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Spionage: Jet-Fighter-Daten gehackt

Nach Aussagen von Regierungsbeamten hatten Computer-Spione Zugang zum teuersten Waffenprogramm des Pentagons.

300 Milliarden Dollar kostet das "F-35 Lightning II"-Projekt auch bekannt unter dem Namen "Joint Strike Fighter"-Projekt. Nach diesem Daten-Klau scheint es zumindest angeschlagen. Laut dem Wall-Street-Journal haben sich in den letzten Monaten ähnliche Spionage-Vorfälle und Hackerangriffe im Bereich der Air Force Flugsicherung ereignet.

Im Fall des Kampf-Jet-Programms konnten die Eindringlinge mehreren Terabytes an Daten erbeuten. Die heiklen Daten stehen im Zusammenhang mit dem Design- und dem Elektronik-System des Kampfjets.

"Die jüngsten Einbrüche beweisen, dass der Kampf zwischen den USA und potenziellen Gegnern in den Daten-Netzwerken aufgeheizt ist", heißt es im Artikel des Wall Street Journal. Die jüngsten Enthüllungen des Journals belegen, dass sowohl die Angriffe auf die US-Energie-Versorger, sowie anderer US-Infrastrukturen durch Spione im Ausland infiltriert wurden.

Diese Angriffe sind nicht neu, sie würden aber in den letzten sechs Monaten eskalieren, meinte ein ehemaliger Beamter zur Angelegenheit. Zumindest wächst die Aufmerksamkeit für diese Art der Kriminalität, die sich zunehmend gegen andere militärische und zivile Einrichtungen, sowie private Unternehmen richtet. Immerhin geht es um wertvolle Militärtechnik, auf deren Entwicklung man in anderen Staaten wartet. Holland, Norwegen, Großbritannien und Israel warten auf den Super-Vogel der fünften Generation, um ihre alten Maschinen auszurangieren. Viele Einzelheiten, wie zum Beispiel die Identität der Angreifer, konnten nicht geklärt werden. Der Umfang des Schadens bei diesem US-Verteidigungsprogramm sei ein finanzieller, aber auch ein Verlust an Sicherheit.

Wieder wird China als Ursprungsland der Angriffe vermutet. Allerdings kann dies nicht mit Bestimmtheit behauptet werden, da die Online-Täter ihre Identität maskierten.

In einem Pentagon-Bericht stellt man fest, dass China stetige Fortschritte im Bereich der Online-Kriegsführung verzeichnet, wohl auch deshalb, um mit dieser billigeren Art der Aufrüstung, den Mangel an hochgerüstetem Militär auszugleichen. Die chinesische Botschaft dementiert derweil die Unterstellung und erklärt, dass China "gegen alle Formen der Cyber-Verbrechen " ist. Dabei scheint es so einfach, dieser Art der Spionage einen Riegel vorzuschieben. Alle Daten, die die Flugsteuerung und die Flugsensoren betreffen, konnten nicht gestohlen werden, weil die Rechner mit diesen Daten nicht mit dem Internet verbunden waren.

Der Joint Strike Fighter, auch bekannt als die F-35 Lightning II, ist das teuerste und technisch anspruchsvollste Waffen-Programm des Pentagons. Die Lockheed Martin Corp. zeichnen für den Bau des Fighters verantwortlich. 7,5 Millionen Zeilen Code, dreimal mehr als in den aktuellen Top-Fightern sind an Informationen darin versteckt.

Das Problem, welches die Industriespionage für Potenzielle Gegner der US vereinfacht ist die Vernetzung der Verbündeten, die dabei helfen, die Flugzeuge zu bauen. Ein Angriff für die Online-Spione vereinfacht sich, wenn die Daten über das Netz ausgetauscht werden müssen. Es gibt immer mal einen Rechner, auf dem sich die Daten befinden, um sie zu verschicken. Mindestens ein Angriff soll in der Türkei und einem anderen Verbündeten der USA stattgefunden haben, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Eindringlinge spüren Sicherheitslücken in den Netzen der Vertragspartner auf, um an die High-Tech-Kampfjet-Informationen zu gelangen. Im aktuellen Fall, haben die Spione eine Technologie zur Verschlüsselung der Daten injizierten, die sie stehlen wollten, so dass die Ermittler nicht genau sagen können, welche Daten genau betroffen sind.

Die Sorge wächst, dass man durch die erbeuteten Daten geschwächt sein könnte. In seiner Rede in Austin gab Brenner, der US-Spionageabwehr-Chef, eine verdeckte Warnung, was die Gefahren für die Flugsicherung angeht. Er sprach von seiner Besorgnis über die Gefährdung der US-Systeme durch die Infiltration. "Unser Netzwerk wurde erfasst." und "Ein Kampfpilot kann sich nicht mehr auf sein Radar verlassen." (double screening)

(via Wall Street Journal Danke!)

News Redaktion am Dienstag, 21.04.2009 11:00 Uhr

Tags: hackerangriff usa pentagon f-35 lightning ii kampfjet waffenprogramm

 
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20 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Laird_Dave am 21.04.2009 23:23:15

    Hat schon jemand darauf hingewiesen, dass das ein Crack war und kein Hack? Hacker bauen Dinge, die klauen nicht -.- Wenn nicht mal Ihr das könnt wie soll das dann der Rest der Welt lernen? ...

  • Ashrok_HH am 21.04.2009 23:21:07

    Ich fang dann schonmal an meinen Joystick zu entstauben und warte einfach auf die erste F35LII Fernsteuerungssoftware. Das wird ein Spaß. :P ...

  • salbei am 21.04.2009 22:50:59

    Hier handelt es sich einfach um Spionage, ich verstehe nicht wie der US-Spionageabwehr-Chef darauf kommt, die Piloten könnten sich deshalb nicht mehr auf ihr Radar verlassen; klingt nach Panikmache. Wenn aufgrund der 7,5 Millionen Zeilen Programmcode ein Exploit die Instrum ...

  • Mr.Harmlos am 21.04.2009 21:47:58

    naaah ist das schon die Bühne für den Cyberwar on Terror ... ...

  • Teletubbies am 21.04.2009 20:30:56

    Ach ich glaub das alles nicht. Da wird bestimmt gerade irgendeine Organisation von den Amis hinters Licht geführt (Desinformationskampagne nennt man das).:dozey: ...

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