
Die Intellectual Property Rights Enforcement Directive in Schweden ermöglicht den Rechteinhabern unter Umgehung der Strafermittlungsbehörden, an die Daten von Urheberrechtsverletzern zu gelangen.
Die norwegische Regulierungsbehörde für Telekommunikation hat nun entschieden, eine ähnliche Methode umzusetzen. Bislang war es Rechteinhabern in Norwegen nicht auf direktem Wege möglich, die Klarnamen zu ermittelten IP-Adressen herauszufinden. Mit der nun gefällten Entscheidung sollen die Provider dazu gezwungen werden, auf richterlichen Beschluss hin, eben diese Daten auszuhändigen. Der Weg über die Strafermittlungsbehörden wurde somit umgangen.
Diese Entscheidung lehnt sich an ein Urteil an, welches durch ein norwegisches Anti-Piraterie Unternehmen namens Simonsen erwirkt wurde. Es ist davon auszugehen, dass auch bei späteren Anfragen ein Rückbezug zu diesem Urteil angenommen wird.
Der Direktor der Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Willy Jensen, erklärte, dass es an der Zeit war, auch das Netz zu einem "rechtmäßigen und strukturierten Ort" werden zu lassen. Das "kulturelle Leben im Web ist wichtig, also können wir uns keine Situationen erlauben, wo die Urheberrechte von Künstlern verletzt werden."
Die Kanzlei Simonsen, welche das Urteil erwirkt hatte, auf welches sich die Behörde bezieht, arbeitet mit dem Juristen Espen Tondel zusammen. Dieser war es, der an norwegische Provider Briefe sandte, in denen er sie zur Verbindungstrennung von Urheberrechtsverletzern aufforderte. Verständlicherweise weigerten sich die Provider, doch mit dieser neuen Entwicklung dürfte es sich für die Rechteinhaber zukünftig erheblich leichter gestalten, an die begehrten Datensätze zu gelangen.
Interessanterweise steht diese Entwicklung im Konflikt mit der Haltung des norwegischen Bildungsministers, der vor nicht allzu langer Zeit der Musikindustrie empfahl, mit dem Internet zu arbeiten, anstatt es zu bekämpfen. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
News Redaktion am Montag, 20.04.2009 12:58 Uhr
Der Direktor der Regulierungsbehörde für Telekommunikation, Willy Jensen, erklärte, dass es an der Zeit war, auch das Netz zu einem "rechtmäßigen und strukturierten Ort" werden zu lassen. Das "kulturelle Leben im Web ist wichtig, also können wir uns keine Situationen erlau ...
Die norwegische Regulierungsbehörde für Telekommunikation plant, auf richterlichen Beschluss hin die Provider zur Herausgabe der Daten von Urheberrechtsverletzern zu bewegen. Die Intellectual Property Rights Enforcement Directive in Schweden ermöglicht den Rechteinhabern unter Umgehung de ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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