
MySpace Music hat mit seinen sechs Monaten Laufzeit bereits bei vielen einen guten Eindruck hinterlassen. Dennoch ist man nur einer von vielen Musik-Streaming Diensten im Web, und dieser Markt ist hart umkämpft.
Während sich die bekannten Platzhirschen bisweilen keinerlei Sorgen machen müssen, hat insbesondere YouTube mit den Forderungen der Musikindustrie zu kämpfen. Derweil entwickeln sich jedoch auch neue Partnerschaften wie im Falle von YouTube und Universal Music, welche gemeinsam das Portal Vevo auf die Beine stellen wollen. MySpace Music soll nun jedoch einen Schritt weiter gehen, und eine besondere Position einnehmen. Nach dem Start von Myspace vor über fünf Jahren sah Courtney Holt von Interscope Geffen A&M bereits das Potenzial, welches der Dienst im Bezug auf Promotion haben könnte. Sie ermutigte Künstler wie Nine Inch Nails, Weezer und The Black Eyed Peas MySpace zu nutzen, um Kontakt mit ihren Fans aufzunehmen. Sie erklärte, dass die Künstler es lieben würden.
Ihr neues Augenmerk liegt nun auf dem MySpace Music Dienst, welchen sie umwandeln will, so dass er in der gegenwärtigen Online-Musiklandschaft ein Unikat darstellt. MySpace verfügt über die Mittel, den Konkurrenten Facebook zu schlagen, auch wenn dieser bislang insgesamt über mehr User verfügt. Insbesondere MySpace Music soll dies scheinbar bewältigen.
Die überarbeitete Startseite des Dienstes promotet nun neue Alben und Tourneen. Die Musikstreams verfügen nun über Links, die direkt zu Amazons Musikdownload-Dienst führen. Pro gekauften Track erhält MySpace einen gewissen Betrag. Auch über Werbung will man nun versuchen, weitere Einnahmen zu generieren. Wenn es nach Holt geht, soll MySpace zu einem der wichtigsten Händler werden, wenn es um den Verkauf von Konzerttickets oder Merchandising-Artikeln geht. Die Infrastruktur der Seite soll verbessert werden, damit die vorgeschlagenen Tracks besser zum User passen. Auch Klingeltöne, Vorschläge für neue Künstler und vieles weitere soll aufgenommen werden. Verständlicherweise beobachten auch die Majorlabels die Entwicklungen, welche von Holt in die Wege geleitet werden. Diese lassen zwar einen Anstieg von legalen Musikdownloads erkennen, diese reichen jedoch noch lange nicht an die Einnahmen heran, die durch die gefallenen CD-Verkäufe erwirtschaftet wurden. "Das Ziel von MySpace wird es sein, etwa ein halbes Dutzend Einnahmequellen zu finden. Wir haben lieber 10 stabile Einnahmequellen, als eine Große die kaputt geht", so Rio Caraeff, der Vizepräsident von Universals Abteilung für digitale Strategien.
Die Frage ist, ob Holt ihre Pläne final umsetzen kann, oder ob MySpace Music sich doch keinen Platz an der Spitze erkämpfen kann. (Firebird77)
(via afterdawn, thx!
News Redaktion am Montag, 20.04.2009 12:54 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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