Frankreichs Bemühungen, eine Three-Strikes-Regelung auch europaweit einzuführen, scheiterten bereits zum zweiten Mal. Auch in der zweiten Abstimmung zu dem umstrittenen Three-Strikes-Gesetz kam man zu dem Entschluss, diese Regelung nicht einzuführen. Somit wird es vermutlich zu einer dritten Runde in der Entscheidung darüber kommen, ob man Menschen, die das Urheberrecht verletzen, mittels einer Behörde den Zugang zum Internet verwehren darf. Mit 40 Gegenstimmen gegenüber 4 Fürsprechern erteilte man Amendement 138/46 hierbei einen entschiedenen Dämpfer. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der dieses Gesetz auch gerne auf EU-Ebene ausbauen wollte, wird also nun seine Wünsche in einem weiteren Anlauf den Kritikern nicht nur im Europäischen Parlament schmackhaft machen müssen.
Geplant war in dem Gesetz, eine Kontrollbehörde mit Namen HADOPI (la Haute Autorite pour la Diffusion des oeuvres et la Protection des Droits sur Internet) einzurichten, die ohne einen richterlichen Beschluss zu benötigen, den eigens ermittelten oder gemeldeten Urheberrechtsverletzern den Hahn abdreht. Es bleibt also zumindest vorerst dabei, dass die ISPs nicht ohne diesen richterlichen Beschluss Daten ihrer Kunden weitergeben dürfen, damit selbige ihre nicht einmal notwendigerweise bewiesenen Vergehen zum Verhängnis werden. Selbst das umstrittene DMCA-Gesetz (Digital Millennium Copyright Act) in den USA sieht vor, dass ein Richter die Herausgabe von Kundendaten abgesegnet haben muss.
Schon vergangenen Monat erreichten die Fürsprecher nicht die benötigten Stimmen, da viele Ministerpräsidenten in Urlaub waren. Auch das ähnlich geartete Gesetz in Neuseeland wurde bei seiner finalen Abstimmung in letzter Minute gekippt, wobei sicherlich auch die Proteste in der "Internet Blackout"-Kampagne ihren Teil dazu beitrugen, bei der viele Websites sämtliche Icons schwärzten, um auf die Vermutung einer drohenden Zensurmethode hinzuweisen. Damit steht Südkorea bisher allein die zweifelhafte Ehre zu, der einzige Staat mit Three-Strikes-Regelung in Kraft zu sein. (MSX)
(via zeropaid.com)
(Bildquelle: witnessla.com)
News Redaktion am Freitag, 24.04.2009 12:29 Uhr
Man wird doch noch den lieben Herrn Abgeordneten so lange auf die Nerven gehen dürfen bis sie endlich einwilligen! ... ... Wie grenzdebiel / hoffnungslos-optimistisch muss man sein, wenn man nach einem 40/4 Ergebniss nicht endlich einmal einsieht dass man auf ...
es reicht ja nicht das schon zweimal abgestimmt worden ist.. nein, es müssen noch ein paar abstimmungen stattfinden damit die letzten auch noch überzeugt " überredet " sind und es eingeführt wird. Man wird doch noch den lieben Herrn Abgeordneten so lange auf die Nerven geh ...
Ganz dumme Frage: Wie oft darf man da eigentlich ein Gesetzt einbringen? So lange bis mal nur die faulen Politiker da sind die zu allem ja und Amen sagen? :dozey: ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.