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IFPI: Piraten beschießen Webseite

Die Webseite der IFPI ist aktuell einer organisierten DDoS-Attacke ausgesetzt. Offenbar handelt es sich dabei um die Antwort auf das am Freitag gefällte Urteil bezüglich der schwedischen Piraten.

Als vermeintliche Quelle für die DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) wurden Sympathisanten des beliebtesten BitTorrent-Trackers The Pirate Bay (TPB) ausfindig gemacht. Allgemein betrachtet gehen die Personen mit dem Urteil sehr unterschiedlich um. Neben zahlreichen Protesten und einer Mitgliederschwemme für die Piratenpartei stellt der virtuelle Beschuss der IFPI-Webseite (International Federation of the Phonographic Industry) lediglich eine weitere Form der Ablehnung dar.

Vor wenigen Monaten ist es einer Gruppe von Crackern gelungen, die Internetpräsenz der IFPI zu "defacen". Nun zieht offenbar die unter der Bezeichnung Operation Baylout bekannte Gruppierung härtere Bandagen auf. Das Stichwort heißt DDoS und zwängt letztendlich die offizielle Webseite in die Knie. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist die Webseite noch immer unzugänglich. Der unten angezeigte Screenshot veranschaulicht diese Tatsache.

Peter Sunde, einer der Betreiber der Piratenbucht, blickt auf diese Angelegenheit mit gemischten Gefühlen. Teils verstehe er die Frustration auf der Seite der Anhänger. Ob allerdings ein DDoS-Angriff oder ein Deface den gewünschten Effekt bringen und an der Angelegenheit im Kern etwas verändern kann, zweifelt er an. An einer anderen Lösung müsse man arbeiten, sagte er. Wie diese aussehen könnte, ist Sunde aber ebenfalls ein Rätsel. Fakt ist in seinen Augen jedoch, dass man an den Copyright-Regelungen, welche letztlich auf Kosten der Gesellschaft gehen, etwas Grundsätzliches ändern müsse.

Eine regelrechte Versammlung scheint sich aktuell im AnonNet (IRC-Chat) zusammenzubrauen. Einigen Berichten zufolge versammeln sich dort mehr als 250 "Hacker" und planen ihr weiteres Vorgehen. Der Root-Administrator des AnonNet (Mooncup) bringt dabei die Gesinnung auf den Punkt: "Das Ganze passiert offenbar aus dem Grund, die Fronten im Internet klarzustellen." Die Unterhaltungsindustrie habe dort nichts verloren. Des Weiteren sei das Netz ihre Domäne und wenn jemand damit ein Problem hat, dann muss er auch mit den Konsequenzen leben, erklärte er. (gS-)

(via Torrentfreak.com, thx!)

News Redaktion am Montag, 20.04.2009 18:59 Uhr

tagsTags: hacker controller ddos tpb the pirate bay operation baylout ifpi

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33 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • baummuetze am 21.04.2009 15:58:11

    naja der ddos ansicht bewirkt wohl nix, allerdings hat das ganze auch was positives. es wird denen klar gemacht das tpb nicht alleine ist, und das es viele gibt die hinter tpb stehen. auch wenn die aktion selbst sonst nichts bringt, der musikindustrie sollte klar werden das es nicht ein paar böse b ...

  • Lokalrunde am 21.04.2009 10:18:56

    DDoS ist nie eine sinnvolle Lösung, egal gegen welche Seite der Angriff gerichtet ist. Zumal das ganze nix bringt, außer dass die Seite für eine gewisse Zeit nicht erreichbar ist. ...

  • Ironwhistle am 21.04.2009 10:12:09

    Unsinnige Aktion, für uns vielleicht verständlich, aber auf der anderen Seite lediglich der Beweis das sie Recht haben wenn sie behaupten wir wären Kriminelle.... ...

  • gustav11 am 21.04.2009 09:02:44

    Die Seite geht wieder^^ Ich glaube nicht dass es viel gebracht hat. Eigentlich gar nichts. Wenns was größeres gewesen wäre, dann vll. aber so nä ...

  • Yeeze am 21.04.2009 01:35:38

    So scharf wie da jetzt geschossen wird hat das ganze doch wieder einiges an "Seeräuberromantik" :D Die damaligen Piraten sind zwar nicht gesurft sondern gesegelt, ham aber auch so einige Schiffe seeuntauglich gemacht :D ...

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