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BPI: Attacke gegen britische Provider

Die British Phonographic Industry (BPI) hat den britischen Provider BT scharf attackiert, welcher vor wenigen Tagen mit einem Zahlenspiel für Aufregung sorgte.

Der Geschäftsführer des Internet Service Providers British Telecom (BT), John Petter, erklärte jüngst gegenüber dem Daily Mirror seine Bedenken. Die Three-Strikes-Pläne der Regierung würden nicht nur scheitern, sondern auch unglaubliche Kosten verursachen. Jeden Tag würde ein Betrag von umgerechnet rund einer Million Euro anfallen, den der Internetdienstanbieter zu tragen hätte. Somit würde man 365 Millionen Euro an Kosten jährlich verursachen. Die Verluste der Musikbranche sind aber laut deren eigenen Angaben nur etwa halb so groß. Das Kosten-Nutzen Verhältnis kann man also getrost infrage stellen - zumal dieser Betrag nur für einen Provider, nämlich BT, gilt.

Nachdem Petter so großartig mit den Zahlen jonglierte, fühlt sich Geoff Taylor, der Chief Executive Officer (CEO) der British Phonographic Industry (BPI) scheinbar dazu veranlasst, diesem Parolie zu bieten. Er wirft John Petter vor, er habe seine Zahlen viel zu drastisch dargestellt. Überhaupt solle sich BT "schämen", schließlich würde man so viele illegale Filesharer in den eigenen Netzen beherbergen. "Es ist beschämend für ein Unternehmen wie BT, das weiß, dass ein großer Teil ihres Traffics für illegale Dinge verbraucht wird, und nichts dagegen unternimmt. Wenn man eine Firma betreibt und man weiß, dass dort das Gesetz gebrochen wird, ist es selbstverständlich, dass man etwas dagegen unternimmt", erklärte Taylor gegenüber der Tageszeitung.

Dass BT lange Zeit der Provider in Großbritannien war und lange Zeit geradezu das Monopol auf Telekommunikationsdienste innehatte, verkennt man dabei. Tatsache ist aber nunmal, dass sich mit praktisch jedem Dienst irgendwie das Gesetz brechen lässt. Um auch zum Club der Publizisten "übertriebener Zahlen" zu gehören, präsentierte BPI-Chef Geoff aber auch deren Analysen über die BT. Demnach habe man im Netz des Providers seit Februar diesen Jahres 100.000 IP-Adressen erhoben, über die urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet wurden. (Firebird77)

(via torrentfreak, thx!)

News Redaktion am Montag, 28.09.2009 17:01 Uhr

Tags: kosten three strikes gesetz provider bpi british phonographic industry bt attacke

vgwort
 
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9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • itsnotforme am 28.09.2009 22:37:50

    Papier und Stift auch verbieten, damit kann man auch urbeherrechtlich geschützte Werke kopieren.. Tja und da wir schon mal dabei sind..... Steine, Meißel und Hammer auch!!!! ...

  • t-time am 28.09.2009 22:14:03

    Papier und Stift auch verbieten, damit kann man auch urbeherrechtlich geschützte Werke kopieren.. ...

  • G0l3m am 28.09.2009 20:26:24

    Man sollte auch Straßen wieder zukippen. Dann gibts keine Unfalltoten / verletzten , Flaschparker , Geschwindigkeitsverstoße und sonstige Delikte die im Zusammenhang mit einem KFZ stehen. Schön das BT nicht vor der Lobby so einknickt :T ...

  • Soulvation am 28.09.2009 19:07:25

    Tja, hier mal meinen Senf, wenn man es genau nimmt hat sich die CI grade nen großen Bagger geholt um in dem Loch zu verschwinden. Wenn sowas Gesetz wird, dann kaufen die, denen die Leitung gekappt wird, bestimmt keine CD oder DVD. Und dann?:eek: ...

  • potschyben am 28.09.2009 18:04:06

    Es ist aber auch wirklich gemein, wenn andere auch sowas machen. Einfach Zahlen berechnen die niemand nachvollziehen kann. So was sollte man verbieten (den anderen)! ...

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