher des Unternehmens.
Premierminister Brown hat indes angekündigt, weiter intensiv gegen die Steuerflucht vorzugehen. (Firebird77)
(via guardian, thx!)
News Redaktion am Montag, 20.04.2009 12:51 Uhr
Es ist jedenfalls eine ausgesprochene Sauerei, dass sich ein global operierendes Unternehmen, welches Milliarden einnimmt, durch halblegale Tricks seinen steuerlichen Pflichten entzieht. Die Infrastruktur der Staaten, in welchen Google sein Geld verdient, macht ja das Geldverdienen für Google erst ...
"don't be evil" .... hört doch mal bitte auf über das ach so tolle vorzeigeunternehmen zu berichten. das ist ihre scheiss strategie, 5x am tag in den news zu stehen mit jedem scheiss... z.b. wen interessiert ob google nun suchvorschläge macht? niemand!? das machen andere suchmasc ...
Google hat ja nichts illegales gemacht. Wenn das Britische Steuersystem das so zulässt ist doch alles in bester Ordnung ...
Ich möchte auch gern eine Lohnsteuer von nur 0,00048 % p.A. man was könnte ich mir aufeinmal Dinge leisten und die Wirtschaft in schwung bringen... davon hätten wir dann alle etwas. Ich bin für eine pauschale Steuer - egal wer oder was. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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